Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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 Betreff des Beitrags: Rose
Ungelesener BeitragVerfasst: 05.05.2010 20:48 
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Ich sehe die Rose blüh´n
Aber ich pflück´ sie nicht
Fürcht´ ich den Dorn - so spitz
Der mich verletzt?

Dorn an dem festen Grün
Vorsicht, er tändelt nicht
Sie ist nicht mein Besitz
Nicht hier und jetzt.

Rosen - soll´n blüh´n!

Ich weiß, ot :) :) :)

Durch Hel´s Rosenbeete lauf´ ich lieber nicht, sonst gibt´s für mich keine freien Tage am Meer.
garm

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blick auf zum Himmel,
zu den Wolken und zu den Sternen !

Zeitweilig gestohlen von Silberkater


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Ungelesener BeitragVerfasst: 06.05.2010 01:42 
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Lieber Garm, du Hund der Hel...
hier noch ein Rosengedicht, damit du nicht, freie Tage am Meer vermissen musst... Bild

es ist von Rainer Maria Rilke...


Persisches Heliotrop

Es könnte sein, dass dir der Rose Lob
zu laut erscheint für deine Freundin: Nimm
das schön gestickte Kraut und überstimm
mit dringend flüsterndem Heliotrop

den Bülbül, der an ihren Lieblingsplätzen
sie schreiend preist und sie nicht kennt.
Denn sieh: wie süße Worte nachts in Sätzen
beisammenstehn ganz dicht, durch nichts getrennt,
aus der Vokale wachem Violett
hindüftend durch das stille Himmelbett -:

so schließen sich vor dem gesteppten Laube
deutliche Sterne zu der seidnen Traube
und mischen, dass sie fast davon verschwimmt,
die Stille mit Vanille und mit Zimmt.



mmmh wie das duftet.... Bild

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Ungelesener BeitragVerfasst: 07.05.2010 18:08 
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An Rosen such ich mein Vergnügen,
an Rosen, die die Herzen ziehn,
an Rosen, die den Frost besiegen
und hier das ganze Jahr durchblühn,
an Rosen, die wir bei den Linden,
nirgends sonst so reizend finden.

Die Rose trägt das Blut der Götter
und ist der Blumen Königin,
ihr Antlitz sticht das schönste Wetter,
und selbst Aurorens Wangen hin.
Sie ist ein Stern der milden Erden,
und kann von nichts verfinstert werden.

Die Ros' erquickt die blöden Sinnen
und hat das beste Zuckerrohr
Ihr goldner Umfang bricht von innen,
so wie Sonn', aus Nacht hervor,
Die Rose nährt die süssen Triebe
und reizt die Liebe selbst zur Liebe.

Mit Rosen schmück ich Haupt und Haare
Die Rosen tauch ich in den Wein,
Die Rose soll für meine Jahre
die allerbeste Stärkung sein.
Die Rose zieret meine Flöten
und krönt mich mächtigen Poeten.

Auf Rosen mach ich gute Reime
Auf Rosen schläfet meine Brust
Auf Rosen hab ich sanfte Träume
von still' und warm' und weicher Lust
und wenn ich einst von hinnen fahre,
wünsch ich mir Rosen auf der Bahre.

Johann Christian Günther
BildBildBildBildBild

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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.06.2010 12:29 
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Wilder Rosenbusch, Rainer Maria Rilke

Wie steht er da vor den Verdunkelungen
des Regenabends, jung und rein;
in seinen Ranken schenkend ausgeschwungen
und doch versunken in sein Rose-sein;

die flachen Blüten, da und dort schon offen,
jegliche ungewollt und ungepflegt:
so, von sich selbst unendlich übertroffen
und unbeschreiblich aus sich selbst erregt,

ruft er den Wandrer, der in abendlicher
Nachdenklichkeit den Weg vorüberkommt:
Oh sieh mich stehn, sieh her, was bin ich sicher
und unbeschützt und habe was mir frommt.

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