Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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 Betreff des Beitrags: Verantwortung loslassen - Wie macht ihr das?
Ungelesener BeitragVerfasst: 23.08.2009 11:03 
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Hallo Forumels,

ich stecke emotional etwas in der Klemme. Ein Teil von mir weiß, dass ich die Verantwortung die ich lange meinte tragen zu müssen loslassen muss. Ein anderer teil hält das für eine seltendoofe Idee... was da alles passieren könnte.

Sowas ist doch aber keine Seltenheit und ich frage mich wie ihr das macht. Immerhin machen das Eltern ja auch mit ihren Kindern durch und vielleicht bin ich hier nicht die einzige die eine solche Bindung zu ihren Eltern hat. Und vielleicht gibt es hier auch welche die eine solche Verbindung zu ihren Geschwistern haben - in einem anderen Faden ist sowas ja schon aufgetaucht.

Was macht ihr, wie geht ihr damit um? Habt ihr Tricks oder Rituale um den oder die anderen zu entlassen? Behaltet ihr das Gefühl für euch und versucht nicht mehr danach zu handeln? *neugierig abwarte was da kommt*

Bei mir geht es um meine Mutter für die ich seid frühster Kindheit meine verantwortlich zu sein. Ich muss aufpassen das ihr nichts passiert, das ihre Emotionen nicht zu hoch kochen und sie nicht daran zerbricht. Ich achte in unseren Gesprächen darauf wie es ihr geht, nicht wie es mir geht. Meine für sie Sorgen zu müssen und habe immer meine Gefühle und Nöte zurück genommen aus Angst die würden sie wieder so aus dem Konzept bringen, dass was schlimmes passiert. Dabei ist mir klar, dass das ganze mit Selbstmorddrohungen von ihr, und sehr viel Angst auch noch meinen zweiten Elternteil zu verlieren bei mir, angefangen hat.
Treffe ich heute auf Menschen die mich an sie erinnern passiert mir mitunter genau dasselbe und ich bin nicht in der Lage Konflikte zu klären - der Hauptgrund warum ich hier nach euren Erfahrungen Frage. Ich möchte Konfliktfähiger werden, das heißt vor allem, ich möchte bei alltäglichen Konflikten keine Angst mehr haben mein Gegenüber könnte zu äußersten Mitteln greifen und mich incht dafür verantwortlich fühlen.

Liebe Grüße,
Teresa

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Ungelesener BeitragVerfasst: 23.08.2009 12:11 
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Uiuiuiuiui Teresa,

heißes Thema für mich! Und seeeeehr komplex. Zumindest scheinbar.
Und genau das Dingens, was mich gerade unglaublich am Wickel hat.

Ja, die Nummer: "Was da alles passieren könnte!?", also nicht nur Verantwortung, sondern knallhart "Schuld" zu tragen, lässt mich die letzte gefühlte "Schnur" zu meiner Schwester immer noch nicht endgültig ablösen.

Wobei sie meine Handlungen nicht mehr wirklich manipulieren kann, aber mein Denken und Fühlen zieht noch immer nicht wirklich nach!
Ich habe durch etliche Familienaufstellungen "versucht", ein Schwester-Paket, was ich trage, zurückzugeben - aber weißte was: Das Aas nimmt es einfach nicht zurück!!!Als wenn "etwas" in mir immer noch auf ihre Paket-Rücknahme fixiert ist. Bäh...

Im Moment spüre ich, dass das in mir mit ur-alten Rollen-Verteilungen in meiner Familie zu tun hat. Und meine Schwester nimmt für sich in Anspruch, was ich mit meiner Mutter längst geklärt habe.

Was ich verblüfft festgestellt habe: Da wo ich ganz bei mir, meinen Vorhaben, in meiner Kraft bin, da greifen ihre Manipulationsversuche nicht. Da scheint eine Leichtigkeit in mir zu tanzen, die ihr keinen "Andockpunkt" gibt. Aber noch passiert das zufällig. Ich bin eben nicht immer nur "in Power und Leichtigkeit" - Und da, wo ich es nicht bin, gehe ich ihr aus dem Weg...

Und erst da, wo ich dann auch bewußt sage: "Es ist deins! Dein Drama! Dein Chaos! Egal, was daraus folgt, ich nehm' davon nix!" laufe ich nicht mehr in die alten Fallen. Da, wo ich in Kauf nehme, dass etwas Schlimmes aus ihrer Weigerung, die Verantwortung für sich ganz zu tragen, resultieren kann. Und sagen kann: "Auch das lasse ich bei Dir!" - Und nicht mehr "automatisch" handele, um Schlimmes zu verhindern. Erst damit werde ich Stück für Stück freier.

Und neulich habe ich mich sagen hören: "Nein, das was Du da von mir willst, das überfordert mich! Das kann und will ich nicht leisten! Nö!" war ein neues Stück Befreiung in mir. Ich kann immer mehr "nein" sagen und halten. ...


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23.08.2009 13:07 
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Hallo,

ui, das ist irgendwie auch mein Thema, allerdings starb meine Mutter bereits vor 8 Jahren und somit ist das "Mutterprolem" und die Verantwortung darumnicht mehr so aktuell. Aber genau, meine Schwester meint, Mutterersatz sein zu müssen... ätzend. Es ist einerseits Manipulation andererseits emotionale Erpressung.

Und genau: wenn ich bei mir bin, ficht mich das nicht an, aber wehe, wehe, wenn nicht.

Was ich gemacht habe: Riesenkrach mit meiner Mutter vor 15 Jahren. Da gings richtig ab, sie wollte nicht mehr mit mir sprechen. Irgendwie haben wir uns dann doch aufeinander zu bewegt und sie hat fest gestellt, dass ich erwachsen bin, eine "reife" Frau. Der sie nicht diktieren kann, wie sie lebt, damit sie sich gut fühlt und niemand irgendeinen Anlass hat, schlecht (über mich und damit über sie - wie sie meinte) zu reden.

Meiner Schwester habe ich mich entzogen. Das, was wichtig ist, tun wir, also den Vater mit betüddern (der ist noch relativ fit, aber auch nicht immer), die Hochzeit meines Neffen vorbereiten (der Sohn meiner Schwester), auch mal etwas privat telefonieren. Aber ich erzähle ihr nichts von dem, was mir wichtig ist... sondern nur so blabla. Dann kann sie sich auch nicht erzieherisch einmischen und mir erzählen, was gut für mich sei .... Dafür muß ich akzeptieren, dass es nicht die herzlich-freundliche Beziehung ist, die ich mir zu meiner Schwester wünschen würde. Aber die negativen vibrations sind auf ein Minimum reduziert.

Allerdings: es ging nie um Selbstmorddrohungen. Das ist sicher eine andere Sache. Was man machen kann: fragen, wo das Problem für den anderen ist und anbieten Lösungen mit zu erarbeiten. Klar stellen, was einem selber wichtig ist und erläutern, warum man bestimmte Dinge nicht macht. Das vor sich selber eingestehen und ruhig formulieren: Es geht um mein Leben und um mein Wohlfühlen. Wenn d u dich nicht wohlfühlen kannst, mußt du dich in erster Linie selber darum kümmern, dass es dir gut geht. Ich helfe dir gerne, gehe auch mit dir mal tu einem Arzt oer Berater. Aber ich muß auch auf mich und mein Leben achten.

So irgendwie.

LG

Sabine


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23.08.2009 15:46 
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Ich bin froh das mir schon zwei geantwortet haben, danke euch beiden. Ich finds auch spannend dass eben auch für andere ein so heißes Thema ist. *seufz*

Wenn ich das nun richtig verstanden habe sagt ihr beide, dass ihr gut damit umgehen könnt wenn ihr ganz bei euch seid, richtig? Das finde ich schwer nachzuahmen, denn meine Mutter hat ihr Verhalten schon lange geändert und ich habe die kindlichen Ängste behalten. Sie setzt mich heute ja gar nicht mehr unter Druck und es fällt mir schwer das bei anderen zu sehen. Also auch da ist häufig kein übermäßiges unter Druck setzen. Es reicht eine Erinnerung an die alte Situation und ich spule alles nochmal ab.
*nachdenklich guckt*

Vielleicht finde ich ja noch einen Weg das zu verbinden. Ganz bei mir zu sein könnte mir sicher auch helfen, denn bisher habe ich den Eindruck in solchen Momenten ganz bei meiner Mutter, oder dem anderen zu sein.

Lieben Gruß,
Teresa

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Ungelesener BeitragVerfasst: 23.08.2009 18:20 
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liebe teresa,

mir ist ein satz aus deinem ersten posting förmlich ins auge gesprungen. du schreibst, du hättest angst, auch noch den anderen elternteil zu verlieren. mein vater starb, als ich 10 jahre alt war und ich wurde dann in die rolle der stütze meiner mutter gedrängt. sehr vieles, was wir und meine geschwister gemeinsam erlebten, waren starker tubak. meine mutter war schlicht und ergreifend überfordert und ich tat was ich konnte, um die situation zu verbessern. gelungen ist mir das nur teilweise, aber es waren auch probleme, die eine 15 jährige nicht stichhaltig zu lösen in der lage war. ich hatte immer grosses mitleid mit meiner mutter und fühlte mich von innen heraus genötigt, alles mir mögliche zu tun. sehr oft habe ich ihr auch nach dem mund geredet.

die sorgen von damals sind unterdessen geschichte und die verhältnisse innerhalb der familie sind heute eigentlich top. meine mutter ist zwar nach wie vor ein mensch, der immer wieder an seine grenzen kommt, aber meine beiden geschwister und ich haben sich in meinen augen zu einem echten unterstützungs-dreamteam entwickelt. jeder von uns übernimmt dabei den part, der zu ihm passt und den er gerne zu leisten bereit ist.

eine wichtige erfahrung in meiner mutterbeziehung war auch der umstand, dass ich selber kinder bekam. bis dahin hiess es von ihr sehr oft, dass ich schon sehen werde, wie das ist, wenn man diese verantwortung zu tragen hat. meine eigene gestaltung der mutterrolle konnte ich für mich dann aber so durchführen, wie ich es mir selbst in meiner eigenen kindheit gewünscht hatte. und tatsächlich bin ich auch der meinung, dass sich eltern leichter loslassen, wenn man den kopf für die nächste generation wieder frei haben muss.

meine ganzen ausführungen helfen dir jetzt aber möglicherweise kaum weiter, denn deine rolle ist eine ganz andere. was ich dir deshalb gerne ans herz legen möchte ist die beschäftigung mit dem 12-schritte-programm und zwar dem für co-abhängige. diese menschen kommen aufgrund ihrer kindheitserlebnisse zu der überzeugung, dass sie die macht über andere menschen besitzen. beim ersten schritt geht es dann auch gleich darum, sich einzugestehen, diese macht nicht zu haben. und wenn wir ganz ehrlich sind, können wir zwar auf so manches einfluss nehmen, menschen zur seite stehen und sie unterstützen, aber leben und bewältigen müssen sie ihr leben alleine. ihnen das abzunehmen, dazu sind wir weder in der lage, noch ist es erforderlich und im grunde eigentlich auch gar nicht wünschenswert.

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never, never, never, never, never give up!

winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 23.08.2009 18:35 
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Hallo Heidi!

Ich empfand schon gleich die Ausführungen deines ersten Absatzes als sehr hilfreich für mich. Ich hab mich darin wiedererkannt.

Als ich heute mit meiner Mutter telefonierte habe ich dann auch aktiv versucht bei mir zu bleiben und zu schauen wie es ihr dabei geht. Frage: Braucht sie mich denn so wirklich? Antwort war klar und deutlich: Nein. Und von ihr auch in einem Nebensatz ohne wissen über mein aktuelles Thema auch benannt.

Das 12-Schritte-Programm ist nun wieder zu spirituell um mir eine Unterstützung zu sein. Es ist schwer der Vorstellung "Zum Glauben kommen, dass nur eine Macht, die höher als man selbst ist, die eigene psychische Gesundheit wiederherstellen kann." etwas abzugewinnen, wenn man nicht an die Existenz einer höheren Macht glaubt. In meinem speziellen Fall führt die Vorstellung das es so eine Macht geben könnte ja sogar zu Angstzuständen und dann habe ich genug mit mir zu tun ohne mich meinem Mutterproblem auch nur annähern zu können.

Ich habe zum Thema Verantwortung in einem anderen Forum heute eine Geschichte und ein Fazit gelesen, das mir gerade passend zu deinen Ausführungen scheint.

Du hast geschrieben:
können wir zwar auf so manches einfluss nehmen, menschen zur seite stehen und sie unterstützen, aber leben und bewältigen müssen sie ihr leben alleine. ihnen das abzunehmen, dazu sind wir weder in der lage, noch ist es erforderlich und im grunde eigentlich auch gar nicht wünschenswert.
Wenn ich mir dazu dieses Fazit nehmen:
Du bist für das verantwortlich, was Du kontrollieren kannst.

Dann muss ich einsehen, dass ich weder kontrollieren kann, dass es meiner Mutter gut geht, sie bei mir bleibt und in depressivem Kummer nicht erstickt und Selbstmord begeht und daraus folgend auch gar nicht verantwortlich dafür bin.
Für das Erwachsene-Ich in mir ist das gutes Futter.
Mein Kind-Ich muss das von der großen nochmal in Ruhe erklärt kriegen. Denn die fragt jetzt: Wie ich kann gar nichts tun, dass das schlimme nicht passiert? Und macht große Augen, da werde ich noch etwas Selbstfürsorge walten lassen.

Danke und lieben Gruß,
Teresa

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Ungelesener BeitragVerfasst: 23.08.2009 21:27 
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Liebe Teresa,

Du bist nur für Dich selber verantwortlich und das ist oft schwerer, als für Andere Verantwortung zu übernehmen.
Aber generell ist jeder für sein Leben selber verantwortlich.

Mir hat man schon als Baby die Verantwortung für die Krankheit meiner Mutter in die Schuhe geschoben und meine ganze Kindheit und Jugend durch, war ich immer wieder für dieses oder jenes Glück oder Unglück verantwortlich (wenn ich nur damals schon gewusst hätte, dass ich mir keine "fremden" SchuheBild anziehen sollte). Daraus resultierten oft Schuldgefühle und Unzufriedenheit. Ich habe immer versucht, es allen Recht zu machen und habe mich selbst darüber oft fast vergessen.

Nachdem ich gleich nach dem Abi ausgewandert bin und kurze Zeit später auf mich selber gestellt war, habe ich gelernt,für mich selber verantwortlich zu sein und vor Allem habe ich gelernt, gut zu mir selbst su sein und mich so zu lieben, wie ich bin.

Nimm Dein Kind-Ich in die Arme und liebe es. Übernehme die Verantwortung für Dein eigenes Leben, Dein Eigenes Glück.
Du kannst Deiner Mutter nicht helfen, wenn sie keine Hilfe will und Du bist nicht für sie verantwortlich.

Aber: Du kannst Deiner Mutter inneren Frieden wünschen, Du kannst für sie beten, Du kannst sie wissen lassen, dass Du sie liebst, Du kannst ihr positive Gedanken schicken, je nachdem, was Dir liegt und womit Du Dich wohl fühlst.

Bild In diese Tonne kannst du eventuelle Schuldgefühle, Verantwortungszuweisungen u.s.w. packen

Alles Liebe vom Gretchen

_________________
Das Leben ist wie ein Gleichungssystem: Es gibt unendlich viele Lösungen!
When I walk into a room, I know that everyone in it love me. I just don't expect them to realize it yet (Byron Katie)
Mais Où J'ai Mis Les Pieds???----Doulce Compagnie


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Ungelesener BeitragVerfasst: 24.08.2009 08:24 
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Liebe Terasa,

das ist wirklich ein heisses Eisen!

Bei mir war es auch ein Schwesterproblem (die Eltern leben schon ganz lange nicht mehr).
Ich hab meinen Zwilling immer an erster Stelle stehen gehabt und sie da auch gelassen, es hat lange gedauert, bis ich kapiert habe, dass ich das auch unterstütze.
Sie manipuliert auch gern, je mehr ich mit der Zeit "nein" sagte, desto schwerer hat sie es mir gemacht. Sie hat vieles gefordert, was ich nicht mehr zu geben bereit war. Nachdem sie mir einen fiesen, langen Brief geschrieben hat, hab ich den Kontakt abgebrochen. Es ging nicht anders, ich wäre daran kaputt gegangen.

Jetzt geht es mir viel besser. Es ist schade, aber ich lass mich nicht für ihre Depressionen verantwortlich machen!

Loslassen ist wohl mit das Schwerste, es muss ja nicht bis zum Abbruch kommen, aber erstmal bist du nur für dich verantwortlich, für niemanden sonst!
Schau auf dich, was macht das mit dir. Willst du wirklich, was man von dir verlangt, nicht gleich Ja sagen, sondern warten, sich selber Zeit geben. Ich hab früher immer gleich Ja gesagt (wollte ja gefallen, leibe sein), mich oft hinterher geärgert. Jetzt bitte ich mir Zeit aus, um zu entscheiden.

Ich wünsche dir viel Glück auf deinem Weg!

_________________
Manchmal blickt das Glück zu einem Fenster herein,
von dem man gar nicht wusste, dass man es offen gelassen hatte.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 24.08.2009 20:01 
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Beiträge: 1637
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mir hat geholfen und hilft, wenn ich mir bewusst mache, dass ich durch mein zurücknehmen, durch mein verantwortung für den anderen übernehmen, verhindere, dass der andere sich mit seinen gefühlen/mit seinem verhalten ect. auseinandersetzen kann und ich ihn dadurch in seiner seelischen/spirituellen entwicklung behindere.


als ich erkannte, dass mein edles verhalten gar nicht so edel und gut ist, war es mir möglich loszulassen.

mlg
isis


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Ungelesener BeitragVerfasst: 24.08.2009 20:39 
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Liebe Teresa,

leider kann ich Dir zum Thema momentan nichts schreiben. Nur - ich fühle mit und stoße derzeit auf genau das gleiche Thema an allen Ecken und Enden bei mir selbst. Schwestern und Mutter.

Himmelhilf und das mit 50!

Ja - ich habe (Du vielleicht auch?) das Thema Verantwortung für ... übernehmen beim Wachstum in der Placenta schon aufgesogen. Und ich bin, wie Du dabei, es mir derzeit anzusehen *schauder*.

Ich kann Dir (noch) nichts hilfreiches hier schreiben, aber Bild das hier ist aus vollem Herzen mit einem: WIR schaffen das.

Herzlich. Aurelia.


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