Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
Aktuelle Zeit: 23.09.2018 06:51

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 47 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3, 4, 5  Nächste
AutorNachricht
 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 14.12.2010 19:42 
Benutzeravatar
...gerade in den neuen Weleda-Nachrichten gelesen habe: (es geht um das Thema Licht...)


"Ein Lichtimpuls von nur 1/2000 Sekunden genügt dem gequollenen Hafersaatkorn, um den Keimprozess in Gang zu bringen...."

Ich glaub', ich werd' zum Haferkorn Bild Bild


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 14.12.2010 21:51 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 07.2009
Beiträge: 4271
Wohnort: bei den Hinterwäldlern
Geschlecht: weiblich
Boah ... da sag noch einer, Pflanzen seien nicht schnell! :o

_________________
Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. Bild ... (Konrad Adenauer gemopst)


Nach oben
 Profil Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 15.12.2010 13:14 
Benutzeravatar
...noch etwas zum Thema 'Licht':




Masse stellt ein Phänomen der Verbindung von Lichtstrahlen dar, die hin und her pendeln. Sie friert diese sozusagen in ein Muster ein. Damit steht Materie für kondensiertes oder gefrorenes Licht.
[RIGHT]
- aus: "Wissenschaftler und Weise" David Bohm: -[/RIGHT]


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 15.12.2010 16:32 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 10.2009
Beiträge: 232
Geschlecht: weiblich
Mokka hat geschrieben:
...gerade in den neuen Weleda-Nachrichten gelesen habe: (es geht um das Thema Licht...)


"Ein Lichtimpuls von nur 1/2000 Sekunden genügt dem gequollenen Hafersaatkorn, um den Keimprozess in Gang zu bringen...."

Ich glaub', ich werd' zum Haferkorn Bild Bild


Dazu lief mir diese Geschichte zu:

Die Schneesaat - Eine Geschichte aus Sachsen zur Zeit der Franzosenkriege

Im flackernden Schein eines einzigen Binsenlichtes saßen in einer Stube des Ortes Jesau die Bauern des Dorfes zusammen, um zu beraten. Das schwache Licht erleuchtete kaum die abgehärmten und kummervollen Gesichter der Männer, die von der Sorge um das Notwendigste gedrückt wurden. Es war Winter, und jeder hatte zwar hungrige Kinder, aber nichts, um deren Hunger zu stillen.
Scheunen und Keller waren leer, die Rauchfänge verwaist. Der Krieg hatte alles verändert und marodierende Banden fielen hier und da ein, um das Wenige zu rauben, und zuweilen auch einen beherzten Bauern, der von dem spärlichen Brot für sich und seine Familie nicht lassen wollte, mit einem Bajonettstich in der Brust liegen zu lassen.
Man hatte nicht recht ernten können und auch nicht säen, und jetzt war es Unzeit für alle Saat. Zudem marschierten die Franzosen auf den Ort zu, und die würden alles mitnehmen, was sie finden würden - und sie suchten immer sehr genau, kehrten das Untere zum Oberen. Sogar das Saatgut nahmen sie den Bauern und damit auch das Leben. Die letzte sorgsam gehütete Hafersaat würde dahin sein, einige wenige Säckchen Hoffnung. Wo die Soldaten durchgezogen waren, da gab es nichts mehr als das nackte Leben, und auch das war nicht sicher, wie manche Witwe bezeugen konnte. Wo Krieg herrscht, macht er nicht Halt vor den Armen und denen, die keine Uniform tragen, auch nicht vor dem Elend, das er vorfindet.
Die Männer saßen in Schweigen zusammen, bis einer anfing zu reden und seine Not zu beklagen - mal fiel dieser ein, mal jener - und würden Verwünschungen töten, so hätten die Jesauer Bauern in dieser Nacht das französische Heer besiegt.

Aber es war nur ohnmächtiger Zorn, der über dem Jammer lag - den die Männer empfanden, wenn sie daheim sahen, wie Frau und Kinder zusammen auf dem Lager ruhten, um sich zu wärmen in der Kälte, die der beständige Mangel erzeugt. Vieh zum Schlachten gab es nicht mehr, das letzte magere Huhn war schon vor langer Zeit gegessen worden. Vor Jesau lag eine schwarze Zukunft ohne Hoffnung.

Als die Bauern erschöpft schwiegen, sprach einer, der die ganze Zeit über kein Wort gesagt hatte - ein Alter, mit ebenso vielen Furchen im Gesicht wie ein wohlgepflügter Acker. Nicht ein Wort hatte er gesprochen, nur in den kläglichen Schein des Binsenlichts hatte er gestarrt, in Gedanken versunken. Nun aber sprach er in die Stille hinein: Er werde morgen den Hafer aussähen, sagte er. Morgen, in aller Frühe.
Ob der Hunger ihn denn närrisch gemacht hätte, meinten die anderen. Im Schnee quelle der Samen vorzeitig auf und würde dann gefrieren. Dann aber sei er tot und würde nicht mehr keimen - das solle er doch wohl wissen. Aber der Alte meinte nur, säe er nicht, dann nähmen die Franzosen die Saat gewiss mit sich und alles wäre mit Sicherheit dahin. Lieber wolle er auf Gott vertrauen und morgen im ersten Tagesdämmer säen. Da schwiegen die Bauern und gingen auseinander für diese Nacht.
So aber kam es, dass beim allerersten zaghaften Grau am Himmel die Säcke mit der Hafersaat hervorgeholt und auf die Äcker gebracht wurden. Als wäre es Frühjahr und Vögel zwitscherten, so schritt der alte Bauer bedächtig durch den knöchelhohen Schnee und streute sorgsam die Körner aus. Die anderen taten es ihm gleich, wenn auch zuweilen mit einem leisen Fluch auf den Lippen. Der Atem wehte gefroren in der eiskalten Morgenluft, die Hände wurden steif und schmerzten, aber alle säten aus, und mancher lachte über seine eigene Narrheit.
Und als die trübe Sonne vollständig am Himmel stand, da war die Arbeit getan. Und keinen Tag zu früh, denn die Franzosen zogen am nächsten Tag durch Jesau, zerschlugen was sie nicht mitnehmen konnten und ließen keinen Winkel undurchsucht. In ihrer Verdrossenheit nichts gefunden zu haben, verteilten sie milde Gaben in Form von Stößen und Ohrfeigen, begleitet von unverständlichen Beschimpfungen.
Aber die Kälte machte die Franzosen wohl ein wenig träge, denn außer einigen mittleren Blessuren geschah niemandem etwas Ernstes. Mit zusammengepressten Lippen starrten die Bauern auf die randalierenden Soldaten und dachten an die Saat unter dem Schnee, die vor den Franzosen in Sicherheit war, mochte sie auch verloren sein. Wie ein übler Wind verzog sich der Haufen nach Stunden, sie schlugen nicht einmal ihr Nachtlager in Jesau auf.
Aber als hätte die Hoffnung Lämpchen unter der Schneedecke entfacht, so schmolz der Schnee, ohne dass es neuen Frost gab. Sonderbarerweise wurden die Tage frühzeitig wärmer und trockneten den Boden soweit, dass die Bauern die Saat unterpflügen konnten.
Und als es an der Zeit war, stand auf den Feldern der Jesauer der Hafer prächtig auf dem Halm, erwachsen aus der Narretei des alten Bauern. Oder man ersetze dieses Wort durch "Gottvertrauen" - denn das war es wohl, was ihn dazu brachte, im Schnee auszusäen.

Frei nacherzählt von Ilona Elisabeth Schwartz


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 15.12.2010 16:38 
Benutzeravatar
...uiii, Dankeschön, liebe Puckicki! Das ist ein Schönes!


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 15.12.2010 16:46 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 07.2009
Beiträge: 8429
Wohnort: Libellenweg 8
Geschlecht: weiblich
Danke schön... liebe Puckicki.... die Geschichte lässt mich seufzend aufatmen, vertrauensvoll.... mit einem "siehst du ?" Bild

_________________
Wir sprudeln aus dem Nichts hervor, indem wir Sterne, wie Staub verstreuen. Rumi

www.elfenfreude.ch


Nach oben
 Profil Besuche Website Persönliches Album  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Außer-gewöhnliches
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.08.2012 12:52 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 10.2009
Beiträge: 1003
Wohnort: Im schwedischen Steinreich
Geschlecht: weiblich
Ich glaub, mich knutscht ein

Bild

Sie haben übrigens genauso samtweiche Lippen wie Pferde, diese Elche... :girlja:


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Außer-gewöhnliches
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.08.2012 16:56 
Benutzeravatar
der sieht zum "Anbeißen" aus. :knutsch:


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Außer-gewöhnliches
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.08.2012 17:02 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 12.2011
Beiträge: 1023
Wohnort: in mir
Geschlecht: weiblich
smultron hat geschrieben:
der sieht zum "Anbeißen" aus. :knutsch:


Elchsteak?


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Außer-gewöhnliches
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.08.2012 17:05 
Benutzeravatar
gaaaaaaaaaaaanz selten zu bekommen.


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 47 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3, 4, 5  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | phpBB3 Forum von phpBB8.de
» Kontakt & Rechtliches Support / Hilfe Forum Gooof Webdesign Kostenloses Forum Dein Forumo Forum web tracker