Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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Ungelesener BeitragVerfasst: 25.11.2009 18:39 
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Ja ganz genau,

das ist die Menge nach Abzug der Schalen und Kerngehäuse


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Ungelesener BeitragVerfasst: 25.11.2009 18:43 
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Und mit diesen Genüssen für den Gaumen wieder zurück zum Genuß für die Augen, zum Panoramafenster der unerhörte Blick übers Wasser in den weiten Wolkenhimmel... Zum Süchtigwerden...

Und nur eine winzige Kopfdrehung, so geht der Blick – verschleiert vom Dampf der aus der Kaffeetasse aufsteigt – auf das Ringelspiel. Auf die stolzen Schwäne, bunten Holzpferdchen, schreitenden Löwen, glänzend lackierten Bären und den großen Walfisch; eine Menagerie, die ständig unterwegs ist, und doch nicht vom Fleck kommt und doch weit fortträgt – zumindest die jauchzenden Kinder.

Die Gedanken beginnen mitzukreisen, traumleicht fortzufliegen, ja weit, weit fort... Und auf einmal steigen da aus der Erinnerung Zeilen auf – Verse aus Erich Kästners nachdenklich-spöttisch-zauberischem Zyklus der Monatsgedichte. Nein, nicht die Verse aus dem „Novembergedicht“ mit dem Trauerflor, sondern die aus:

Der dreizehnte Monat

Wie säh er aus, wenn er sich wünschen ließe?
Schaltmonat wär? Vielleicht Elfember hieße?
Wem zwölf genügen, dem ist nicht zu helfen.
Wie säh er aus, der dreizehnte von zwölfen?
...

Die Tannen träten unter weißbeschneiten
Kroatenmützen aus dem Birkenhain
und kauften auf dem Markt der Jahreszeiten
Maiglöckchen ein.

Adam und Eva lägen in der Wiese.
Und liebten sich in ihrem Veilchenbett,
als ob sie niemand aus dem Paradiese
vertrieben hätt’.

...
Wir träumten, und die Erde wär der Traum.
Dreizehnter Monat, laß uns an dich glauben!
Die Zeit hat Raum.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 25.11.2009 22:22 
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*grübel* Du erinnerst mich an was. Für mich ist die Zeit zwischen den Jahren der 13. Monat. Es ist zwar nur eine Woche, aber es fühlt sich immer an wie irgendwie außerhalb der normalen Zeit. Ich liebe diese Zeit. Das Jahr holt dann kurz Luft, die Zeit bleib stehen, ist leer...
Direkt schade, dass ich das durch die Urlaubsreise verpassen. :(


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Ungelesener BeitragVerfasst: 25.11.2009 23:51 
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Nomada hat geschrieben:
...Für mich ist die Zeit zwischen den Jahren der 13. Monat. ...
Direkt schade, dass ich das durch die Urlaubsreise verpasse. :(

... oder der 13. Monat des Jahres 2009 besucht Dich in einem noch nie gesehenen betörenden Reise-Gewand und Du verpaßt nichts, sondern gewinnst vielmehr dazu, "malst", erlebst etwas ganz, ganz Neues, Wunderbares, Unvergeßliches auf dem Karusell des Lebens ... Bild


Zuletzt geändert von Puckicki am 26.11.2009 00:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 26.11.2009 00:00 
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Darf ich auch eine Spielzeugkiste im Café Ringelspiel aufstellen?
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Ja?

Peng, Deckel auf und:

Es war einmal und ist nicht mehr...
ein graugestreifter Teddybär.
Dem war novemberlich ums Herz so schwer.
Auch war sein Bäuchlein schrecklich leer.
Ein Pfotengriff zum Honigtopf – mhh Süßes tröstet wirklich sehr.
Der Teddy träumt: Soll ich nach Süden wandern über Land und Meer?
„Nein“, brummt er leis, „ich weiß – ein neues Fell muß her.“

So trollt der Teddy müde sich ganz schnell
zum Winterschlaf entsprechend seinem Naturell.
Als ihn die Frühlingssonne froh und hell
wachkitzelt: „Hej, aus deiner Höhle, schläfriger Gesell...“
hört er Freund Dackels freudiges Gebell:
„Juhu, dir wuchs ein neues, weiches, braunes Bärenfell!
Das geh’n wir feiern – im Café zum bunten Karusell!“


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Ungelesener BeitragVerfasst: 27.11.2009 15:34 
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[LEFT]Smultrons Apfelbrot hat auf den Geschmack gebracht. Wie wäre es am ersten Adventswochenende mit Bratäpfeln? [/LEFT][LEFT]Also rasch die nächste Bude gebaut, Bleche gefettet, den Backofen geheizt...

Mhh und dann ans Panoramafenster setzen.
[/LEFT][LEFT]Und der Apfel auf dem Teller brutzelt noch leise und duftet nach Zimtzucker und Zitrone.[/LEFT][LEFT]Die kalten Hände unter dem heißen Teller werden allmählich wieder wohlig warm und geschmeidig. [/LEFT][LEFT]Eine dicke Kerze brennt. Ganz allmählich fällt die Dunkelheit ein. Sterne beginnen zu flimmern, die Kerzenflamme steht ganz ruhig.[/LEFT]
[LEFT]Und dann genießend zurückträumen in den letzten Sommer und voraus zum Frühling[/LEFT]

Einkehr

Bei einem Wirte wundermild
Da war ich jüngst zu Gaste.
Ein goldner Apfel war sein Schild
An einem langen Aste.

Es war der gute Apfelbaum
Bei dem ich eingekehret
Mit süßer Kost und frischem Schaum
Hat er mich wohl genähret.

Es kamen in sein grünes Haus
Viel leichtbeschwingte Gäste
Sie sprangen frei und hielten Schmaus
Und sangen auf das Beste.

Ich fand ein Bett in süßer Ruh
Auf weichen, grünen Matten
Der Wirt er deckte selbst mich zu
Mit seinem kühlen Schatten.

Nun fragt ich nach der Schuldigkeit.
Da schüttelt er den Wipfel
Gesegnet sei er allezeit
von der Wurzel bis zum Gipfel.

(Ludwig Uhland 1787-1862)

[LEFT]
Und dann den Gedankenkreis schließen zum Jetzt, zum geborgenen Rasten. Ach, noch einen Bratapfel.[/LEFT][LEFT]Dazu ein Glas Gühwein oder vielleicht eine Tasse Tee mit Rum und Kandis. Ja, der Möglichkeiten sind so wunderbar viele...
Komm, magst Du Dich dazusetzen? [/LEFT][LEFT]Regt sich der Drache auf der dünnwandigen Tasse oder sind das die Dampfwölkchen vom Tee?[/LEFT][LEFT][LEFT]Weißt Du eine Geschichte, bitte erzähl... [/LEFT][LEFT]Oder ist Dir nach einvernehmlich schweigen?[/LEFT][/LEFT][LEFT]
[/LEFT]
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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.11.2009 14:39 
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Was für ein gemütliches warmes Plätzchen hier!

Danke sehr und gerne setze ich mich auf einen Tee und einen Bratapfel zu dir / euch.
Gestern habe ich die ersten Plätzchen gebacken und traditionsgemäß wurden es Kokos - und Mandelmakronen und natürlich Spritzgebäck (durch Omas Fleischwolf gekurbelt).

Ich stelle eine Dose mit Kostproben zu den Bratäpfeln - lasst sie euch schmecken.

Heute zum ersten Advent habe ich für diesen besonderen Treffpunkt hier noch etwas für alle dabei - einen
selbstgebundenen Adventskranz.
Ich weiß, die Geschmäcker sind verschiedenen und die sogenannten Trendfarben überleben oft nur eine Saison;
aber ich denke, dass die schlichte Dekoration (getrocknete Bucheckernkapseln und Kieferzapfen, etwas Band und vier dicke rote Kerzen für euch in Ordnung geht. (grün und rot spiegeln meinen Geschmack für die klassischen Advent - bzw. Weihnachtsfarben)

Ich nehme einen Schluck aus dem Teeglas - hmm, lecker und allein schon der Duft vom Ingwer und von der Zitrone darin wärmt mich.
So, wo habe ich jetzt die Streichhölzer?
Prima, du hast welche einstecken. Wenn du magst, darfst du auch gerne die erste Adventskranzkerze anzünden, danke sehr.


Seht, die kleine Flamme, wie sie sich erst unsicher und unruhig ihrer eigenen Kraft bewußt wird und wieviel sanftes Licht von ihr ausgeht!

Und wieder einmal brennt an einem Adventskranz die erste Kerze.

Übrigens - "Wie der erste Adventskranz erfunden wurde" - kennst du eigentlich seine Geschichte?

Nun, lehn dich gemütlich zurück und lass mich berichten:

Es ist bekannt und aufgeschrieben, dass vor vielen Jahren der evangelische Pastor Johann Hinrich Wichern in Hamburg sich besonders für Kinder einsetzte, die kein Zuhause hatten. Er hatte u.a. das sogenannte "Rauhe Haus" gegründet, in dem viele der Straßenkinder essen, wohnen, schlafen oder einen Beruf lernen konnten.
Die anstehende Adventszeit wollte er gerade für die Kinder zu einer besonders schönen Zeit werden lassen und beim Anblick eines Kerzenlichtes kam ihm die Idee.
Wenige Tage später hing ein gewaltiger Holzreifen von zwei Metern Durchmesser in Pastor Wicherns Kirche.
Abend für Abend versammelte er sich dort mit den Kindern, sie sangen und erzählten zusammen und zündeten dabei immer eine Kerze mehr an. Abend für Abend leuchtete der Kranz immer heller bis er am Weihnachtsfest wie ein großer Stern strahlte. Und die Kinder hatten soviel Freude an den gemeinsamen Feiern und dem Lichterkranz, dass sie den Holzreif mit frischem Tannengrün schmückten.
So kam es, dass vor ungefähr 160 Jahren in Hamburg der erste Adventskranz hing und nicht lange danach viele Familien es gleichtaten und in der Adventszeit die Kerzen auf dem Lichterkranz entzündeten.


Hättet ihr gedacht, dass die Anfänge dieser Tradition schon so lange zurückliegen?


Nun, ihr Lieben, die Zeit hier bei euch im Cafe hat mir gut getan und mich gewärmt.

Lasst es euch gut gehen und genießt noch den gemütlichen Adventsnachmittag hier.



Bis bald

Sonntagskind

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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.11.2009 14:51 
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Frisch aus dem Wald und selbst gebunden.... traditionell wie jedes Jahr und ein wundervoller Auftakt für die stade Zeit. Danke für die Geschichte und für die Kostproben nimm Dir gerne noch von dem Apfelbrot.

Einen schönen Adventssonntag von

smultron Bild

http://www.youtube.com/watch?v=PdfCQtOFAwc


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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.11.2009 15:19 
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noch etwas "Panoramafenster" da lass



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Ungelesener BeitragVerfasst: 29.11.2009 16:00 
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Danke für den schönen Adventskranz, Smultron...
ich habe verbaselt, Kerzen zu kaufen und säße ansonsten jetzt "ohne".

Und ich bewundere, wenn jemand so etwas selber binden kann!

Was ich kann, ist meine Lieblingskekse backen und da lassen, die schlichtesten, die es gibt: Kokosmakronen + Rezept
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Denken hilft, aber es nützt nichts.


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