Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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 Betreff des Beitrags: Philosophie-Männersache?
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.09.2009 15:16 
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Hej

Eben gerade kam mir die Frage/Einsicht:

Die grossen Religionen, philosophische Weisheiten, alles nur Männersache!

Oder liege ich da verkehrt?

Nein ich glaube nicht. Wie mag das denn nun kommen?
Haben Frauen "nix im Kopp", oder wurde und wird auch das einfach vom Tisch gefegt?

Da stimmt doch irgendwas nicht, da ist doch irgendwas schief.

Oder sind die Idéen der Männer so ausgereift (was ich schwer zu glauben habe) und da fehlt nix mehr?

Jemand eine Idée.


Kap Horn
der schon wieder mal nicht richtigt versteht


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Ungelesener BeitragVerfasst: 28.09.2009 16:34 
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Nö. Ich hab auch immer wieder den Hang zum FilosoBildn. Und meist fühl ich mich der weiblichen Fraktion zugehörig.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 28.09.2009 20:16 
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Wann ich mich nicht als Frau fühle ist tatsächlich ein spezielles Thema ...

Wenn ich mich nicht als Frau fühle, bedeutet das jedoch nicht zwangsläufig, dass ich mich als Mann fühle. Es ist eher die deutliche Abwesenheit der Weiblichkeit, die eine Leere hinterlässt.

Manchmal sind meine männlichen Anteile jedoch für mich und auch für meine Umwelt deutlich spürbar. Ob ich dann mit einem wilden Stier vergleichbar bin ... wohl kaum. Ich bin dann eher "rechtwinklig" in meinem Denken, sehr auf Effizienz bedacht, strukturiert, gradlinig, zielstrebig und lösungsorientiert und zu wenig Kompromissen bereit. Diese Seite ist sehr nützlich, wenn es darum geht, mal schnell ein Eisen aus dem Feuer zu holen aber komplett kontraproduktiv, wenn es darum geht, Verbindung zu Menschen aufzubauen.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 28.09.2009 21:09 
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Hej

Na Ruebenigelin, es ging nicht darum ob Frauen nicht philosophieren, denn das ist sowas von menschlich, das hat mit Geschlecht wenig zu tun.

Aber ist die Männerherrschaft denn tatsächlich so alt und global, dass es keine lebende Religion gibt, keine "anerkannte" Philosophie die von Frauen gestaltet wurde?

Das war mir bis heute gar nicht bewusst gewesen, aber es sieht ja ganz danach aus.

Es wird noch laaange dauern, bis die Welt zumindest in der Beziehung einigermassen ausgewogen ist.

Kap Horn
der sich vorgestern mal wieder durch die -zig Kanäle gezappt hat um zu sehen womit denn die Mensch zugeschleimt werden und dabei einen Teil von seinem Zukunftsvertrauen an die Menschheit eingebuesst hat.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 28.09.2009 23:20 
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Stimmt, die Frauen sind ein bisschen ungehört...
mir sind die zwei bekanntesten eingefallen, sie gehören für mich zu den Praktikerinnen.... unter den Philosophinnen...
Teresa von Avila, spanische Gelehrte,
*28. März 1515 in Avila, †3.Oktober 1582 in Alba de Tormes (Salamanca)

http://de.wikipedia.org/wiki/Teresa_von_%C3%81vila

Hildegard von Bingen, mystische Theologin,
*1098 beiAlzey, †1179


http://de.wikipedia.org/wiki/Hildegard_von_Bingen

hier stehen Philosophinnen, von denen ich nie hörte....

http://www.philosophinnen.de/lexikon.htm


1971 wurde das Frauenstimmrecht in der Schweiz eingeführt...es dauerte bis 1990, dass der letzte Kanton, (Appenzell) per Gerichtsbeschluss zustimmen musste.... Frauen im Kanton, mussten es einklagen... beim Bundesgericht....

Zwei Frauen aus der heutigen Zeit,
Marianne Williamson... Luise Rinser... sie schreiben beide Bücher.... die mit christlichem Hintergrund, spirituell sind....
Luise Rinser, beschreibt die Frauen und Hintergründe in biblischer Zeit, auf eine Weise, die einen wünschen lässt, so hingebungsvoll und mutig, gelebt zu haben "Mirjam"
und Marianne Williamson, weckt, den Mut, selber zu entscheiden, wie wir unsere Spiritualität leben wollen....
und zwei Bücher haben mich auch inspiriert, Barbara G. Walker, "die weise Alte", und "das geheime Wissen der Frauen"....

ich finde, diese Frauen, ob in früherer oder in der jetztigen Zeit, haben sich getraut,
eigene Schlüsse aus der männlichlastigen Religion zu ziehen, auszuprobieren,
Spiritualität auf ihre Art auszudrücken....
und Lehrerinnen zu sein, Bücher zu schreiben, weiterzugeben,
was sie erlebt haben..... oder was ihre Sicht ist.... beharrlich, ihren Weg zu gehen.... zu erfinden, zu singen, zu lieben....

und andere ermutigt haben, .. auch auszuprobieren... Bild und auf sich selber, auf die Intuition zu vertrauen....
und danach zu handeln.... sie liessen sich berühren, zeigten Mitgefühl.... waren mutig, leidenschaftlich in ihrer Hingabe...... und hatten die Fähigkeit sich zu konzentrieren... sich zu verbinden, und loszulassen....und sich mitzuteilen....

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Wir sprudeln aus dem Nichts hervor, indem wir Sterne, wie Staub verstreuen. Rumi

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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.09.2009 06:52 
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Hej Cassi

Stimmt Hildegard vn Bingen ist auch heute noch (oder wieder) aktuell.
Hätte ich eigentlich dran denken können, kam sie doch nur 20 km von meiner alten Heimat.

Ja, unter Schriftsteller-innen gibt es viele Frauen.
Und dann haben wir ja tatsächlich "the Queens" fällt mir gerade ein.

Kap Horn
der erstmal Deinen Links folgt.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.09.2009 06:57 
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Kap Horn hat geschrieben:
Hej

Na Ruebenigelin, es ging nicht darum ob Frauen nicht philosophieren, denn das ist sowas von menschlich, das hat mit Geschlecht wenig zu tun.

Aber ist die Männerherrschaft denn tatsächlich so alt und global, dass es keine lebende Religion gibt, keine "anerkannte" Philosophie die von Frauen gestaltet wurde?

Das war mir bis heute gar nicht bewusst gewesen, aber es sieht ja ganz danach aus.

Es wird noch laaange dauern, bis die Welt zumindest in der Beziehung einigermassen ausgewogen ist.


*groschenfall*

Danke für's Nachschieben, Käppi Bild.

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob es mit dem Thema Männerherrschaft zu tun hat, dass es so wenige Philosophinnen gibt, die diese Art des Denkens zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben. Ich vermute eher, dass es andere Gründe hat. Da kann ich natürlich nur von mir auf andere schließen und es bleibt ein Gedankenkonstrukt:

Wie ticke ich als Frau, wenn es ums Philosophieren geht?

Wenn ich Männern beim Philosophieren zuhöre oder -lese bin ich oft schnell gelangweilt. Sie diskutieren um des Kaisers Bart und es ist nicht wichtig, dass das, was sie besprechen am Ende irgendeinen Sinn ergibt. Es geht häufig einzig darum, ihre Gedankenwelt zu präsentieren ... damit möglichst gut dazustehen und Eindruck zu hinterlassen ... also (in meinen Augen) wenig darum zum Wohlergehen vieler beizutragen und die Welt schöner und bunter zu machen, sondern ihren Status zu festigen (als Einzigartiger, Ausgezeichneter, Hochdenkender ...). Das scheint mir den meisten Frauen eher kein Beweggrund, in die Philosophenkiste zu greifen. Ich habe andere Beweggründe und erlebe das auch bei anderen Frauen so: da geht es nicht in erster Linie um Konstrukte, sondern um ein tieferes Verstehen von Menschlichkeit ... darum Verbindung zwischen Menschen aufzuspüren, zu erklären und im positiven Sinne stärken zu können. Also eine Art praktische Philosophie.

Vielleicht ist es auch für Männer eher so, dass sie ihren Sinn immer wieder neu definieren müssen ... z.B. über ihr Handeln, dass dann wieder in einem definierten Kontext gesehen werden will (und dazu muss man diesen Kontext erst einmal "basteln" und herbeiphilosophieren). Bei Frauen erlebe ich es viel häufiger, dass sie bei der Sinnsuche einfach auf ihr "Sein" kommen. Vielleicht ist das auch etwas ganz Archaisches. Frauen sind die Lebensspenderinnen ... die Bewahrerinnen ... und allein DAS ist so wunderbar und einzigartig (wenn es manchem auch profan erscheinen mag), dass es mit der Philosophie kaum fassbar ist.

*weitergrübelnd ab*

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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.09.2009 06:57 
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Hej

Jean d´Arc zwar keine Philisophien und eine Religion hat sie ja auch nicht in´s Leben gerufen, dafuer aber ist sie das Symbol der französischen Revolution.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.09.2009 07:04 
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Rübenigel hat geschrieben:

Bei Frauen erlebe ich es viel häufiger, dass sie bei der Sinnsuche einfach auf ihr "Sein" kommen. Vielleicht ist das auch etwas ganz Archaisches. Frauen sind die Lebensspenderinnen ... die Bewahrerinnen ... und allein DAS ist so wunderbar und einzigartig (wenn es manchem auch profan erscheinen mag), dass es mit der Philosophie kaum fassbar ist.

*weitergrübelnd ab*


Bitte schön!

Da stimme ich Dir voll und ganz zu und das fuehrt mich zu einer neuen Frage...später

Allerdings, gerade DAS ist mit der Philosophie fassbar ( ich will es so zumindest sehen, denn das ist meine einzige Chance als Mann, das verstehen zu können)

Kap Horn


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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.09.2009 07:13 
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Philosophinnen ... ich hab gerade mal geblättert und geschaut, wen ich da so "kenne" (Name nicht nur schon mal gehört, sondern auch den ein oder anderen Text gelesen):

Dorothea von Erxleben
Kate Mullet
Rosa Luxemburg
Hildegard von Bingen
Margaret Fuller
Susan Sontag
Anne de Stael
Bertha von Suttner
Teresa von Avila
Clara Zetkin

...

Das war es auch schon. Alle anderen, die im von Wilson aufgeführten Lexikon verzeichnet sind, sind mir noch nie über den Weg gehoppelt.

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Zuletzt geändert von Rübenigel am 29.09.2009 07:15, insgesamt 1-mal geändert.

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