Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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Ungelesener BeitragVerfasst: 26.08.2009 08:02 
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Liebe Heidi,

ich bin nicht sicher, ob ich den Kern Deines Beitrags richtig verstehe. Eigentlich geht es ja beim switchen aus meiner Sicht erstmal um die kleinen Dinge: JEDER negative Gedanke kann geswitcht werden. Da gab es doch auch den nächsten Schritt: was kann ich in den nächsten 5 Minuten tun, um mein Bedürfnis zu erfüllen oder wenigstens anzugehen, oder?
Bei Größerem (wie Arbeitslosigkeit) würde ich das höchstens als Zusatzmaßnahme sehe.

"aufgesetzt": darauf kaue ich auch schon lange rum. Es klang auch in meinem alten Affirmationen=Manipulationsfaden an. Gerade gestern (wir haben ein echt gutes Timing! ;)) habe ich für mich den Glaubenssatz gefunden "Du sollst Dir nichts vormachen!". *stolz-bin* Das gibt mir mehr Spielraum. Letztlich argumentiere ich mit mir so: es ist wissenschaftlich (wichtig! ;)) nachgewiesen, dass Affirmationen (switchen, positives Denken, ein klares Zielbild...) helfen, dass die Gefühle den Gedanken folgen. Auch wenn ich es nicht ganz verstehe (genau so wenig wie das Auto): es funktioniert, also benutze ich es (genauso wie ich das Auto benutze).

Zu den Simpsons hast Du jetzt andere Gedanken als früher. Früher: doofe Serie? Jetzt: Das brachte die Kinder zum Lachen? Diese Sätze kannst Du selber aussuchen - die Gefühle dazu werden folgen. Sagen die Profis. :)

Mir fällt gerade jetzt für mich ein: Sch... ist meine ToDo-Liste heute lang! Aber genauso "richtig" ist: Was für eine verzauberte Stimmung ist draußen! *durchatme* Fällt mir schwer aber ganz langsam und mit Selbstdisziplin (bzw. Leidensdruck) geht es immer häufiger.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 26.08.2009 14:03 
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liebe nomada,

ich habe diese switch aktion nicht intensiv verfolgt. deshalb erstmal herzlichen dank für deine erläuterung. dadurch wird es ein bisschen klarer. vielleicht ist aber das beispiel mit der arbeitslosigkeit auch hilfreich. es gibt einfach im leben auch phasen, die anstrengend und belastend sind und das sind dinge, die ich mir einfach auch zugestehen möchte. klar, lässt sich gedanklich alles irgendwie umkonstruieren, aber ich bin mir keineswegs sicher, ob ich das immer tun will. mir fehlt da ein wenig die akzeptanz der eigenen gefühle, die durchaus auch mal negativ sein dürfen (finde ich). traurigkeit habe ich ganz lange nicht zugelassen, was mir im laufe der zeit eine fette angstphobie einbrachte und da will ich keinesfalls wieder hin. heute kann ich durchaus mal weinen, wenn mir etwas sehr nahe geht, oder mich überfordert. ich bleibe ja dann nicht bei diesem gefühl stehen, aber ich drücke es auch nicht einfach weg, indem ich es "umdrehe".

aufgesetzt kann ich dir so erklären, dass ich das gefühl habe, meine hausaufgaben immer machen zu müssen. irgendwann sollte ich doch den stoff aber mal so gut "auswendig" können, dass es von alleine geht. ja, das mit dem nichts vormachen trifft es exakt. und es sagt mir, dass wir auf einem ähnlichen "trip" sind ;-)

mit den gefühlen, die den gedanken folgen, brauche ich grad noch ein bisschen spielraum. denke ich: es ist alles scheisse, werde ich mich auch scheisse fühlen. ja, das macht sinn. man kann sich tatsächlich mit negativen gedanken selbst runterziehen und das kann es irgendwie auch nicht sein.

und bei der langen to-do-liste und der verzauberten stimmung, fällt mir ein, dass ich ja meinen blick nicht zwingend "immer" nur auf den mist richten muss!
es steht mir frei, dahin zu gucken, wohin ich immer es für richtig halte ;-)

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winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 26.08.2009 18:08 
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Liebe Heidi, liebe Nomada,

Ich denke, wenn man das Gefühl hat, es sei "aufgesetzt", wenn man mit Affirmationen arbeitet, oder sich mit switchen beschäftigt,dann kommt das wohl daher, dass man dadurch die Glaubens-und Denkmuster, die wir schon mit der Nabelschnur eingesogen haben, in Frage stellt.

Das Wichtigste dabei ist, zu wissen, warum man es macht und sein Ziel im Auge zu behalten. Und es bedeutet nicht, seine Gefühle dabei zu vernachlässigen, oder gar zu ignorieren. Es ist nur eine Hilfe, um schneller wieder auf konstruktivere Gedanken zu kommen und sich damit seine Situation verbessern zu können.

Kennt ihr das? Wenn z.B. eine Freundin ein Problem hat, fallen einem spontan hunderte von Möglichkeitenein, wie sie dieses Problem lösen könnte. Hat man selber ein Problem, fällt einem nix mehr ein, weil man nicht den nötigen Abstand hat, oder zu tief drin sitzt, um klar denken zu können.

Dann kann es helfen, sich das Ganze aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Mal angenommen, das Problem wäre gar nicht meins, sondern das meiner Freundin, was würde ich ihr raten, um dieses Problem zu lösen? Oder, wenn ich meine Freundin wäre, was würde sie mir raten?

Die Tatsache, sich auf die Lösung des Problems (ud nicht darauf, was alles schreckliches passieren könnte, wenn...) zu konzentrieren ist ungemein hilfreich.

LG Gretchen

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Ungelesener BeitragVerfasst: 26.08.2009 21:04 
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Genau, Gretchen!

Bzgl. der "aufgesetzten" Gedanken: Das ist vermutlich bei mir auch die Rebellion gegen meine Mutter, die sich aus meiner Sicht sowas von in die Tasche lügt, das alles super ist, dass sie sogar GARANTIERT psychosomatisch bedingte Dauermigräne und Abszesse ohne Ende produziert. Und DAS wollte ich schon immer vermeiden - da muss ich mich halt vorsichtig an die Affirmationen herantasten. :)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 22.09.2009 12:42 
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Hej

Es gibt einen Blickwinkel, der, wenn ich daran denke ihn einzunehmen, alles auf sein im Grunde richtiges Mass projeziert.

Und das ist der Blickwinkel meines eigenen Todes, denn damit wird auf einmal so viel zur Lapalie, schrumpft auf ein Nichts zusammen.

Leider ist genau der Winkel nicht leicht zu sehen und nur zu gerne von mir vergessen.

Kap Horn im Winkel


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Ungelesener BeitragVerfasst: 22.09.2009 13:51 
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Oh ja, Kap Horn. Da hat der Tod tatsächlich sein Gutes... :?


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Ungelesener BeitragVerfasst: 22.09.2009 14:51 
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Hallo,

Also für mich ist das so:

Alle Dinge haben 2 Seiten und das switchen zwingt mich dazu, die andere, positive Seite zu formulieren.

Ob ich das Positive dann auch innerlich annehmen kann, ist eine andere Sache. Aber da steht es erstmal

Eine lange to do Liste bedeutet für mich auch die Möglichkeit, viele befriedigende Arbeiten aus zu üben. Prinzipiell. Wie ich mit der Aufgabe dann umgehe, um das hin zu kriegen oder ob ich sage, achnö, dann ärgere ich mich halt lieber... auch das ist wieder meine Entscheidung.

Es ist kein Selbstbetrug, sondern "Bewußtseinserweiterung".

Wenn man allerdings Dinge ausschließlich in die eine Richtung so dreht, damit sie nach innen und nach außen einfach "normgerecht vorzeigbar sind", das ist für mich etwas anderes. Das ist das Ausblenden des Negativen um das Positive rein einzublenden. Beim switchen geht für mich das Negative selten vollständig ganz verloren, aber ich kann einfach einen Hauch besser damit umgehen.

Es geht beim switchen vor allem darum, auch ehrlich zu sich zu sein. Und sich eben ehrlich auch auf die andere Seite zu konzentrieren. Ich "muß" nicht im Loch sitzen bleiben, nur weil ich meine, dass sei die einzige, wahre, ehrliche Sichtweise. (Übertrieben geschrieben). Man kann eben auch versuchen, allem etwas Positives abzugewinnen oder, wenn die Situation nicht zu ändern ist, sie eben an zu nehmen.

Wenn man hofft, dass Switche einen einfach auf glücklich programmiert, ich glaube, dann muß man damit rechnen, dass man sagen muß "das hilft nicht". Es geht nur etwas, ein bißchen und nur in dem Rahmen, wie man es zuläßt. Ganzheitliche Wahrnehmung, Inforamtiosnverarbeitung durch input (der wird erweitert durch die positiven Begriffe zusätzlich zu den negativen Gefühlen geliefert, letztere sind ja schon da), Verarbeitung (was nehme ich an, was nicht) und output (wie fühle ich mich hinterher konkret, wie handele ich konkret).

LG

Sabine


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Ungelesener BeitragVerfasst: 22.09.2009 15:44 
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lieber capitano,

meine gedanken gingen wohl in eine ganz ähnliche richtung als ich mich am letzten wochenende mit meinem mann darüber unterhielt, ob sich das rumärgern auf der erde überhaupt lohnt. allerdings hatten wir dabei eine etwas andere perspektive. in beiden fällen stellt sich aber bei den "alltäglichen" ärgernissen die frage, ob man sich das nicht einfach schenken sollte. im anbetracht des grösseren ganzen wird es ganz rasch irrelevant.

allerdings sehe ich dabei auch ein wenig die gefahr in fatalismus zu verfallen, was meinem verantwortungsbewusstsein extrem widerpricht.

liebe sabine,

ich las vor kurzem einen interessanten ansatz und zwar dem zwischen klagen und jammern. klagen würde man mit der innerlichen einstellung, dass alles sowieso keinen sinn hätte. jammern hingegen gäbe dem momentanen unmut den notwendigen raum. es gibt situationen, die einfach zum Bild sind. klar kann man dann die perspektive darauf ändern, aber die "freiheit" etwas auch mal einfach ätzend zu finden ist damit leider hin. vielleicht kennst du auch die abwärtsvergleiche aus der psychologie. das habe ich seit kindesbeinen praktiziert. was willst DU denn rumjammern, es gibt millionen von menschen, denen es schlechter geht als dir. diese wahrheit wurde mir bereits mit der muttermilch eingeflösst, sie stellt für mich also ein besonderes hindernis dar. seit ich angefangen habe zuzulassen, dass es auch MIR einfach mal beschissen gehen darf, fühle ich mich um einiges besser.

klar sind switch und vergleiche gut .......... aber eben auch nicht immer. es kann der seele auch mal ganz gut tun, sich einfach auszuheulen.

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winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 22.09.2009 16:03 
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Liebe Heidi,

damit habe ich kein Problem... wenn etwas Scheiße ist und Scheiße bleibt... dann geht es einem eben schlecht. Kopfschmerzen gehen auch nicht unbedingt weg, wenn man sich einredet, man hätte keine. Bei Krankheiten läßt sich das, glaube ich, ganz einfach an.

So habe ich das mit den Bedürfnistöpfen auch verstanden

Schmerzen zulassen
Ungeduld zulassen
Trauer zulassen
Liebe zulassen
Selbstliebe zulassen
Freude zulassen...

Alles hat seine Zeit.

Ich habe switch nicht so verstanden, dass es darum geht, jedes negative Gefühl um 180 Grad zu drehen. Aber vielleicht bin ich zu oberflächlich dran gegangen und habe diesen Ansatz übersehen. Da käme ich nicht mit hin.

Also, ich neige dazu, auf hohem Niveau zu jammern und dann geht es mir auch schlecht. Es ist meine bescheuerte Wahrnehmung und was Cassi macht, bewundere ich, denn sie sucht sich wirklich das Positive raus (und gibt ja auch zu, dass sie nicht perfekt darin ist). Und ich vertu mir was, wenn ich das Glück, das ich habe, nicht empfinden kann. Switch hilft mir einfach dabei, etwas mehr Ausgewogenheit zu finden.

Ich geh da auch ganz locker um, mache es mal und mal nicht, ich glaube, es war Cynthia, die mir bei gebracht, nicht so verkrampft zu sein sondern einfach richtig drauf los zu wünschen und zu spinnen. Da habe ich lange Zeit versucht, die Betriebsanleitung ganz starr anzuwenden, eben, eine Schraube dreht man mit einem Schraubendreher rein und nicht mit einem Taschenmesser oder einer Nagelschere ... dabei geht das unter Umständen auch. Individuelle Anpassung.

Aber man muß das ja nicht machen.

Und genau, der Gedanke an den Tod holt mich auch oft von meinen merkwürdigen Ansätzen herunter.

Naja, chacun à sa facon... wenn man es als zu zwanghaft ansieht, macht es keinen Sinn, meiner Meinung nach, dann sollte man es lassen.

LG

Sabine


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Ungelesener BeitragVerfasst: 22.09.2009 16:29 
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liebe sabine,

diese bedürfnisstöpfe sagen alles

Schmerzen zulassen
Ungeduld zulassen
Trauer zulassen
Liebe zulassen
Selbstliebe zulassen
Freude zulassen...

und wenn ich dein posting jetzt so auf mich wirken lasse, bin eher ich die, die etwas nicht verstanden zu haben scheint. denn mit deiner extra-info bekommt das switchen gleich eine ganz andere dimension.

danke dafür.

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winston churchill


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