Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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Ungelesener BeitragVerfasst: 18.04.2010 17:32 
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Klar, das sind Fragen die hier passen. Und die sind echt diskutierenswert.

Aber doch: Dieser Kant und die Zivilprozeß-Ordnung für die BRD von 1995. Und dazu, was dieser Kant da gesagt haben oder geschrieben haben soll:


"Wenn die Gerechtigkeit untergeht, so hat es keinen Wert mehr, daß Menschen auf Erden leben", Kant.

Ist das nicht ein wenig sehr, sehr streng?
Liebe Grüße: garm


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Ungelesener BeitragVerfasst: 18.04.2010 19:48 
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garm hat geschrieben:
Klar, das sind Fragen die hier passen. Und die sind echt diskutierenswert.

Aber doch: Dieser Kant und die Zivilprozeß-Ordnung für die BRD von 1995. Und dazu, was dieser Kant da gesagt haben oder geschrieben haben soll:


"Wenn die Gerechtigkeit untergeht, so hat es keinen Wert mehr, daß Menschen auf Erden leben", Kant.

Ist das nicht ein wenig sehr, sehr streng?
Liebe Grüße: garm


das heisst dann, dass kant sich geirrt hat, denn es gibt keine gerechtigkeit und menschen leben nach wie vor auf erden. was den "wert" betrifft - den darf jeder für sich beantworten! da hilft auch kein kant!
mlg
isis


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Ungelesener BeitragVerfasst: 18.04.2010 22:20 
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Was ist mit Immanuel Kant (einem der offiziell größten Philosophen Europas) und der Gerechtigkeit bloß los? Hat er sich geirrt? Oder verstehen wir den nur nicht richtig?


"Wenn die Gerechtigkeit untergeht, so hat es keinen Wert mehr, daß Menschen auf Erden leben", Kant. So wird er zitiert.

Falls er das so gesagt hat - hatte er wohl recht?
"Immanuel"! , könnten wir ihm nachrufen - wie hast Du das gemeint?
Jetzt sind nur noch wir und die anderen da, und können vermuten, was das wohl bedeuten sollte. Mal abwarten, was uns dazu einfällt.
Als Hund schreib´ ich auch noch, was ich dazu meine!

garm


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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.04.2010 11:35 
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Dass das Wörtchen "wahr", ein häufig anzutreffender Bestandteil der Beiträge oben ist, ist natürlich kein Zufall.

Gerechtigkeit und Wahrheit, das eine kommt ohne das andere nicht aus. Das eine ist wie das andere subjektiv und hat doch für alle einen (kleinen?) gemeinsamen Nenner, der auch gerne mal unter den Tisch fällt.

lg,smultron


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 Betreff des Beitrags: Dieser Kant
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.05.2010 22:55 
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"Wenn die Gerechtigkeit untergeht, so hat es keinen Wert mehr, daß Menschen auf Erden leben"

(Kant, Immanuel)

Was hat Immanuel Kant bei diesem Satz bloß im klugen Köpfchen gehabt? Er war ja gar nicht so sehr dumm, und hat öfters in Königsberg nachgedacht.
Bald ist ihm (nach der Drucklegung) mal folgender Gedanke gekommen:

"Wenn irgendwo die Gerechtigkeit untergeht, so ist es thatsächlich von großem Werte, daß die Leute dort sich die Gerechtigkeit selber verschaffen, also nehmen, also jedoch mit Maß und Ziel. Dabei sollten sie vor der Obrigkeit jede mögliche Vorsicht walten lassen. Jedenfalls sollten sie bitte vorsichtig sein, da nicht ein jeder Mann ein Wilhelm Tell ist .... ".

Kennt jemand die Zitatstelle?
garm

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Ungelesener BeitragVerfasst: 05.05.2010 07:59 
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isis hat geschrieben:
geht es nicht erstmal um fragen wie: was ist gerechtigkeit? gibt es eine universelle gerechtigkeit?
bedeutet, gerechtigkeit für mich, auch gerechtigkeit für den anderen?
ist "gerechtigkeit" persönlich?

ist, was für mich gerecht ist, auch für den anderen (ge-)recht?

mlg
isis


Gerechtigkeit ist in meinen Augen ein Konzept, das suggeriert, es gäbe so etwas wie einen gemeinsamen Konsens. Ich kenne nicht EINE Situation, in der ich mir nicht vorstellen könnte, dass es bzgl. von Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit nicht mindestens zwei unterschiedliche Meinungen geben könnte, die beide schlüssig wären.

Ich benutze "ungerecht" heute nur noch, wenn meine Kleine (mein inneres Kind) trotzig auf den Boden aufstampft ... "... das ist soooo uuuuuuuuuungerecht!". Mir ist inzwischen bewusst, dass Gerechtigkeit kein Bedürfnis ist, sondern sich andere Bedürfnisse dahinter verstecken und die vermeintliche Gerechtigkeit nur eine Strategie ist, um das Gewünschte zu erreichen.

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Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. Bild ... (Konrad Adenauer gemopst)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 05.05.2010 08:08 
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Hej

Gerechtigkeit ist ein Gefuehl!

Das Gegenteil davon nennt man: Gesetz

Und das vom Kopf Erdachte und das im Bauch Gefuehlte stimmen halt nicht immer unbedingt ueberein.

Und schon haben wir wieder den Salat!


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Ungelesener BeitragVerfasst: 05.05.2010 08:50 
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Ich fühle Gerechtigkeit ... neeeeee ... das geht nicht.

Gerechtigkeit sind Gedanken. Ich mache Schubladen auf auf denen "Recht" und "Unrecht" steht.

Gerechtigkeit ist etwas für Etikettenkleber. Persönliches Gerechtigkeitsempfinden wird häufig als Gesetz getarnt. Ich erhebe das, was ich als gerecht empfinde zum Maß aller Dinge.

Ich schmeiß mal ein Beispiel in den Raum ... Ein Bereich, in dem es uns ziemlich leicht fällt die Regel der Gerechtigkeit zu akzeptieren ist z.B. der schulische Bereich:

Ein Schüler ist ein Naturtalent im Zeichnen. Es kostet ihn keine Mühe. Er bekommt für jedes seiner Bilder mit Leichtigkeit eine Eins. Das ist gerecht ... denn die Bilder sind ohne Makel.

Ein anderer Schüler müht sich. Er setzt wirklich alles daran das, was er über Perspektive gelernt hat, umzusetzen. Sein Bild ist sauber gearbeitet, aber letztendlich nicht stimmig und er bekommt dafür eine Drei. Das ist gerecht, denn schließlich ist das Resultat längst nicht so gut, wie das des talentierten Mitschülers.

ICH finde das ungerecht. Der Schüler, der wirklich alles getan hat, um das Bild so gut wie möglich zu machen hat viel auf diesem Weg gelernt. Er hat Engagement gezeigt und Lernwillen. Er sollte dafür belohnt werden und mindestens eine Zwei bekommen. Ich fände es gerecht, wenn die Schüler nicht aneinander gemessen würden, sondern an sich selbst. Wer Fortschritte macht und Engagement zeigt sollte das auch auf dem Zeugnis zu "spüren" bekommen. Die vermeintlich objektiven Zensuren sind in meinen Augen ganz großer Käse und total ungerecht.

Zensuren sollen zu einer gerechten/richtigen Einschätzung von Leistung dienen. Tun sie das? Wie können sie das, wenn bewertet wird, was die Schüler schon können und nicht das, was sie gelernt haben? Ist "Leistung" nicht etwas, was ich erbringe? Also Kraft, die ich aufwende, um etwas zu erreichen? Wenn also viel Leistung erbracht wird ... müsste das nicht besser bewertet werden? Der talentierte Schüler erbringt dagegen nur geringe Leistung ...

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Ungelesener BeitragVerfasst: 05.05.2010 09:36 
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beim Lesen Deines Beispiels dachte ich sofort, ich würde ihm eine "2" geben, bevor ich Deine Einschätzung gelesen hatte. Soweit so gut. Aber in anderen Fächern sieht das ganz anders aus. In Mathe funktioniert das nicht, da greift nur richtig oder falsch (nämlich das Ergebnis). Da reicht die Bemühung und ist sie noch so groß nicht aus. Also Bemühung allein gibt keine Gerechtigkeit in der Benotung, um im Schulbereich zu bleiben.

Letztenendes muss man sich um Gerechtigkeit bemühen und das bleibt subjektiv. Bei Gesetzen bleibt die Bemühung um Gerechtigkeit auf der Strecke. Im besten Fall gibt es dann Gesetzesänderungen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 05.05.2010 09:43 
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Rübenigel hat geschrieben:
Ich fühle Gerechtigkeit ... neeeeee ... das geht nicht.

Gerechtigkeit sind Gedanken. Ich mache Schubladen auf auf denen "Recht" und "Unrecht" steht.

Gerechtigkeit ist etwas für Etikettenkleber. Persönliches Gerechtigkeitsempfinden wird häufig als Gesetz getarnt. Ich erhebe das, was ich als gerecht empfinde zum Maß aller Dinge.


Hej Igelin

das Wort in ROT ist von mir hervorgehoben...kein weiterer Kommentar ;)


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