Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.09.2009 21:34 
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Heidi hat geschrieben:
wenn es gar nicht ginge, NICHT nach dem willen des vaters zu handeln, gäbe es kein leid in dieser welt. denn er möchte gutes für jeden menschen.


Wieso kann es nur Gutes für den Menschen OHNE Leid geben? Leid ist etwas an dem der Mensch wächst ... etwas, das er durchlebt und dadurch eine Tiefe des Gefühlserlebens hat, die ihm sonst vielleicht verborgen bliebe. Leid schafft Verbindung zwischen Menschen ... den Wunsch, das Leben anderer Menschen schöner zu machen ... zu bereichern ... sie zu unterstützen ... sich selbst Hilfe/Unterstützung zu holen.

Gäbe es kein Leid ... nur "paradiesische" Zustände ... wer interessierte sich dann für den Anderen, wenn er sich selbst genug wäre und nicht die Trennung von der Einheit aller Menschen/Wesen auf der Welt als schmerzhaft erführe? Sind nicht die meisten Menschen ihr Leben lang auf der Suche nach Menschen, die sie ergänzen ... mit denen sie eine tiefe Verbindung eingehen können, um sich nicht länger getrennt zu fühlen? Was wäre der Sinn des Menschen und seiner Fähigkeit des Mitgefühls, wenn wir einander nicht beistehen dürften in der Not, weil es keine Not gäbe?

Ein Zustand immerwährender Glückserfüllung (Seligkeit) ist für MICH definitiv nicht das Ziel und der Sinn meines Lebens. Mag sein, ich bin nicht erleuchtet genug um die wahre Botschaft Gottes zu erkennen ... aber mit dem Teil, den ich verstanden zu haben glaube, bin ich einstweilen recht zufrieden.

Ich kann in aller Ruhe wachsen, Schmerz und Trauer fühlen, Freude und Glück, ohne mich fragen zu müssen, ob ich wohl die unangenehmen Gefühle nur deswegen habe, weil ich an Gott nicht GENUG glaube ... oder seinem Willen noch nicht in VOLLEM UMFANG genüge. Ein erbsenzählender Gott ist für mich (inzwischen) unvorstellbar.

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Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. Bild ... (Konrad Adenauer gemopst)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.09.2009 22:01 
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Ich staune gerade mal wieder, wie schnell Glaubensfragen zu Uneinigkeiten führen, obwohl doch eingentlich in jeder Religion Frieden gelehrt wird.

Als Baby bin ich katholisch getauft worden und habe kurze Zeit später eine Teufelsaustreibung über mich ergehen lassen müssen, da man mich für die psychische Krankheit meiner Mutter verantwortlich machte.

Die Krankheit meiner Mutter ist dadurch weder verschwunden, noch besser geworden und man hält mich immer noch für verantwortlich...

Später bin ich zum evangelischen Glauben gewechselt und heute gehöre ich gar keiner Glaubensgemeinschaft mehr an, da ich meinen eigenen, ganz persönlichen Glauben entwickelt habe.

Ich glaube, dass jeder seine eigene Wahrheit besitzt und dass diese Wahrheit auch für jeden tatsächlich wahr ist. Es ist alles eine Frage der Empfindung und der Sichtweise.

Wir sollten lernen, die Wahrheiten unserer Mitmenschen hinzunehmen, ohne sie von unserer eigenen Wahrheit überzeugen zu wollen....
..... zu unserer eigen Wahrheit zu stehen, ohne Angst vor der Reaktion der Anderen zu haben....

Wir sollten uns üben in Liebe und Toleranz mit uns und unseren Mitmenschen umzugehen, ohne gleich urteilen zu wollen, oder sich angegriffen zu fühlen....

Leben und leben lassen, in Frieden

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Das Leben ist wie ein Gleichungssystem: Es gibt unendlich viele Lösungen!
When I walk into a room, I know that everyone in it love me. I just don't expect them to realize it yet (Byron Katie)
Mais Où J'ai Mis Les Pieds???----Doulce Compagnie


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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.09.2009 22:02 
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danke für eure gedanken und meinungen. dieser austausch stimmt mich wahnsinnig zuversichtlich. obwohl schon so viel zu diesem thema geschrieben wurde, empfinde ich hier den aufrichtigen wunsch nach gegenseitigem verständnis. das ist etwas unheimlich wertvolles.

ja phil, deine aussage macht völlig sinn. in der tat sind nicht jedem alle gaben gegeben und gerade beim missionieren ist sehr schnell mehr gutes porzellan zerschlagen, als allen lieb sein kann. wer im glauben wandelt, kann sich wirklich locker und entspannt darauf verlassen, dass gott ihn auch beim verkündigen des evangeliums führen wird.

liebe samsara,

die tatsache, dass die bibel von menschenhand geschrieben ist, dem stimme auch zu. allerdings bin ich der meinung, dass diese menschen von gottes geist inspiriert waren. es gibt aber durchaus bibelstellen, die zum ausdruck bringen, dass es noch sehr vieles mehr gibt, als das geschriebene wort.

liebe cynthia,

mit dem leid meinte ich nicht situationen in denen der mensch aufgrund schwieriger umstände innerlich wachsen kann. ein geschenk des glaubens ist, dass man sich über negative umstände hinaus geborgen und aufgehoben fühlen kann. ich dachte eigentlich mehr an das leid, dass dadurch entsteht, dass sich menschen bewusst über die gebote gottes hinwegsetzen.
(kevin lässt grüssen)

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winston churchill


Zuletzt geändert von Heidi am 08.11.2009 15:47, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.09.2009 22:33 
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Hallo Erich
(und auch liebe Heidi),

ich möchte Euren Glauben nicht abwerten, aber nach allem, was ich heute "missionierendes" gelesen habe, möchte ich Euch wissen lassen, warum ich so ein großes Problem mit der absoluten Gültigkeit der Bibel habe:

Vielleicht vermenschliche ich Gott zu sehr. Aber wenn ein Vater sein geliebtes Kind auf die Reise schickt und ihm mitteilen möchte, wer er ist, wie er ist, was ihm wichtig ist und was er von seinem Kind erwartet, dann glaube ich einfach nicht, dass er ihm "nur" ein Buch mitgibt. Ein Buch geschrieben in einer Sprache, das sein Kind nicht versteht. In einer Sprache, die außerdem dank fehlender Vokale unzählige Möglichkeiten für Fehldeutungen zulässt. Geschrieben in der Sprache einer Zeit, die das Kind nicht erlebt hat und daraus resultierend in Begriffen, die das Kind nicht zweifelsfrei zuordnen kann, so dass es auf die Erklärungen irgendwelcher anderen Menschen, die sich als befähigt ausgeben, angewiesen ist.

Welcher liebende Vater würde seinem Kind solche Steine in den Weg legen? Es ihm so schwer machen, ihn zu verstehen? Ihn Fremden ausliefern, die ihm jeden Firlefanz auf die Nase binden könnten, was sein Vater da angeblich geschrieben und wie er es angeblich gemeint hat?

Für mich ist das unvorstellbar. Wir reden hier von einem Gott, der Liebe ist - nicht von einem Menschen, der ein gewisses "hofiert werden" braucht, um sich groß und wichtig zu fühlen.

Was wir heute als "die" Bibel lesen ist die Interpretation einer Übersetzung einer übersetzten Interpretation von diversen alten Schriftstücken, die von Menschen willkürlich zusammengestellt wurden. Es gibt viele weitere Schriften aus dieser Zeit, die sich mit den gleichen Themen befassen, jedoch aufgrund gewisser - damals unerwünschter - Abweichungen nicht aufgenommen wurden. Und die Texte wurden erst nach langer mündlicher Überlieferung zu Papier gebracht. Es gibt alte "Ost-Bibeln" und "West-Bibeln" in unterschiedlicher Zusammenstellung, je nach dem welcher "Autor" der regionalen Kirche näher stand und deshalb "vertrauenswürdiger" erschien. Und schaut doch nur wie auch heute noch jede "Richtung" ihre eigene Übersetzung verwendet. Heute noch streiten Gelehrte um einzelne Worte, deren Bedeutung und deren Übersetzung.

Ich kann deshalb die Bibel nicht wörtlich für "wahr" nehmen. Und ich glaube auch nicht, dass ein Buch alleinig wahr und gültig ist, nur weil es in genau diesem Buch steht.

Es scheint Menschen zu geben, die das können, aber sie sollten dann bitte auch dazu stehen, dass es kein Wissen ist sondern "nur" die Überzeugung, der "richtigen" Quelle zu vertrauen.

Angeblich kann man auch mit einem willkürlich gewählten Zahlenschlüssel aus ganz "profanen" Büchern Texte "basteln" und diese den Ereignissen der letzten Jahrhunderte gegenüber stellen. Man findet zu jedem Ereignis eine "passende Prophezeiung" im Text. Ich habe darüber mal ein sehr interessantes Buch gelesen, weiß aber leider den Titel nicht mehr.

Insofern empfinde ich auch Statistiken über erfüllte Prophezeiungen nicht als "überzeugend". Für mich ist das einfach auch wieder eine Frage der passenden Interpretation.

Mich würde aber wirklich interessieren: WAS hat Euch überzeugt, dass die Bibel glaubwürdig und das Wort Gottes ist? Könnt ihr Euch daran noch erinnern oder war das für Euch einfach schon immer "Fakt"?

Auch wenn ich den christlichen Glauben für mich nicht annehmen kann, sehe ich in Jesus einen wichtigen Botschafter für Werte, die auch mir wichtig sind und nach denen ich zu leben versuche. Natürlich nach meiner persönlichen Interpretation und im Austausch mit Christen über deren Interpretationen von Christen, sofern sie sich auf so eine Unterhaltung einlassen - denn einem kirchlichen Lehramt vertraue ich noch weniger als einem jahrtausendealten Buch. *lächel*

Liebe Grüße


Zuletzt geändert von lindenbaum am 07.11.2009 22:44, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.09.2009 23:09 
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darf ich dir als auch liebe heidi antworten?

oder darf ich dir eine gegenfrage stellen? wenn du als grundlage gott kennen zu lernen, nicht die bibel nehmen möchtest, was wäre denn dein alternativ vorschlag?

das mit der sprache empfand ich auch als schwierig. erstmal mein gehirn darüber zu zerbrechen, was denn überhaupt gemeint sein könnte, bevor ich über die inhalte sinnieren konnte, war auch für mich zu schwierig. die übersetzung die ich seit einigen jahren lese ist "hoffnung für alle". die findest du auch im bibelserver.

als ich anfing diese übersetzung zu lesen, ist das wort ganz schnell lebendig geworden. aus diesem grund ist es für mich auch mehr als "nur" ein buch. sehr oft sprachen die gelesenen worte genau in meine aktuelle situation hinein. das waren momente, in denen ich durchaus nicht auf die erklärung anderer menschen angewiesen war. sie machten mich sprachlos und ich fühlte durch sie eine tiefe verbundenheit.

wortklaubereien in verschiedenen übersetzungen können keine antworten auf die fragen liefern, die den menschen in bezug auf gott bewegen. da gehe ich mit dir völlig einig.

was genau sunny hindert dich eigentlich zu glauben? bitte gott doch einfach, dass er sich dir zeigen soll. es könnte gut passieren, dass du die erfahrung machst, dass sich gott den menschen nicht nur durch die bibel offentbart. Bild

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Ungelesener BeitragVerfasst: 20.09.2009 03:28 
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Hey Leute,
also, jetzt gibts doch schon eine Menge Beiträge in den Thread.
Zum Video keinen, ..warum denn das ?
Keine Zeit es anzusehen ?
LG Erich


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Ungelesener BeitragVerfasst: 20.09.2009 14:20 
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ErichG hat geschrieben:
Hey Leute,
also, jetzt gibts doch schon eine Menge Beiträge in den Thread.
Zum Video keinen, ..warum denn das ?
Keine Zeit es anzusehen ?
LG Erich



Lieber Erich,

zur Zeit kann ich wegen technischer "Bauarbeiten" das Video nicht sehen. Ich hoffe, ich werde nochmal darüber stolpern. Ohne die Worte "absolute Wahrheit" - , denn das stößt mich ab. Nach meiner Vorstellung kann es - sofern es einen Gott gibt - nur EINEN Gott geben. Und es ist der selbe Gott, der von verschiedenen Religionen anhand verschiedener Bücher angebetet und verehrt wird. Die Wahrheit der Bibel ist also genau so absolut wie die jeder anderen Religion - oder eben nicht. Aber alleinig wahr ist sie in meinen Augen nicht.

Wenn Gott will, wird er mir das Video zu einem passenden Zeitpunkt noch einmal "zukommen lassen".

Liebe Heidi,

du warst explizit gefragt und ich freue mich, wenn Du antwortest - auch mit einer Frage.

Ich glaube durchaus. Jedoch nicht an vieles, was in der Bibel steht. Jesus ist ein Botschafter der Liebe und ich bin bereit nach seinen Idealen zu handeln. Aber wenn Gott eine förmliche Erklärung über mein Anerkennen von *in meinen Augen Unglaubwürdigem* verlangt - dann lebe ich meinen Glauben eben als Heide. Dann weiß ich für mich, dass ich "richtig" gelebt habe, auch wenn mir dafür ein ewiges Leben verwehrt wird. Denn das brauche ich gar nicht, um glücklich und zufreiden zu sein.

Ich weigere mich an einen Gott zu glauben, der sie Sippenhaft verhängt und Generationen abstraft für "Verbrechen" ihrer Vorfahren. Das ist in meinen Augen nicht Gottes Wesen, das passt für mich eher zur Konkurrenz. Und auch wenn das im AT passiert ist: es ist der gleiche Gott, der auch im NT erwähnt wird.

Wenn es keine Erbsünde gibt, dann brauche ich auch keine Erlösung davon.

Ich bin sicher, dass die Bibel ein wichtiges Buch ist, um das Bild der Menschen von Gott kennen zu lernen. Doch sicher ist es nicht die einzige Quelle, um Zugang zu Gott zu finden. Nicht für mich. Für mich ist ein Zugang das Beobachten dessen, was um uns herum existiert. Sein Werk. Laut Bibel sind wir ja wie er. Also sind die Menschen der Schlüssel zu ihm. Insbesondere jeder einzelne für sich selbst. DIe eigenen Gefühle, das persönliche Gewissen. Wenn es richtig wäre, gewisse Dinge zu verurteilen - warum schäme ich mich dann bei der Vorstellung das zu tun? Es kann also nach meinem Empfinden nicht "von Gott geboten" sein.

Die Bibel ist ein "Angebot" - aber eben nicht absolut. Ich empfinde es als religösen Fanatismus, wenn jemand behauptet, man müsse die Bibel Wort für Wort nehmen. NIchts weglassen, nichts hinzufügen. Die Texte in der Bibel wurden von Menschen zusammengestellt, lange nach ihrer Entstehung. Die Bibel wurd nicht von Gott diktiert in einem Guss genau so wie sie ist - und abschließend - geschrieben.

Ich empfinde es als "entfremdend" von Gott, wenn sich jemand nur auf diese Worte stützt (oft ohne den Inhalt zu begreifen) und nicht wagt, selbst in Kontakt mit Gott zu treten. Selbst zu erspüren, was er "will" und danach zu leben.

Ich habe mir meinen Glauben "zurechtgezimmert" und er ist gut (jedenfalls für mich), er ist von Liebe geprägt, er geht pfleglich mit der Schöpfung und den Menschen um und er trägt mich - mehr als alles, was ich bisher in christlichen "Systemen" kennengelernt habe.

Ich werde mich einfach überraschen lassen, was nach meinem Ableben passiert. Vielleicht stehe ich vor einem Gericht, das mich für all das, was ich getan und gedacht habe,verurteilt. Vielleicht sagt der Richter aber auch "Prima: du hast kapiert worauf es mir wirklich ankommt." Oder da wird gar nichts sein.

Liebe Grüße


Zuletzt geändert von lindenbaum am 07.11.2009 22:45, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 20.09.2009 19:19 
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liebe sunshine,

schön, dass du dich über meine antwort freust und ich würde mir wünschen, dass sich erich, der ja ebenso gefragt war, auch noch zu deinen fragen äussert.

ob ich deinen knackpunkt nun explizit treffe, kann ich nur hoffen. bei dem in deinen augen unglaubwürdigen handelt es sich um die später genannte erbsünde? dem gegenüber gestellt ist die tatsache, dass gott aber genauso über viele generationen segnet. nur so als gedankliche anregung dafür das es doch sowas wie gerechtigkeit geben könnte.

vielleicht können wir mal diese ganze geschichte zur seite lassen und uns fragen, was gott denn von uns erwartet. für mich ist das ganz klar einzig und allein die anerkennung des sühnetodes jesu. nicht in erster linie wegen der erbsünde, sondern wegen unseren eigenen verfehlungen. jesus war tatsächlich der einzige mensch, der in der lage war, ohne sünde zu leben. an anderer stelle schreibst du, dass auch er am sabbat heilte, was gegen das gesetz war. aber seit dem neuen testament leben wir nicht mehr unter dem gesetz, sondern unter der gnade. das ist der entscheidende unterschied. jesus hat sich immer gegen die schriftgelehrten und pharisäer aufgelehnt, die sich in erbsenzählender sich über andere erhebende manier ihren (möglichst guten) platz im himmelreich verdienen wollten. aber ich gehe davon aus, dass sich das mit deiner vorstellung vom leben aus der liebe deckt.

beobachten was um dich herum passiert, finde ich gut. die schöpfung erzählt soviel von der liebe und der grosszügigkeit gottes. bei den menschen wäre ich da vorsichtiger. es besteht die berechtige gefahr, dass sie dir dinge präsentieren, die nur der eigenen projektion entsprungen sind. das mag für sie in ihrer situation sogar gut und richtig sein, aber gottes wege mit den menschen sind sehr individuell.

im grunde genommen empfinde ich mich keineswegs als verurteilt, sondern als erlöst. gott bleibt ja nicht bei der verurteilung stehen, sondern hält allen menschen die rettende hand hin. es tut mir leid, wenn ich das jetzt nur mit einer biblischen geschichte untermauern kann, aber ich liebe das gleichnis vom verlorenen sohn nunmal sehr. er hatte sehr egoistisch und rücksichtslos gehandelt. "nur" das zurückgehen ermöglichte es ihm, die (immer vorhandene) liebe des vaters auch zu erkennen und anzunehmen. wäre er bei den schweinen geblieben, hätte er diese erfahrung nie gemacht. die umkehr war also ein notwendiger schritt um die liebe des vaters erfahren zu können.

ich weiss, dass du in der bibel liest. hast du bisher noch nie die erfahrung gemacht, dass gott durch diese "tote" buch zu dir sprach?

es ist sehr schön zu lesen, dass du dich durch deine art zu glauben getragen fühlst.

was nach dem ableben eines menschen passiert, darüber würde erlaube ich mir schon lange kein urteil mehr.

"der mensch sieht was vor augen ist, gott sieht aber allein das herz"

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Ungelesener BeitragVerfasst: 21.09.2009 06:59 
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Hej

Womit wir mal wieder beim "Thema" wären.

Mein Gedanke ueber Gott und die Welt der mir immer richtiger erscheint und der sich auf eine Art mit dem Glauben trifft:

Alles lebt!

Ja, selbst das "Nichts" ist lebendig, selbst ein Stein hat "Es".

Wie ich darauf komme?

Ganz einfach.


Die Voraussetzung ist das ich lebe.
Und wenn die Urmaterie, ja selbst das Nichts tot wären...wie könnte dann daraus Leben entstehen?

Richtig, nur Lebendiges kann Lebendiges hervorbringen.
Zumindest sehe ich das so

Kap Horn
der davon ausgeht, lebendig zu sein.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 21.09.2009 08:05 
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ErichG hat geschrieben:
Hey Leute,
also, jetzt gibts doch schon eine Menge Beiträge in den Thread.
Zum Video keinen, ..warum denn das ?
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LG Erich


Hallo Erich,

ich habe einfach keine Lust über eine Stunde meiner Lebenszeit dafür zu opfern, einen Film des Christlichen Missionsvereins anzuschauen. Da ist mir ganz egal, wie die Inhalte sind ... ich schrieb es ja weiter oben bereits: ich möchte von NIEMANDEM missioniert werden und habe da ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Autonomie und Schutz. Ich mache mir gerne Gedanken zu sirituellen Themen und tausche mich auch gerne mit Menschen, die ich kenne über IHRE Sichtweise aus. Diskussionen über ANDERER Leute Glauben finde ich persönlich recht langweilig und uneffektiv.

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