Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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 Betreff des Beitrags: unterschiedliche perspektiven
Ungelesener BeitragVerfasst: 01.08.2009 22:48 
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jede erdenkliche lebenssituation lässt sich aus den unterschiedlichsten blickwinkeln betrachten.

so findet sich in allem schlechten sicher auch immer irgendetwas gutes und schlussendlich können wir uns auch vielleicht nur durch schwierigkeiten weiter entwickeln.

mir ist in der letzten zeit bewusst geworden, wie wichtig es für mich ist, in der lage zu sein, eine konkrete problemstellung von möglichst vielen seiten zu betrachten.

irgendwie begreife ich erst jetzt, dass die umkehrungen bei the work, wohl genau dieses ziel verfolgen.

und trotzdem merke ich an mir selbst oft, dass ich in meiner denkweise ziemlich festgefahren bin und ich möchte mich da gerne weiterentwickeln.

was ich schon versucht habe, ist mir die verschiedenen szenarien in form von best- und worst-case aufzuschreiben. das ändert zwar nicht per se die sichtweise, vermindert aber vielfach die angst vor irgendeinem supergau.

für jedes problem gibt es tausende von lösungen, wir müssen nur die für uns passende finden. habt ihr gute tipps, wie man seinen blickwinkel erweitern kann?

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winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 01.08.2009 23:42 
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Es gibt viele Möglichkeiten, eine Situation zu betrachten.

Eine schöne Übung ist, finde ich, das "was wäre wenn?" Spiel
Das kann man auch wieder von verschiedenen Seiten angehen. Du kannst Dir die Situation so ansehen wie sie gerade ist und dich fragen: was wäre, wenn jetzt dieses,oder jenes passiert. Was wäre, wenn ich diese oder jene Person wäre. Was würde ich fühlen, wenn...

Oder Du kannst die Situation so betrachten, wie du sie gerne hättest und dann geht das Ganze nochmal von Vorne los. Was wäre, wenn die Situation so wäre, wie ich sie mir wünsche? Wie würden meine Mitmenschen reagieren, wenn....

Vielleicht magst Du ein Beispiel posten (darf ruhig ein erfundenes sein, ist ja nur zur Übung)?

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When I walk into a room, I know that everyone in it love me. I just don't expect them to realize it yet (Byron Katie)
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Ungelesener BeitragVerfasst: 02.08.2009 13:50 
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sehr gerne gebe ich ein beispiel, von dem im moment so einige betroffen sein könnten.

mir droht aufgrund der krise der verlust meiner arbeitsstelle.

und nun das was wäre wenn spiel?

was wäre, wenn ich den job tatsächlich verliere?

was wäre, wenn die krise bald vorbei ist und alles gut gegangen wäre?

also so ungefähr in dem stil?

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Ungelesener BeitragVerfasst: 02.08.2009 19:52 
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Ja, ungefähr so (nur gehören nur noch die entsprechenden Antworten dazu)

Ich nehm mal dein Beispiel hier raus:

Zitat:
mir droht aufgrund der krise der verlust meiner arbeitsstelle.


Was wäre, wenn ich tatsächlich meine Arbeitsstelle verliere?

1.) Das wäre gar nicht so schlimm, ich war den Job sowieso mehr als leid und das gibt mir jetzt die Chance, mich um eine bessere Stelle zu bemühen. Ausserdem würde ich mit dem Kündigungsgeld erstmal eine Weile über die Runden kommen. Ich hätte mehr Zeit für mich und für meine Familie und könnte das erstmal geniessen.

oder

2.)Das wäre ganz schlimm, weil ich sowieso schon nicht genug verdiene und mir Arbeitslosigkeit gar nich leisten kann. Ich könnte meine Miete nicht mehr zahlen, und würde mit meinen Kindern auf die Strasse gesetzt werden....

Wenn jetzt z.B. 1.) besser für Dich zutrifft, kannst du damit weiterarbeiten. Was wäre, wenn ich die Möglichkeit hätte, beruflich etwas Neues auszuprobieren

Sollte es 2.) gewesen sein, könntest Du so weitermachen: was wäre, wenn ich die Miete nicht mehr zahlen könnte? (ich würde zum
Sozialamt gehen...)

Je länger man drüber nachdenkt, um so mehr Lösungs-und/oder Entscheidungsmöglichkeiten kann man finden (wenn man das will)

Ich persönlich bevorzuge die positivere Ausführung. Allerdings spreche ich da aus Erfahrung, denn ich hab es tatsächlich vor 15 Jahren mal bis zur Obdachlosigkeit gebracht, aber verhungert bin ich nicht und heute finde ich, geht es mir gut genug, dass ich keine Angst mehr vor solchen Situationen habe.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 02.08.2009 22:49 
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mir droht aufgrund der krise der verlust meiner arbeitsstelle.

was wäre, wenn ich den job tatsächlich verliere?

dann würde ich das sehr bedauerlich finden, weil ich viel energie in diese firma investiert habe. existenznöte hätte ich deswegen zwar nicht so schnell, aber was wäre, wenn ich aufgrund der herrschenden krise nichts mehr in meinem beruf finden würde? das wäre für mich sowas wie ein supergau, weil ich mir in meinem alter noch keine aufgabe der berufstätigkeit vorstellen könnte.

für mich ist das so ungefähr der punkt, an dem ich nicht mehr weiterkäme.

sozialamt wäre nicht, weil mein mann auch noch ein einkommen hat, das uns durchbringen würde. aber vielleicht schliesst sich da irgendwie auch der kreis, weil es eben doch nicht die grosse katastrophe wäre.

was wäre, wenn die krise bald vorbei ist und alles gut gegangen wäre?

wenn irgendwann (hoffentlich bald) die krise vorbei ist und keiner in der familie den job verloren hat, dann bin ich unendlich dankbar.

wie genau meinst du das mit der positiven variante? du stellst dir immer nur vor, wie alles gut ausgehen wird? ist es für dich denkbar, dass jemand auch an die erfahrungen anderer mensch partizipieren kann? so nach dem motto, die oder derjenige war schon soweit unten und es ist immer irgendwie weitergegangen ......... dann schaffe ich das sicher auch?

erstaunlich, aber doch nicht überraschend, dass harte erfahrungen einen menschen auf lange sicht doch stark machen können.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 02.08.2009 23:39 
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Heidi hat geschrieben:
... was wäre, wenn ich aufgrund der herrschenden krise nichts mehr in meinem beruf finden würde? das wäre für mich sowas wie ein supergau, weil ich mir in meinem alter noch keine aufgabe der berufstätigkeit vorstellen könnte.

für mich ist das so ungefähr der punkt, an dem ich nicht mehr weiterkäme.

...


Du könntest auf die Idee kommen, dich mit einer vielleicht schon lange gehegten Idee oder einem "Hobby" selbständig zu machen. Welches Thema könnte das sein? Mit wem würdest du dann gerne "kooperieren" - z.B. um Bereiche der "eigenen Firma" zu managen, die dir nicht so liegen oder um einen "auf der gleichen Wellenlänge" im Boot zu haben oder als Sponsor? ...

Nur so als Anregung. Aus meiner Perspektive. Bild


Liebe Grüße


Zuletzt geändert von lindenbaum am 07.11.2009 23:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 03.08.2009 10:07 
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Mein Mann und ich spielen diese Szenarien auch immer mal wieder durch.

Er übernimmt meist den pessimistischen, ich den optimistischen Part (ganz unserem Charakter entsprechend).
Das ist insofern interessant als er sehr dazu tendiert, alles pechschwarz zu sehen und hinter jeder kleinen Schwierigkeit den Supergau zu vermuten.
Ich hingehen sehe meist alles durch eine rosarote Brille und denke mir, dass es schon irgendwie weitergehen wird (bisher hat doch auch immer alles geklappt oder ist zumindest nicht zusammengebrochen...).
Und so ergänzen wir uns ganzhervorragend, auch wenn es in den Diskussionen oft heiß her geht, weil er meint, ich wär viel zu sorglos und müsste mir mehr Gedanken machen und mir seine Schwarzseherei auf den Wecker geht.

Ich finde es aber erstaunlich, zu welchen Ergebnissen man kommen kann, wenn man ein Szenario mal ganz wertfrei von beiden Seiten betrachtet und auch, zu welchen Lösungen man kommt, wenn man (da man ja NOCH nicht persönlich betroffen ist) ein zunächst schrecklich anmutendes Szenario einfach mal ganz durchdenkt.

Wir haben uns auch schon mal darüber Gedanken gemacht, was passieren würde, wenn ich meinen Job verlöre:
Mein Standpunkt: Ich find schon was neues, mit meiner Qualifikation kein Problem usw. Damit wär die positive Denke ganz schnell abgearbeitet, also kein großer Gesprächsbedarf. Es geht schon irgendwie weiter, lassen wir es mal auf uns zukommen.

Doch was passiert, wenn es NICHT klappt? Wenn wir dann nach einem Jahr auf Hartz 4 angewiesen wären? Was wäre dann mit dem Haus? Wär alle Mühe umsonst gewesen?? Erstaunlicherweise findet man durch Nachdenken auch aus solchen "ausweglosen" Situationen immer wieder einen Weg hinaus, raus aus dem Elend und der finanziellen Sackgasse. Man muss es sich nur einmal ganz klar vorstellen, ehe die Panik ausbricht und man nur noch kopflos durch die Gegend rennt.

Das ganze kann man natürlich auch mit vielen anderen Themen durchspielen, auch nicht nur mit dem Partner sondern mit Freunden oder Verwandten.

Es erweitert auf jeden Fall den Horizont und flexibilisiert die Denkweise, und das ist (auch wenn solche Diskussionen manchmal schmerzhaft sind) mir viel wert.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 03.08.2009 10:42 
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die positive variante ist die hier
:
Zitat:
Das wäre gar nicht so schlimm, ich war den Jobsowieso mehr als leid und das gibt mir jetzt die Chance, mich um einebessere Stelle zu bemühen. Ausserdem würde ich mit dem Kündigungsgelderstmal eine Weile über die Runden kommen. Ich hätte mehr Zeit für michund für meine Familie und könnte das erstmal geniessen.


Ich bevorzuge die Vorstellung, dass alles gut wird egal, aus welcher Situation heraus. Vor Allem aber ist es mir wichtig, meine eingenen Entscheidungen zu treffen, also die volle Verantwortung für mich zu übernehmen.

Meine Oma sagte immer:" was uns nicht umbringt, macht uns stark" Ich finde, das hat was.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 03.08.2009 22:12 
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ja, ihr habt mich beide auf eine spannende erkenntnis gebracht.

als ich eure vorschläge las, wurde mir klar, dass ich sehr vieles davon schon sehr lange praktiziere.

allerdings in der diskussion mit meinem mann nicht als spiel, sondern als hilfe zur findung des eigenen standpunkts. bei uns ist es übrigens umgekehrt skog, da bin ich die pessimistin und mein mann der, "es wird schon alles werden" typ.

positve ausgänge, dafür habe ich in gedanken in der regel auch gesorgt, bis aus ein paar ganz wenige ausnahmen.

aber im grunde genommen freue ich mich darauf, in zukunft ganz viele worst- und bestcase szenarien und was wäre wenn geschichten in gedanken durchzuspielen.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 25.08.2009 19:45 
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den faden mal wieder hochzieh. das thema ist für mich noch nicht endgültig geklärt.

als ich vorhin im switch faden las, kam mir die idee, dass der von mir "gesuchte" perspektiven-wechsel genau in die richtung geht. aber ich habe bei diesen aktionen immer ein wenig das gefühl, als seien sie "aufgesetzt". selbstverständlich können sie ein umdenken bewirken, aber mir geht es irgendwie mehr um das alltägliche praktische.

als vorhin z.b. die simpsons im fernsehen liefen, habe ich mich richtig darüber gefreut, weil ich mich erinnerte, wie meine kinder immer lachend davor sassen, wenn das kam. diese phase hat gefühlte 15 jahre gedauert und während ich drin steckte, fragte ich mich ab und zu, ob ich wirklich bis zum ende meines lebens dazu "verdammt" sein sollte, von dieser gelben familie berieselt zu werden. es hat mich ziemlich erstaunt, wie anders meine gedanken vorhin dazu waren.

kann irgendeiner von euch damit etwas anfangen?

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