Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.10.2009 15:37 
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Nieke hat geschrieben:
Hoffnung ohne die Möglichkeit der Erfüllung nennt man Illusion... Bild



Ja.. später.. aber da ist man bekanntlich immer klüger...
... sagt zumindest ein Sprichwort, ich habe aber den Verdacht das dies ein Trugschluss ist. Denn zu wissen das etwas das wir uns erhofft hab nicht funktioniert hat, sagt eigentlich nichts darüber aus ob es das nächste mal genauso laufen wird.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.10.2009 15:44 
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Hilla123 hat geschrieben:

... Hoffentlich habe ich euch nicht gelangweilt. Schon wieder eine Hoffnung…


Warum so bescheiden, liebe Hilla?
Ich finde das sehr zutreffend was du schreibst!

Wenn ich hoffe, so habe ich gerade beim Lesen deiner Zeilen festgestellt, so tu ich das meistens wenn ich keinen oder wenig Einfluss auf das Geschehen habe: Ich hoffe auf gutes Wetter, auf eine Besserung der Wirtschaftslage, ....
Ok, ich hoffe auch, dass ich z.B. nicht krank werde, obwohl ich der Meinung bin, dass ich in diesem Bereich sehr wohl Einfluss habe. Aber da hoffe ich wohl eher darauf, dass ich mich nicht zu sehr gehen lasse und meine Essgewohnheiten "im Griff" habe ... *lach*

Hilla123 hat geschrieben:
... die Bewerbung und das Paket: Habt ihr da eine Idee? …


Die Bewerbung kann man nach einer Absage immer wieder versuchen zu optimieren, vielleicht auch mal Freunden oder Verwandten zeigen. Aber ab dem Zeitpunkt der Absendung kann man eben nix mehr machen als hoffen ...


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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.10.2009 15:55 
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Liebe Teresa, ja, bei mir ist es auch so: Hoffen und bangen, d.h. gleichzeitig den Sorgenkran öffnen, der aber nicht die Sorgenwanne zum Überlaufen bringen soll. Wieder eine Hoffnung…

Teresa hat geschrieben:
Denn hoffen kenne ich als das was man tut, wenn man nichts mehr tut. Hoffen, bangen, zittern... gehört das nicht zusammen?


Genau! Und mir ist es wichtig mich nach jedem Sorgenwannenüberlaufen zu fragen: „Hilla, was kannst du das nächste Mal machen, dass das nicht wieder passiert?“ Diese Frage ist aber oft unendlich schwer zu beantworten. Bis auf meine Zahnarzt-Situation, hier kann ich selbst viel dazu beitragen um in der Zahnarztpraxis nicht mehr hoffen und bangen zu müssen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.10.2009 16:24 
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*insgrübelngekommenbin*

Zuversichtlich sein….

die Hoffnung, dass etwas so wird, wie man es sich wünscht und man sich ziemlich sicher ist, dass es so werden wird. Ziemlich sicher, aber nicht sicher. Zuversichtlichsein ist für mich eine stärkere Form von Hoffen, denn das Bangen stellt sich hierbei nicht ein. Zumindest ganz lange nicht. Aber die beste Zuversicht kann in Zweifel umschlagen.

Zweifeln….

Das ist möglicherweise das Ende der Hoffnung, obwohl vor allem beim Zweifeln die Hoffnung, dass es doch noch klappen könnte, verstärkt werden kann.

Was meint ihr?


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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.10.2009 16:56 
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Zuversicht ist ein schönes Stichwort. Für mich ist das Meilenwert vom hoffe entfernt... ach, das gibt alles so viel zu grübeln..

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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.10.2009 17:39 
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Immer habe ich gehofft...

Nun läßt mich das Thema vom Lindengast zur Lindenschreiberin werden.

Das Pauluswort aus dem Korintherbrief habe ich für mich immer schon anders zuendegeführt:
Jetzt bleiben Glauben, Hoffnung, Liebe, am größten aber ist...
... die Hoffnung.


Aber dann hat mir Dein Satz
@ Nieke, eine harte Nuß zu knacken gegeben: „Hoffnung ohne Aussicht auf Erfüllung ist Illusion.“
Nach längerem Nachdenken bleibe ich aber dabei: Hoffnung ist für mich der Schwimmreifen, ohne
den das Leben unerträglich wäre.


Das hängt zusammen,
1) damit, daß in meinen Augen Passivität nicht den ausschließlich negativen Klang hat, wie heute meist.
Sondern auch umfaßt: Wertvolles nicht aufgeben, wenn es aussichtslos scheint (also Hoffnung wider
alle Hoffnung); ein Ausgreifen ins Unbegreifliche (wo alle Machbarkeit endet und nur noch Offenheit
gegenüber dem „ganz anderen“ möglich ist).
2) damit, daß für mich Hoffnung gerade nicht auf Mangel hinweist, sondern auf das (manchmal trotzdem,
manchmal noch nicht, aber später) Mögliche, sogar die Fülle der Möglichkeiten, das Unbegrenzte.
Ich kann immer mehr hoffen, als mir machbar erscheint, so zieht die Hoffnung vorwärts, sie vermag
Grenzen zu überschreiten, aber in zäher Gelassenheit.


Hoffnung das ist für mich (auch)
- standhalten dem momentan nicht „Machbaren“ und dem grundsätzlich nicht in meine Hand Gegebenen,
Unlösbaren, letztlich dem „Nichts“;
- ertragen, daß mir die Hände gebunden sind und trotzdem innerlich nicht aufgeben, sondern am
erhofften (Wert, Ziel usw.) festhalten;
- offen bleiben auf die Zukunft, wie immer die Fakten gerade auch sein mögen;
- geduldig immer neue Wegvarianten probieren, obwohl x Wege nicht zum Ziel geführt haben;
treu sein den Grundüberzeugungen, von denen ich hoffe, sie sind die richtigen, und hoffen, die richtigen
Korrekturen zu finden und ausführen zu können, wenn sich die Überzeugungen (wieder mal) als falsch
erwiesen haben;
- weitermachen, wenn alles aussichtslos und sinnlos scheint.


Hoffnung kann trösten ohne billig zu vertrösten.

Hoffnung ist für mich letztlich eine Grundhaltung der Offenheit für das ganz Andere, für das
Unerwartete – vom schlichten alltäglichen, kleinen Glückszufall bis zum Unbegreiflichen schlechthin.
In diesem Sinn ist Hoffnung für mich letztlich gleich Leben. Hoffnung eben als allerletzter Anker.
Vielleicht deshalb der Spruch „Die Hoffnung stirbt zuletzt“? Ja, mit einem selbst, dann ist die Ankerkette
unwiderruflich gerissen.


Hoffnung ist für mich verschwistert der Sehnsucht und dem Vertrauen, drei Grundkräfte, die das
Leben möglich machen – trotz allem. Und sie ist eine Helferin gegen die Angst.


Hoffnung: Sie ist für mich eine starke Frau im grünen Kleid, die fest mit beiden Beinen auf dem Boden
steht, selbst wenn um sie eine undurchdringliche Nebelsuppe wabert, von der die Wahrscheinlichkeit
sagt, daß sie sich nie auflösen wird, und dabei innerlich ein Bild von der Sonne nährt so ausdauernd,
daß sie zuletzt tatsächlich scheint.




Zuletzt geändert von Puckicki am 01.05.2010 03:34, insgesamt 3-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.10.2009 17:43 
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Hoffen kann vielleicht einfach vielfältig sein. Von Mensch zu Mensch, von Moment zu Moment verschieden.

Hoffnung kann:

Stagnation bedeuten, weil ich mich auf dem Hoffnungspupskissen ausruhe und warte, wie die Welt entscheidet.

Kraft geben, sich zu bewegen ... das Leben anzugehen und die Dinge in die Hand zu nehmen.

schwächen ... wenn sie sich passiv anfühlt ... ich "nur noch" hoffen kann und mich in einer Opferhaltung befinde.

Licht ins Leben bringen ... das Ende des Tunnels aufzeigen und mich ermutigen nach vorn zu schauen UND zu gehen.

Schmerzen verursachen, wenn ich meine Hoffnung immer wieder auf jemanden setze, von dem nichts zu erwarten ist.

federleicht sein und mich beflügeln, auf ihren Schwingen durchs Leben zu segeln.

bleischwer sein, wenn sie fehlt.

fühlt sich (für mich) lebendig an ... macht mich unruhig, tatendurstig.

fühlt sich an wie ein Schlag ins Gesicht, wenn sie enttäuscht wird.

...

Und manchmal wird aus Hoffnung Erfahrung und Gewissheit. Wobei diese dann wieder Hoffnung nähren können ... auch wenn das eigentlich gar keinen Sinn ergibt, weil es keine Garantien gibt, dass sich eine Hoffnung auch beim nächsten Mal erfüllen wird.

Himmel ... sind Hoffnungen bunt! Das ist ja wie mit Lachen und Weinen!

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Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. Bild ... (Konrad Adenauer gemopst)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.10.2009 17:52 
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Puckicki hat geschrieben:
Hoffnung: Sie ist für mich eine starke Frau im grünen Kleid, die fest mit beiden Beinen auf dem Boden
steht, selbst wenn um sie eine undurchdringliche Nebelsuppe wabert, von der die Wahrscheinlichkeit
sagt, daß sie sich nie auflösen wird, und dabei innerlich ein Bild von der Sonne nährt so ausdauernd,
daß sie zuletzt tatsächlich scheint.


Danke für dieses wunderbare Bild, liebe Puckicki... und herzlich willkommen unter der Linde Bild


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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.10.2009 18:05 
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*hüpf*

Freu ICH mich grad, dass Du diesen Schritt ENDLICH gemacht hast und hier bist, Puckicki! So lang schon hab ich Dich immer wieder hier "zwischen den Zeilen" gelesen!

*freu*

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Ungelesener BeitragVerfasst: 15.10.2009 18:09 
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Hallo Puckicki!!!
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