Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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AutorNachricht
 Betreff des Beitrags: Selbstbestimmung
Ungelesener BeitragVerfasst: 12.04.2010 19:57 
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Hej,

im Radio auf WDR 5 gibt es freitags abends immer "Das philosophische Radio", das ist eine richtig gute Sendung, die ich ziemlich oft höre. Sehr zu empfehlen!

"Um dem Bedürfnis nach Austausch mit anderen nachdenklichen Menschen zuentsprechen, hat WDR 5 mit der Sendung "Das philosophische Radio" eineinzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophischeDiskussion geschaffen: Immer am Freitagabend von 20.05 bis 21.00 Uhrwerden ein Philosoph oder eine Philosophin über ein Thema, einBuchautor oder eine Autorin über eine interessante und anregende Thesemit den Hörerinnen und Hörern von WDR 5 philosophieren. Moderator derSendung ist Jürgen Wiebicke."

Neulich (am 2. April) wurde mit Peter Bieri über das Thema "Selbstbestimmung" philosophiert. Das fand ich total spannend, weil es auch gerade wieder ein sehr zentrales Thema für mich ist.

Den Podcast kann man sich hier

Das philosophische Radio

runterladen.

Habt ihr Lust, mit mir über Selbstbestimmung zu diskutieren?!

Was bedeutet es für euch, selbstbestimmt zu leben?
Wie weit muss man sich einschränken, und wo setzt ihr Grenzen?
Gibt es das überhaupt, ein vollkommen selbstbestimmtes Leben??

Das nur so als erste Gedanken / Fragen von mir dazu ...


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 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 13.04.2010 11:09 
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Ich habe es mir angehört... und ich habe mir einiges rausgeschrieben.....
vieles deckt sich mit dem, was ich selber auch denke....

dass es wichtig für ein Selbstbestimmtes Leben ist.... sich Fragen ehrlich zu beantworten....

was denke ich ?
was wünsche ich ?
was fühle ich ?

bin ich damit zufrieden ?

wer möchte ich sein.... Beobachten...
hinter sich stehen,
Abstand nehmen....

sich in sich auskennen... lernen was man denkt wünscht und fühlt...

die Dinge beim Namen nennen...
Ein innerer Gegner kann ein akzeptierter Bestandteil, meines Selbstbildes werden....
je differenzierter meine Worte sind, desto differenzierter sind meine Gedanken...
an der Transparenz der Gedanken arbeiten...

Selbsttäuschung, der auch durch andere gefördert wird, weil man dazu erfindet...
sich sein Selbstbild macht...
Unter dem Blick der Andern leben müssen....
kann tiefste Quelle der Angst sein...
Blick der andern kann auch befreien.... aufmunternder Blick...

innere Zensur... ist meist fremdbestimmt...

wie rette ich meine Selbstbestimmung, unter dem Blick der Andern ?
Klarheit in uns herbeiführen, welchen Blick von Anderen, will ich wahrnehmen...

welche Leute sind mir eigentlich wichtig...
Wir möchten gemocht sein, und es tut weh, wenn wir es nicht sind...

Zurückweisung aushalten lernen, gehört auch zur Selbstbestimmung...
wenn man auf Anerkennung angewiesen ist, dann ist man Sklave....

wirklich interessant ausgeführt... danke Anne

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Wir sprudeln aus dem Nichts hervor, indem wir Sterne, wie Staub verstreuen. Rumi

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Ungelesener BeitragVerfasst: 14.04.2010 20:17 
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Hej Cassi,
schön, dass du dir die Zeit zum Bild genommen hast und dass dir die Sendung gefallen hat!
OT: Podcasts sind übrigens ganz ausgezeichnet für einen langen Arbeitsweg mit Bus und Bahn geeignet Bild OT OFF

Ich hatte mich bisher eigentlich nie so allgemein und abstrakt mit Selbstbestimmung befasst, eher konkret auf mein Leben, auf bestimmte Situationen bezogen und dann meist die Punkte herausgearbeitet, an denen ich mich unterdrückt und fremdbestimmt fühlte ... also eher die Negativvariante.

Auch ich hab mir ein paar Notizen gemacht und hab mir jetzt Stichpunkte und Fragen auf Zettel geschrieben und an meine Pinnwand geheftet.
Das finde ich sehr hilfreich, da ich ansonsten beim Nachdenken immer wieder gern abschweife und vom eigentlichen Thema abkomme ... dann fange ich entweder an zu träumen, oder werd sauer auf meinen Chef oder an wen auch immer ich gerade denke ... nicht gerade konstruktiv *lach*


Zwei Punkte fand ich für mich besonders interessant:

- Der sprachliche Ausdruck bestimmt darüber, was ich denke.

Wow, ja, das hat einiges klarer werden lassen! In meiner Jugend hatte ich noch einen relativ kleinen Wortschatz, im Vergleich zu heute, und mein Ausdrucksvermögen war miserabel. Zu Hause wurden nie viele Worte gemacht und über Gefühle und Träume wurde schon mal gar nicht geredet (ist ja eh nur Zeitverschwendung...).
Ich erinnere mich, dass ich lange Zeit nur ein dumpfes Unwohlsein und auch einen starken Zorn tief in mir gespürt habe. Nur konnte ich es absolut nicht genauer definieren oder bestimmen, was es war, warum ich mich so schlecht und wütend auf alles und jeden gefühlt hatte.
Meine Umgebung war nicht gut für mich, das war klar, ich musste da raus, um zu erfahren, was dieses Gefühl bedeutet und wie ich es ändern kann.
Irgendwann begann ich, zu lesen, und mit der Zeit las ich immer häufiger Bücher, in denen das, oder zumindest ähnliches, stand, was dem entsprach was ich "dachte" oder besser fühlte aber nicht ausdrücken konnte. Das waren jedes Mal echte Glücksmomente, die mich hoffen ließen, dass ich irgendwann einmal dahinter komme, was mich in meiner Jugend störte und was ich eigentlich will.
So langsam näher ich mich nun dem Punkt, dass mir mein Gefühl sagt, ja, das ist richtig was du sagst/schreibst, so fühle ich wirklich.
Und damit wachsen meine Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben!
Es kristallisiert sich langsam heraus, was ich denke, wünsche, fühle und wie ich leben will ... das ist ein sehr beglückendes Gefühl!

- Die andere Sache ist der "Blick der Anderen".

Lange Zeit habe ich mein Leben viel zu sehr auf Andere ausgerichtet: ich wollte von allen geliebt werden und versuchte es immer allen recht zu machen.
Abgesehen davon, dass das zum Scheitern verurteilt war, da man es nie allen recht machen kann, hab ich mir selber unheimlich geschadet damit.
Statt mich um meine Dinge zu kümmern, das zu tun wozu ICH Lust hatte, hab ich mich im Gedankenlesen versucht ...
Zu Glück gelingt es mir immer häufiger, "egoistisch" zu sein, darauf zu pfeifen, was die anderen von mir denken, wenn ich Sachen mache oder sage, die sie komisch oder blöd finden.
Aber ich bin wohl noch lange nicht an dem Punkt angekommen, wo ich sagen kann, dass es mir egal ist, was andere über mich denken.
Auch wenn ich von vielen Seiten schon höre, dass ich "komische" Sachen mache (weil ich halt anders bin als die meisten), und ich dann denke, toll ja, jetzt lernt ihr mich endlich richtig kennen Bild
Aber ich tappe vor allem bei meinen Eltern leider immer noch häufig in diese Falle, will, dass sie mich mögen ... und das ärgert mich so.


So, das war jetzt mal meine ganz persönliche Sichtweise, nächstes Mal vielleicht etwas abstrakter ...


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 Betreff des Beitrags: Re: Selbstbestimmung
Ungelesener BeitragVerfasst: 15.04.2010 10:28 
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Anne hat geschrieben:
...Was bedeutet es für euch, selbstbestimmt zu leben?...

Ich verbinde Selbstbestimmung mit Aktivität, mit einer Form des Handelns, der Möglichkeit, Entscheidungen selbst zu treffen. Entweder handele ich selbst oder ich veranlasse andere, für mich und in meinem Sinne zu handeln, wenn ich es selbst, aus welchen Gründen auch immer, nicht kann.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.04.2010 10:46 
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Hej Anne

eine gute Frage:

fuer mich bedeutet Selbstbestimmung, dass ich zum Beispiel mir einteilen kann, wann ich geforderte Arbeit erledige...letztendlich ueber meine Zeit bestimmen kann.
Um ein hohes Mass zu erreichen, so bedeutet es aber auch, so unabhängig zu sein, wie es die Lebensumstände zulassen, denn ein Abhängiger hat keine Selbstbestimmung, sondern muss nach der "Pfeife anderer tanzen".

Und Lebensumstände, die wiederum kann jeder von uns zu einem grossen Teil selbst bestimmen.

Damit ist ja der Kreis geschlossen, denn Selbstbestimmung und Unabhängigkeit gehören fuer mich schon zusammen.

_________________
.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.04.2010 11:49 
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Ja, der sprachliche Ausdruck,
der hat sich bei mir auch gewandelt.... Bild Wirklich sehr...

Und ich hatte ganz lange das Gefühl, mir "passiert" einfach dieses Leben, ich habe gar keinen Einfluss darauf...

ich mache mich selbst, schon länger möglichst für nichts mehr runter,
weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass es nichts nützt...
mich runtermachen...
dass ich das tue, wusste ich erstmal auch nicht,
weil ich ja nicht wusste, was ich denke...
bewusstheit... über das denken,
daraus folgt irgendwie alles...

dass ich dann ja steuern kann,
was in meinem Kopf gedacht wird...
dann die Feststellung, wieviel ich den ganzen Tag denke,
wo ich überall urteile,
was ich alles glaube,
puh...erschlagend, kein Wunder blieb ich lieber unbewusst... Bild

wo ich früher Mangel sah, sehe ich heute Fülle,
und wundere mich manchmal,
dass ich das nicht sehen wollte...

ich verändere mein denken
ich beobachte mich selber
und komme dann drauf, was ich mir wünsche
Selbstbestimmung heisst für mich, ich bestimme, was ich denke,
daraus folgt, wie ich fühle

oder umgekehrt...

ich bestimme, wie ich mich fühlen will und und komme drauf, was ich denke... weil ich nicht fühlen will, was ich bestimme... das ist dann das Recht haben wollen... anstatt glücklich sein...

und habe somit die Möglichkeit, mein denken zu verändern...

Wenn ich weiss, was ich denke,
Bild ein Tag ist lang, um jede Minute zu wissen, was ich denke.... ist eine Herausforderung und
eine Übungssache... manchmal muss ich gar nicht daran denken, hüpf, was ich denke, weil ich es weiss...
und das erzeugt irgendwie auch schon ein reines Glücksgefühl... weil ich glückliches denke... hüpf...


ich lobe mich, fürs merken und akzeptieren, fürs wollen und können...
ich liebe meine Veränderungen und darum lobe ich mich auch...

wenn ich mich über etwas aufrege...
sage ich mir, dass es dafür eine wundervolle Lösung gibt,
und dann lege ich es auf die Seite...
und denke etwas anderes....
wenn es wieder kommt,
frage ich mich,
was ich mir wirklich wünsche,
meistens ist es eine friedliche, harmonische liebevolle Lösung und
wenn ich das wieder weiss,
kann ich mich dazu bringen, es zu wollen, und dann
kann ich es loslassen..... weil ich der Sorge enthoben bin, selber eine gute Lösung zu präsentieren.
Die gute Lösung ist, keine Lösung zu präsentieren,
sondern die Lösung zu sein.... Bild
friedlich denken, liebevolle Lösungen wünschen, den andern das Beste wünschen, mich ehrlich für andere freuen, so wie ich mich für mich selbst freue......

weil ich auch die andern bin...
ich bin immer auch die Humorlosigkeit, die ich in anderen sehe,
und das ist mir viiiiel bewusster als früher,
ich kann und will nicht mehr so schnell urteilen oder überhaupt urteilen,
weil ich es immer mit mir selber tue,
und das tue ich ja nicht mehr, mich selber runtermachen.... Bild

Kreis geschlossen, wie auch immer... es beginnt bei mir... und endet bei mir... über die Anderen... miteinander....

Cassi

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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.04.2010 21:13 
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Kap Horn hat geschrieben:
...Um ein hohes Mass zu erreichen, so bedeutet es aber auch, so unabhängig zu sein, wie es die Lebensumstände zulassen, denn ein Abhängiger hat keine Selbstbestimmung, sondern muss nach der "Pfeife anderer tanzen".

Und Lebensumstände, die wiederum kann jeder von uns zu einem grossen Teil selbst bestimmen.

Damit ist ja der Kreis geschlossen, denn Selbstbestimmung und Unabhängigkeit gehören fuer mich schon zusammen.

Cassiopeia hat geschrieben:
...Selbstbestimmung heisst für mich, ich bestimme, was ich denke,
daraus folgt, wie ich fühle ...

Hej Käppi, hej Cassi,

ja die Lebensumstände können wir (hier in Europa zumindest) z.T. beeinflussen. Und wenn wir sie ggf. mal nicht so sehr beeinflussen können (z.B. wenn jemand keine Arbeit findet und vom Sozialamt abhängig wird, nur noch sehr wenig Geld hat etc.), haben wir immer noch die Möglichkeit, unsere Sichtweise auf die Situation zu beeinflussen. Wir können akzeptieren, dass es nunmal so ist wie es ist und werden dadurch schon wieder ein Stück unabhängiger als wenn wir unsere Situation betrauerten und vergeblich dagegen ankämpften.

Vieles hängt also wohl auch von der eigenen Sichtweise ab, ob wir Unabhängig sind bzw. selbstbestimmt.

Wir können einen Chef haben, nach dessen Pfeiffe wir zu tanzen haben, und können dennoch selbstbestimmt leben - nämlich wenn wir den Chef und sein Verhalten akzeptieren.
Oder seh ich das "falsch"...? Bild


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Ungelesener BeitragVerfasst: 16.04.2010 10:50 
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Hallo Anne,

für mich ergeben sich drei mögliche Sichtweisen:
a) Du hast meinen Text überlesen
b) Du konntest mit meinem Text nichts anfangen
Und meine größenwahnsinnig angehauchte Sichtweise:
c) ich habe meine Perlen verschwendet.

Mir im Forenschreibertum recht Unerfahrenen würde es helfen,wenn Du mir eine Rückmeldung geben würdest, ob a oder b zutreffen, damit ich das eventuell bei zukünftigen Beiträgen berücksichtige. (Den Punkt c in Erwägung zu ziehen, verbietet mir mein Understatement. Bild)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 16.04.2010 15:32 
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Bild Uups ...

Liebe Munny, eigentlich trifft keine dieser Möglichkeiten zu, denn ich habe sowohl deinen Text gelesen als auch etwas damit anfangen können. Und deine Perlen sind ganz bestimmt nicht verschwendet! Dass ich nicht darauf eingegangen bin, muss wohl an der späten Stunde gelegen haben (ich muss immer ziemlich früh raus, von daher ist 22 Uhr schon tiefe Nacht für mich ...).

Vielleicht hätte ich besser gar nichts mehr geschrieben, denn so ganz zufrieden bin ich mit meiner Ausführung nicht ... aber ich lösch da jetzt auch nicht mehr drin rum.

Tut mir ehrlich leid, dass ich deinen Beitrag Gestern so "übergangen" hab.

Munny hat geschrieben:
Ich verbindeSelbstbestimmung mit Aktivität, mit einer Form des Handelns, derMöglichkeit, Entscheidungen selbst zu treffen. Entweder handele ichselbst oder ich veranlasse andere, für mich und in meinem Sinne zuhandeln, wenn ich es selbst, aus welchen Gründen auch immer, nicht kann.

Die Möglichkeit, Entscheidungen selbst zu treffen ist ganz sicher sehr förderlich für ein selbstbestimmtes Leben bzw. erleichtert den Weg dahin. Wenn mir niemand sagt, was ich zu tun habe, fühl ich mich freier und unabhängiger und kann mich vermutlich besser entfalten als wenn ich das nicht selber entscheiden kann.

Aber was ist, wenn ich in Bereichen wie z.B. der Erwerbsarbeit diese Möglichkeit nicht habe? Bin ich dann zwangsläufig fremdbestimmt? Erwerbsarbeit ist ja für viele Menschen unumgänglich und nicht jeder hat einen Vorgesetzten, der einen frei walten und schalten lässt (leider)...
Daraus würden sich nun zwei Möglichkeiten ergeben: Entweder ich stecke all meine Energie darein, die Situation zu verändern (mich z.B. selbständig machen) - und was ist, wenn es mir nicht gelingt...? Oder ich resigniere. Was für eine furchtbar deprimierende Vorstellung, letzteres.

Für mich kristallisiert sich stattdessen eher immer mehr heraus, dass die innere Einstellung ein entscheidender Faktor für den Grad meiner Selbstbestimmung ist. Auch wenn ich Entscheidungen nicht selber treffen kann, so hab ich die Möglichkeit, sie mir zu eigen zu machen (was nicht wirklich leicht - aber möglich - ist!).

Das ist in gewisser Weise auch wie mit "schlechten" oder "bösen" Gefühlen wie z.B. Hass. Wenn ich jemanden hasse, kann ich mir dabei schlecht vorkommen, weil ich doch eigentlich ein guter Mensch sein will und dieses negative Gefühl nicht in mein Selbstbild passt. Ich kann den Hass aber auch akzeptieren als einen Teil von mir, damit ändere ich mein Selbstbild.
Die Gefühle kennen und akzeptieren, gehört für mich zu einem selbstbestimmten Leben.
Ich bin noch weit davon entfernt, aber es ist eine spannende Aufgabe, finde ich!


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 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 16.04.2010 16:06 
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Cassiopeia hat geschrieben:
ich bestimme, was ich denke,
daraus folgt, wie ich fühle

Meinst du das so, wie "ich denke positiv, also fühle ich mich gut/glücklich"...?

Cassiopeia hat geschrieben:
ich lobe mich, fürs merken und akzeptieren, fürs wollen und können...
ich liebe meine Veränderungen und darum lobe ich mich auch...

Selbstlob, eine gute Motivationsquelle! Statt sich selber runterzumachen, sich lieber loben, auch für kleine, für kleinste Fortschritte. Bild

Cassiopeia hat geschrieben:
wenn ich mich über etwas aufrege...
sage ich mir, dass es dafür eine wundervolle Lösung gibt,
und dann lege ich es auf die Seite...
und denke etwas anderes....
wenn es wieder kommt,
frage ich mich,
was ich mir wirklich wünsche,
meistens ist es eine friedliche, harmonische liebevolle Lösung und
wenn ich das wieder weiss,
kann ich mich dazu bringen, es zu wollen, und dann
kann ich es loslassen..... weil ich der Sorge enthoben bin, selber eine gute Lösung zu präsentieren.
Die gute Lösung ist, keine Lösung zu präsentieren,
sondern die Lösung zu sein.... Bild

Wow, Cassi, das hört sich schwierig an! Es ist ja eine Sache, es sich vorzunehmen, aber wenn ich dann plötzlich in einer solchen Situation stehe, falle ich doch allzuleicht zurück in alte Verhaltens- und Denkmuster.
Und manchmal habe ich auch vor lauter Wut eine solche innere Blockade, dass ich weder klar denken noch handeln geschweige denn fühlen kann ...

Ich hoffe, ich habe deine Gedanken nicht allzusehr aus dem Zusammenhang gerissen ... ?!


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