Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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 Betreff des Beitrags: Krankheit von Eltern
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.07.2009 12:23 
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Wer sich an mich aus ZZL erinnert, weiß vielleicht noch, dass mein Vater am 15. Mai einen Schlaganfall hatte und seitdem im Spital bzw. zwischenzeitlich auch auf Kur war.
Heute hätte er endlich nach Hause kommen sollen, knapp an einer Magensonde zur Ernährung vorbeigeschrammt. Hatte er doch vor einer Woche wieder besser zu Essen angefangen und sogar 4kg zugenommen (vorher hatte er 20kg abgenommen).

Die Nerven liegen bei allen schon blank und wir hofften ,dass er sich in der gewohnten Umgebung besser erholen kann.
Seit gestern hat er jedoch starke Schmerzen in der Hüfte - jetzt ist dort alles angeschwollen und es wird von möglichen Muskelblutungen gesprochen. Das heißt er muss wieder in die Röhre, strenge Bettruhe und der Lichtstreif am Horizont ist wieder mal verdunkelt.

Ich bin einfach nur traurig und sehr leer.
Er wollte doch so gerne nach Hause, warum kann ihm dieser Wunsch nicht erfüllt werden.

Ist das der Preis für eine supermoderne Medizin? Ratlos vor mich hinstarr.
Amelie


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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.07.2009 12:28 
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Ach ... Amelie ...

Was für ein Kack, elénder. Ich lese Traurigkeit, Resignation, Erschöpfung, enttäuschte Hoffnung ... und möchte gerne ein Mäntelchen des Mitgefühls um Dich legen. Dir eine Schulter zum Anlehnen, Seufzen, Ausweinen oder einfach nur Sein anbieten. Und auch, wenn sie nur virtuell ist, so kommt sie doch von Herzen.

Bild Komm ... ich kuschel Dich ein ...

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Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. Bild ... (Konrad Adenauer gemopst)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.07.2009 12:31 
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Danke!!

So schöne Decken - leg sie mir gleich um die Schultern und die Beine - die sind weich, gut gegen die innere Kälte.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.07.2009 12:34 
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Ja ... Sorgen und Kummer, Traurigkeit kosten viel Kraft. Und da fangen wir von innen an zu schlottern, wenn unsere Energie verbraucht ist. Wie gut, dass für die GANZE Amelie genug Decken da sind.

*wärmespendenden duftenden Kräutertee dazustell*

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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.07.2009 13:25 
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mir tut es sehr leid, das zu lesen amelie. aber ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie mir damals, als meine freundin krank war, das schreiben geholfen hat. deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn du uns hier teilhaben lässt, an alles, was dich im zusammenhang mit deinem kranken vater gerade so beschäftigt.

aus eigener erfahrung kann ich wenig bis gar nichts beitragen. mein vater starb 1973 und meine mutter erfreut sich mit bald 78 immer noch bester gesundheit. was ihr im moment zu schaffen macht, ist der tod ihrer eigenen mutter, die im juni im alter von 100 jahren verstarb.

_________________
never, never, never, never, never give up!

winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.07.2009 13:26 
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Amelie in den Arm nehmen und trösten. Ich kann mich sehr gut daran erinnern Amelie und ich weiss wie schwer es um deinen Herzen ist. Auch die Verzweifelung und Hoffnung - der Waage pendelt immer hin und her und man weiss nicht, was nun.

Ich hatte eine ähnliche Zeit und bin immer noch drinnen und ich vermittelte meine Eltern das Gefühl - ich bin da und ich brauche euch. Sei Du da denn dieses Gefühl weckt auch den Lebenskraft, denn die moderne Medizin ist noch lange nicht soweit, sie ist eben nur moderner als vor 50 Jahren.
Wir haben dann mein Vater rausgeholt und seit dem geht es ihn auch besser, er ist zuhause und erholte sich zum Teil - die Lebenswille ist stärker geworden.
Ich umarme Dich und halte Dich fest.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.07.2009 13:31 
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Liebe amelie,

ja - das zehrt soooo am Nervenkostüm. Ich kann das so gut nachvollziehen. Erinnere mich noch an meine Gefühlslage, als ich mit meiner Mutter nach einer wunderbar überstandenen Embolie die Heimkehr plante, sollte Montags sein. Ich fuhr guter Dinge zu einem Seminar, kam Freitag Abend heim ...
und ...
meine Mutter hatte im Krankenhaus einen Hirnschlag erlitten. Konnte nicht mehr sprechen, kannte mich nicht mehr ... lag nur noch apathisch rum ...

Ach amelie, weißt Du - da fällt mir grad kein Trost ein. Ich setze mich einfach in Gedanken zu Dir und fühle diese blöde Hilflosigkeit mit und schreie mit Dir das "warum" ... worauf es natürlich keine Antwort gibt.

Und meine Schulter zum anlehnen biete ich Dir auch ...
Aurelia.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.07.2009 13:34 
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Liebe amelie

ich schicke dir wohltuende Ruhe.... und einen feinen Duft, den du magst....

Als ich deine Zeilen las, kam mir noch in den Sinn, dass dein Vater, vielleicht auch so seine Sachen zu knacken hat, und vielleicht gehören, diese Krankheiten dazu....
vielleicht braucht er eine Veränderung, und der Schlaganfall, und das neuerliche, nicht gehen können.... nicht vorwärtskommen,
braucht es, damit er zu sich selbst, findet.... und damit er wieder in sein Gleichgewicht kommt, und er dann, mit Leichtigkeit und Freude vorangehen kann....
vielleicht braucht es noch etwas Ruhe, auch wenn es im Moment, nicht so nach Ruhe aussieht.... und es für dich auch sicher keine Ruhe ist....

ich weiss, es ist schlimm, zuzuschauen....
und doch ist es, auch eine Chance zu klären, zu reden, sich Ängsten zu stellen, für alle Beteiligten....
wo so Fragen, auftauchen und gestellt werden dürfen, wie.... was wünsche ich mir wirklich..... ? Wie fühle ich mich ? Was sind jetzt meine Bedürfnisse ?
die.... vielleicht, so, noch nie gestellt werden durften.... keinen Platz hatten.... und dank den Krankheiten, einen Platz bekommen.....
ich weiss nicht, ob du damit etwas anfangen kannst.... oder ob dir der Gedankengang zu fremd ist....


Ich denke an dich, und wünsche euch allen viel Kraft...

Cassiopeia


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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.07.2009 23:21 
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Hallo Amelie,

klar erinnere ich mich. Ich hatte ja zu de Zeiteinen "ähnlichen Fall". Es tut mir leid zu lesen, dass dein Vater gerade einen Rückschlag einstecken muss. Sieh es nicht als abgeschlagenen Wunsch. Die Erfüllung ist nur aufgeschoben.

Vieleicht hilft dir der Gedanke, dass dieser Aufschub einen Sinn haben könnte. Dass dein Vater oder jemand in seinem Umfeld einfach noch ein bisschen Zeit braucht, um eine wichtige Erkenntnis "auszubrüten" oder dass ein Vater so Gelegenheit zu einer Begenung bekommt, die ihm gut tut und die er zuhause "verpasst" hätte.

Der Lichtstreif mag blasser erscheinen, aber er ist nicht verschwunden.

Denk jetzt auch an dich und tu dir etwas Gutes, Entspannendes, Särkendes! *Nackenmassageanbiet*

Liebe Grüße


Zuletzt geändert von lindenbaum am 07.11.2009 23:11, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: DANKE!!
Ungelesener BeitragVerfasst: 30.07.2009 19:20 
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Danke für euer Mitgefühl und die vielen stärkenden Aktionen: Decken und Tee, Nackenmassage und Schultern, die sich nicht vor Tränen fürchten.
Danke auch für die "Nachdenkideen".

OP braucht mein Vater keine, hat aber bis Sonntag strengste Bettruhe. Ist recht gefasst, nur mit dem Essen geht es wieder schlechter, verstehe ich aber.

Im Moment lese ich mehr als ich schreibe. Außerdem frage ich mich, ob ich nicht eine Woche in Klausur gehen soll (also 5 Tage wären es). Eine Höhle (bildlich) nur für mich, das eine oder andere Buch, Essen serviert um nichts kümmern ... einfach abtauchen und eigenen Wunden heilen lassen.

Mal schauen und auf die innere Stimme hören.

Alles Liebe
Amelie


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