Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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 Betreff des Beitrags: Re: Fremde Gedichte
Ungelesener BeitragVerfasst: 07.12.2013 14:47 
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oh, danke wilson, für Spatzen-text und -bild, passt so richtig gut zum wetter....

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 Betreff des Beitrags: Re: Fremde Gedichte
Ungelesener BeitragVerfasst: 08.12.2013 08:24 
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Silberkater hat geschrieben:
oh, danke wilson, für Spatzen-text und -bild, passt so richtig gut zum wetter....


Gern geschehen :hallo3:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fremde Gedichte
Ungelesener BeitragVerfasst: 09.12.2013 09:48 
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Erster Schnee

Aus silbergrauen Gründen tritt
ein schlankes Reh
im winterlichen Wald
und prüft vorsichtig Schritt für Schritt,
den reinen, kühlen, frischgefallenen Schnee.

Und deiner denk ich, zierlichste Gestalt.
Christian Morgenstern

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 Betreff des Beitrags: Re: Fremde Gedichte
Ungelesener BeitragVerfasst: 03.01.2014 15:54 
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Die Bürgschaft
(Friedrich Schiller )

Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Damon, den Dolch im Gewande;
Ihn schlugen die Häscher in Bande.
“Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!
Entgegnet ihm finster der Wüterich. –
“Die Stadt vom Tyrannen befreien!
“Das sollst du am Kreuze bereuen.

“Ich bin, spricht jener, “zu sterben bereit
Und bitte nicht um mein Leben;
Doch willst du Gnade mir geben,
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
Ich lasse den Freund dir als Bürgen –
Ihn magst du, entrinn’ ich, erwürgen.

Da lächelt der König mit arger List
Und spricht nach kurzem Bedenken:
“Drei Tage will ich dir schenken.
Doch wisse: wenn sie verstrichen, die Frist,
Eh du zurück mir gegeben bist,
So muß er statt deiner erblassen,
Doch dir ist die Strafe erlassen.

Und er kommt zum Freunde: “Der König gebeut,
Daß ich am Kreuz mit dem Leben
Bezahle das frevelnde Streben;
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit,
So bleib du dem König zum Pfande,
Bis ich komme, zu lösen die Bande.

Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
Und liefert sich aus dem Tyrannen,
Der andere ziehet von dannen.
Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
Eilt heim mit sorgender Seele,
Damit er die Frist nicht verfehle.

Da gießt unendlicher Regen herab,
Von den Bergen stürzen die Quellen,
Und die Bäche, die Ströme schwellen.
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
Da reißet die Brücke der Strudel hinab,
Und donnernd sprengen die Wogen
Des Gewölbes krachenden Bogen.

Und trostlos irrt er an Ufers Rand:
Wie weit er auch spähet und blicket
Und die Stimme, die rufende, schicket –
Da stößet kein Nachen vom sichern Strand,
Der ihn setze an das gewünschte Land,
Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Strom wird zum Meere.

Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
Die Hände zum Zeus erhoben:
“O hemme des Stromes Toben!
Es eilen die Stunden, im Mittag steht
Die Sonne, und wenn sie niedergeht
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
So muß der Freund mir erbleichen.

Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
Und Welle auf Welle zerrinnet,
Und Stunde an Stunde entrinnet,
Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut
Und wirft sich hinein in die brausende Flut
Und teilt mit gewaltigen Armen
Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.

Und gewinnt das Ufer und eilet fort
Und danket dem rettenden Gotte;
Da stürzet die raubende Rotte
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
Den Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord
Und hemmet des Wanderers Eile
Mit drohend geschwungener Keule.

“Was wollt ihr? ruft er, für Schrecken bleich;
“Ich habe nichts als mein Leben,
Das muß ich dem Könige geben!
Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
“Um des Freundes willen erbarmet euch!
Und drei, mit gewaltigen Streichen,
Erlegt er, die andern entweichen.

Und die Sonne versendet glühenden Brand,
Und von der unendlichen Mühe
Ermattet, sinken die Kniee:
“O, hast du mich gnädig aus Räuberhand,
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
Und soll hier verschmachtend verderben,
Und der Freund mir, der liebende, sterben!

Und horch! da sprudelt es silberhell
Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
Und stille hält er zu lauschen;
Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
Und freudig bückt er sich nieder
Und erfrischet die brennenden Glieder.

Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
Und malt auf den glänzenden Matten
Der Bäume gigantische Schatten;
Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
Will eilenden Laufes vorüberfliehn,
Da hört er die Worte sie sagen:
“Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.

Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,
Ihn jagen der Sorge Qualen;
Da schimmern in Abendrots Strahlen
Von ferne die Zinnen von Syrakus,
Und entgegen kommt ihm Philostratus,
Des Hauses redlicher Hüter,
Der erkennet entsetzt den Gebieter:

“Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
So rette das eigene Leben
Den Tod erleidet er eben.
Von Stunde zu Stunde gewartet’ er
Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
Ihm konnte den mutigen Glauben
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.

“Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht
Ein Retter willkommen erscheinen,
So soll mich der Tod ihm vereinen.
Des rühme der blut’ge Tyrann sich nicht,
Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht –
Er schlachte der Opfer zweie
Und glaube an Liebe und Treue.

Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet;
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:
“Mich, Henker! ruft er, “erwürget!
Da bin ich, für den er gebürget!

Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
In den Armen liegen sich beide
Und weinen für Schmerzen und Freude.
Da sieht man kein Auge tränenleer,
Und zum Könige bringt man die Wundermär’;
Der fühlt ein menschliches Rühren,
Läßt schnell vor den Thron sie führen.

Und blicket sie lange verwundert an;
Drauf spricht er: “Es ist euch gelungen,
Ihr habt das Herz mir bezwungen,
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn –
So nehmet auch mich zum Genossen an.
Ich sei, gewährt mir die Bitte,
In eurem Bunde der dritte.


:hutheben:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fremde Gedichte
Ungelesener BeitragVerfasst: 25.02.2014 20:36 
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 Betreff des Beitrags: Re: Fremde Gedichte
Ungelesener BeitragVerfasst: 05.03.2014 14:06 
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Und sei es mir Graus und Schrecken ...
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 Betreff des Beitrags: Re: Fremde Gedichte
Ungelesener BeitragVerfasst: 09.06.2014 14:28 
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Gottlob, fürwahr, ich bin von Adel
Ob meiner Herkunft nun kein Tadel
Kann mir bei Hofe noch frech bellen
Sich meinem Glanz entgegenstellen
Nach meiner schmalen Zeiten Frust
Geschieht mir Recht durch Ernst August
Und es verblasst schon jede Schmähung
Durch meine adlige Erhöhung

Johann Wolfgang v. Goethe 1782, anläßlich seiner Erhebung in den Adelsstand in Weimar :floet2:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fremde Gedichte
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.12.2014 17:46 
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Nach hier verlinkt von http://www.mamalisa.com/?t=hes&p=1644

Pussy-Cat sits by the fire;
How can she be fair?
In walks the little dog;
Says: "Pussy, are you there?
How do you do, Mistress Pussy?
Mistress Pussy, how d'ye do?"
"I thank you kindly, little dog,
I fare as well as you!"

Mein Versuch der Übertragung:

Am Feuer sitzt die Mieze-Katz:
Wie kann sie doch artig sein?
Der kleine Hund kommt reingestratz(t)
Spricht: "Mieze, seid Ihr wohl daheim?
Wie ist, Frau Miez', Euer Befinden?
Wie geht es Euch, Frau Miez', denn heut'?"
"Ich dank Euch freundlich, kleiner Hund,
Mir geht es grad wie Euch zur Zeit!"

Ob das mit dem "doch artig" wohl ungefähr hinkommt? :biggrinn: :10hallo2:

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 Betreff des Beitrags: Re: Fremde Gedichte
Ungelesener BeitragVerfasst: 03.01.2015 12:10 
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Die Wirklichkeit gefällt mir nicht
Die sieht mir ungemütlich aus
Ich lösche einfach mal das Licht
Da seh ich nicht mal eine Maus!

Doch ... was, wenn da ein Mäuse-Schatten
Herumschleicht - und nachher sind's Ratten?!
Oder ein Fischlein ..., klein wie's sei
Und nachher ist's ein weisser Hai ?!

Ich mach' das Licht halt wieder an
Damit ich Haie und auch Ratten
Beim Schleichen besser sehen kann
Und nicht nur fragwürdige Schatten ...

Goethe

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 Betreff des Beitrags: Re: Fremde Gedichte
Ungelesener BeitragVerfasst: 21.08.2015 20:07 
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Die Lehre

Mutter zum Bienelein:
»Hüt dich vor Kerzenschein!«
Doch was die Mutter spricht,
Bienelein achtet nicht;

Schwirret ums Licht herum,
Schwirret mit Sum-sum-sum,
Hört nicht die Mutter schrein:
»Bienelein! Bienelein!«

Junges Blut, tolles Blut,
Treibt in die Flammenglut,
Treibt in die Flamm hinein, -
»Bienelein! Bienelein !«

's flackert nun lichterrot,
Flamme gab Flammentod; -
Hüt dich vor Mägdelein,
Söhnelein! Söhnelein!


Heinrich Heine: Nachgelesene Gedichte 1812 - 1827

Und, war der alte Heine wohl ein Frauenfeind? Ein Feind der Mägdeleins?

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