Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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 Betreff des Beitrags: Seid ihr auch Fundamentalisten ?
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.07.2009 08:32 
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Eine "Reizende" Frage ich weiss.....

Zuletzt bin ich zusammengezuckt als mich jemand als christlichen Fundamentalisten bezeichnet hat, doch als ich näher darüber nachgedacht habe, musste ich zugeben dass ich tatsächlich einer bin.

Dumm an der Sache ist nur, dass der Ausdruck "Fundamentalist" sehr negativ besetzt ist, wohl durch die vielen Terroranschläge von sogenannten Religiösen Fundamentalisten.

Ist aber nicht jeder Häuselbauer auch ein Fundamentalist, der daran glaubt dass sein Haus nur auf einem guten durchdachten Fundament die nächsten 50 Jahre ohne großen Schaden übersteht ?
Ich finde das Bauen auf einem guten Fundament ist unbedingt notwendig, wenn man nicht will dass die Hütte mal überraschend zusammenkracht.
Ähnlich ist meiner Meinung auch mit dem Glauben, ich meine halt, dass auch der Glaube auf einem guten Fundament stehen muß, denn schließlich richtet man danach sein Leben aus, - und hier komme ich zurück zu dem, der mich Christlichen Fundamentalisten genannt hat.

Ich weiss nicht mehr wie das Gespräch zustande gekommen ist, jedenfalls hat mit derjenige erklärt, dass er an sich und seine Erfahrungen glaubt, und auch denkt dass es ein höherführendes Wesen gibt, und er hat auch schon viel vom Buddhismus gehört/gelesen wo er einigem zustimmen kann, und auch in der Bibel, die auch nicht schlecht ist (so seine Worte), und er glaubt auch an die Evolution.
Interessant habe ich gefunden mit welcher "Sicherheit" er das alles erklärt hat.

Ähnliche Gespräche hatte ich schon mehrere, und auf meine Fragen die ich stellte, wurde er ziemlich Nervös, - ich bekam keine klaren Antworten.
Ich habe dann unter einem Vorwand, nachdem er mich (etwas aufgeregt) als Christlichen Fundamentalisten bezeichnete das Gespräch beendet.

Liebe Grüße
Erich


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 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.07.2009 10:54 
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Hallo Erich,

mit dem Häuslebauer gibst du mir ein ganz wunderbares Bild vor, an dem ich meine Schwierigkeiten mit "Fundamentalisten" erklären kann. Ich liiiebe Bilder!

Jeder Gläubige braucht eine gewisse Sicherheit, dass er "richtig" liegt und nicht irgendwann die "böse Erkenntnis" kommt, dass er einem Trugschluss aufgesessen und einem Scharlatan nachgerannt ist. Denn das tut weh. Die wenigsten finden den Bauplan zu ihrem Fundament in sich selbst - sie haben die Pläne übernommen.

Ein Fundament an sich ist ja unproblematisch - die Frage ist, was man für einen Palast drauf gestellt hat. Wenn man in den Bau Mühe, Geld und Schweiß gesetzt hat, wird man sein Fundament sicher vehement verteidigen, da man sich ja nicht "untergraben" will, was man aufgebaut hat. Das führt dann leider oft zu "blindem" Fundamentalismus. So wie es dasteht is es "richtig". Die freundlichste Frage und sachlichste Kritik führt zu fundamentalistischen Schmähreden.

Ich bin auch schon Fundamentalisten begegnet, die von der richtigen Bauweise ihres Fundamentes so überzeugt sind, dass sie keine Abweichungen dulden. Eine andere Aufteilung, eine Hinzufügung oder ein Weglassen eines Details ist für sie dann schon Blasphemie und jeder Bau, der auf so einem "falschen" Fundament errichtet wurde ein Mahnmal des Bösen. Alle Fundamente müssen gleich sein. So will es das eigene Fundament.

Solche Bauherren kann ich gar nicht leiden. Sie fangen mit der kompletten Nachbarschaft Krach an, obwohl irgendwo in ihrem Fundament doch "Friede" oder "Liebe" oder "Verständnis" eingemeißelt ist. Aber ein Pfahlbau neben einem Kalksteinkeller ist quasi an sich schon eine Beleidigung für alle "Rechtbauenden"."Hier wird so gebaut und wer das nicht einsieht oder gar Zweifel äußert, ist hier auch nicht willkommen!"

Sicher bin ich in meinem Glauben auch Fundamentalist, doch mein Fundament hat nur eine einzige Säule: die Liebe. Das Fundament mag gerade groß genug sein, um einen Mast drauf zu stellen. Man kann daran eine weiße Fahne hissen - das Zeichen des Unterhändlers mit friedlicher Absicht. Man kann eine Zeltplane draufsetzen und ringsum abspannen - so bietet sich ausreichender "Schutz.

Ich habe oft versucht, mir von anderen Bauherren ihre Baupläne erklären zu lassen - aber bisher konnte mich keiner Überzeugen, dass ich das ganze aufwändige, unbequeme und teilweise wartungsintensive, für meine Begriffe schweineteure Drumherum brauche.

Mich würde interessieren, Erich, welche Fragen du deinen Gesprächspartnern denn gestellt hast. Denn auch ich sehe in vielen Religionen einen "kleinsten gemeinsamen Nenner", mit dem ich leben kann. Wie hast du deinen Gesprächspartner denn "nervös gemacht"?

Liebe Grüße


Zuletzt geändert von lindenbaum am 07.11.2009 22:10, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Seid ihr auch Fundamentalisten ?
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.07.2009 11:14 
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ErichG hat geschrieben:


Seid ihr auch Fundamentalisten?




Nein - ich bin wohl, wenngleich kirchlich organisiert, Agnostiker.


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 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.07.2009 12:39 
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Hallo Sunshine,
ich danke Dir für deine ausführliche Antwort, ich bin mir ziemlich sicher, dass wir annähernd gleich denken.

Ich bleibe mal bei dem "Bild" Hausbau, und der Planung des Hausbaues.

Das ganze beginnt ja mit Sicherheit mal damit, dass man sich wünscht oder es will ein Haus zu bauen.
Wesentlich ist es einen Entschluss zu fassen, ob man überhaupt bauen will, denn man könnte auch ganz einfach in eine Wohnung oder Haus die bereits fertig dasteht einziehen, nur bekommt man dadurch mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so ganz das was man will. Man muss dann Kompromisse eingehen, sonst wird man niemals in einer Wohnung oder in einem Haus "WOHNEN".

Wenn man nun den Entschluss gefasst hat ein Haus zu bauen, dann wird man soferne man nicht selber Architekt oder Baumeister ist jemanden zu Rate ziehen der sich damit auskennt.
Und das ist schon mal schwierig, denn man kennt wahrscheinlich niemanden so genau um von ihm ein Haus errichten zu lassen in dem man dann sein ganzes Leben verbringt. Also wird man sich mal umhören, informieren.
Man fragt vielleicht Freunde und Leute denen man vertraut.

Ich kenne das, es war bei uns tatsächlich so als wir vor ca 20 jahren darüber nachgedacht haben ob wir Haus bauen sollen/wollen. Einmal saßen wir mit einigen Freunden die Haus gebaut hatten, einer war dabei der gerade gebaut hat, und zwei hatten sich eine Wohnung genommen.
Alle waren der Meinung sie hätten das richtige getan, ...und der eine meinte das Haus des anderen wäre für ihn zu klein, der andere er könne in einer Wohnung nicht wohnen da er unbedingt einen Garten braucht, der dritte meinte ....Wenn ich gewusst hätte was auf mich zukommt hätte ich alles anders angefangen...
So saßen wir da, und waren nicht klüger als vorher...

Eines hätte keiner der Leute am Tisch gemacht die tatsächlich Haus gebaut haben. Nämlich von einem Heimwerker, oder einem Hobbybastler, oder einem Tischler ein Fundament bauen lassen.
Sie sind alle zu einem oder mehreren Baumeistern7Baufirmen gegangen, haben dem die eigenen Vorstellungen erklärt, und was noch sehr wesentlich ist, und mindestens genauso wichtig wie das Fundament, auch das Haus das auf dem Fundament steht planen lassen.
Und derjenige Baumeister der ihnen am ehesten mit seiner Planung entgegen gekommen ist, und auch mit der Schilderung wie der gesamte Hausbau ablaufen wird, und der ihnen das zukünftige Wohnklima am Schmackhaftesten machen konnte, der bekam den Auftrag.

Der Baumeister aber sagt auch. Liebe Leute, wenn ihr wollt dass ich euer Haus baue, dann muss euch klar sein, dass ich bestimme wie es gebaut wird, mit welchen Materialien usw., denn sonst kann ich das Haus wie ihr es wünscht nicht bauen. Ich schreibe es Euch ganz genau auf wie ich es bauen werde, was es kostet, und wir machen einen Vertrag der für beide Seiten gültig ist.

Das wurde bestimmt von vielen in deren Verwandtschaft und Bekanntschaft oder Freunden kritisiert (oft von Leuten die selber nie gebaut haben), es wurde darauf hingewiesen dass es da Fehler gibt, und vielleicht auch dass der Baumeister mit seiner Planung völlig daneben liegt, usw... ich denke du verstehst was ich meine ?

Das Haus wurde fertiggestellt, man ist eingezogen, lebt darin, ...und siehe da, es ist dennoch so, dass trotz der langen Planung, dem Mühen und dem Schweiss den man reingesteckt hat nicht alles so angenehm wie man gedacht hätte. Es Quietschen ein paar Dielen, das eine oder andere Fenster ist nicht ganz dicht, eine Wasserleitung hat ein Leck....usw.. Man kann aber darin WOHNEN, auch wenn immer wieder Reparaturen notwendig sind.

Die Tatsache aber ist denke ich schon klar, und darauf möchte ich hinaus...
Hätte der Heimwerker oder der Hobbybastler, oder der Tischler das Fundament entworfen, mit deren Halbwissen, ohne klare Richtlinien und Vertrag und Preis der zu zahlen ist, dann wäre das Gebäude nicht nur Fehlerhaft, sondern vielleicht mitten im Bau zusammengebrochen.
Oder hätte keinen Kamin, oder vielleicht keine Stiegen um in den oberen Stock zu kommen. Denn jeder hätte irgendwas vergessen, - etwas nicht gewusst worauf man beim Bau eines Fundamentes achten muss um dann ein Haus drauf zu stellen das stabil ist.

Du schreibst:
Zitat:
Ich bin auch schon Fundamentalisten begegnet,die von der richtigen Bauweise ihres Fundamentes so überzeugt sind,dass sie keine Abweichungen dulden. Eine andere Aufteilung, eineHinzufügung oder ein Weglassen eines Details ist für sie dann schonBlasphemie und jeder Bau, der auf so einem "falschen" Fundamenterrichtet wurde ein Mahnmal des Bösen. Alle Fundamente müssen gleichsein. So will es das eigene Fundament.

Solche Bauherren kann ich gar nicht leiden. Sie fangen mit derkompletten Nachbarschaft Krach an, obwohl irgendwo in ihrem Fundamentdoch "Friede" oder "Liebe" oder "Verständnis" eingemeißelt ist. Aberein Pfahlbau neben einem Kalksteinkeller ist quasi an sich schon eineBeleidigung für alle "Rechtbauenden"."Hier wird so gebaut und wer dasnicht einsieht oder gar Zweifel äußert, ist hier auch nichtwillkommen!"

Ja die kenne ich auch, und mit denen möchte ich nichts zu tun haben.
Du schreibst weiters:
Zitat:
Sicher bin ich in meinem Glauben auchFundamentalist, doch mein Fundament hat nur eine einzige Säule: dieLiebe. Das Fundament mag gerade groß genug sein, um einen Mast drauf zustellen. Man kann daran eine weiße Fahne hissen - das Zeichen desUnterhändlers mit friedlicher Absicht. Man kann eine Zeltplanedraufsetzen und ringsum abspannen - so bietet sich ausreichender"Schutz.

Die Liebe, ja welch ein Wort. Bitte verstehe mich nicht falsch ich will dir Deine Überzeugung wirklich nicht absprechen, doch viele Leute reden von Liebe, und handeln gar nicht liebevoll.
Derjenige mit dem ich da diskutiert habe sagte "Für mich ist Liebe geben und bekommen das wichtigste".
Kurz darauf hat er mir erzählt wie er seinen Hund auf zwei Zeugen Jehovas gehetzt hat die bei Ihm angeleutet haben, - weil die nicht sofort verschwunden sind wie er es ihnen geheissen hat. Ja, sehr liebevoll. Bild

Du fragst:
Zitat:
Mich würde interessieren, Erich, welche Fragendu deinen Gesprächspartnern denn gestellt hast. Denn auch ich sehe invielen Religionen einen "kleinsten gemeinsamen Nenner", mit dem ichleben kann. Wie hast du deinen Gesprächspartner denn "nervös gemacht"?


Naja, die erste Frage war wie sich das Hund auf Menschen hetzen mit der Liebe geben vereinbaren lässt.
Weitere Frage war welche Bibelstelle ihm denn am besten gefällt, denn er sagte ja "Die Bibel ist nicht schlecht".
Ich fragte ihn was er unter Evolution versteht, - erklärt hat er mir dann Weiterentwicklung, und nicht die Evolution, was ja wohl ein völlig anderes Paar Schuhe ist.
Auch habe ich gefragt wer Buddha war ?
Es kamen keine bis absolut verschwommene Antworten, bis er merkte dass er sich selber in einen unheimlichen Wirbel geredet hatte.

Ich hoffe du verstehst, und kannst mir glauben was ich meine wenn ich sage, dass ich wirklich niemanden davon überzeugen möchte dass mein Glaube, mein Fundament, mein Haus, der oder das einzig richtige ist. Ich weiss es zwar für mich dass es so ist, ich bin absolut davon überzeugt.
Ich würde niemals sagen du irrst dich und es ist völlig falsch so zu glauben wie Du glaubst, aber wenn ich gefragt werde dann antworte ich und stelle auch fragen.

Wenn ich mit jemanden rede, und er erzählt mir dass er bisschen an den Buddhismus glaubt, und dass die Bibel "nicht schlecht" ist, und vielleicht Gott in den Bäumen wohnt, und alles Liebe ist, ... naja,..... wenn ich dann nachfrage wie das den gehen soll, na ich wüsste nicht was daran falsch ist ...

Ich gehe nicht mit dem Auftrag in die Welt hinaus jemanden davon zu überzeugen, aber wenn sich Fragen auftun dann frage ich.

Liebe Grüße
Erich


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Ungelesener BeitragVerfasst: 28.07.2009 14:07 
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Hallo Ernst,

ja, ich glaube, wir sind uns "im Prinzip einig".

Zitat:

viele Leute reden von Liebe, und handeln gar nicht liebevoll.



Das ist mir auch schon aufgefallen. Hier könnte man ein von mir vielleicht nicht gerade geliebtes aber geschätztes Bibel-Zitat, nämlich Matthäus 7, 20, nennen.

Liebe Grüße


Zuletzt geändert von lindenbaum am 07.11.2009 22:10, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 28.07.2009 14:52 
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hallo zusammen,

mir gefällt eure diskussion, der vergleich mit dem hausbau. meiner meinung nach gibt es viele christen, die schon seit jahren glauben, aber denen immer noch das fundament fehlt.

aus eigener erfahrung weiss ich, dass es durchaus hinzukriegen ist, aus dem glauben eine reine "kopf-sache" zu machen. dabei kommen dann dinge heraus wie selbstherrliches evangelisieren, ohne den anderen menschen in liebe dort abzuholen, wo "er" steht.

auch beliebt ist die methode, jemandem solange bibelverse um die ohren zu hauen, bis er es endlich "kapiert" hat.

als weitere disziplin kann auch gerne der wettstreit darüber aufgeführt werden, wer denn der frommste von allen ist? gewinnen wird der, der am besten "kananäisch" redet, die bibel auswendig kennt und immer grössten wert darauf legt, nicht einen einzigen milimeter vom rechten weg abzukommen und natürlich mehrmals täglich stille zeit macht und fortwährend im gebet verharrt. bei einer so langen to-do-liste kann man selbstverständlich nicht auch noch verlangen, dass dieser mensch liebevoll auf seine mitmenschen eingeht. aber nein, ich will nicht böse sein. er würde es natürlich tun, wenn er nur wüsste, wie es geht.

die bibelstelle, die zu meinen vorstellung passt, wäre diese:

Das Hohelied der Liebe
1 Wennich mit Menschen- und mit Engelzungen redete und hätte die Liebe nicht,so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 2 Undwenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alleErkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte,und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen und hätte die Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. 4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, 5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 8 DieLiebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wirdund das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. 9 Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. 11 Alsich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kindund war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, waskindlich war. 12 Wirsehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber vonAngesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werdeich erkennen, wie ich erkannt bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

nur, das mit der liebe ist so ein unding. wer sich nur an die theorie halten möchte, stösst da ganz schnell auf grenzen. liebe muss praktisch gelebt werden und trägt dann gewiss auch früchte. aber um an diese liebe andoggen zu können, musste ich für mich erstmal begreifen, dass mich gott, egal was ich tue oder nicht tue, einfach 1:1 so liebt, wie ich nun mal bin.

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winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 28.07.2009 15:01 
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Liebe Heidi,

nun stellt sich mir die Frage nach Deinem Posting, die ich an Dich weitergeben will - liebst DU DICH auch immer - egal, was Du tust und nicht tust. Vorbehaltlos. IMMER?


*grübelndab* Aurelia.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 28.07.2009 15:19 
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liebe aurelia,
eine sehr berechtigte frage, aus der ersichtlich wird, dass wir uns schon etwas länger kennen Bild

die (vorläufige) antwortet lautet: ich kann es, je länger je mehr.

über das zustande kommen dieser gewachsenen liebe & eigenliebe, kann ich gerne, für die, die es interessiert noch ein paar worte verlieren. am anfang meines christenlebens, war ich "misses perfect", die gut verstand, dass gott sie liebt, weil sie ja auch ganz brav in der spur bleib.

dann passierten 2 einschneidende dinge. meine ehe ging den bach runter und 2-3 jahre später verlor ich meinen job. tja, da stand ich dann plötzlich mit meinen zweifeln und entfernte mich auch ein grosses stück von gott. viele liebe menschen und einige liebevolle "puffer" in die seite, haben mich erst erkennen lassen, dass es für gott keine rolle spielt, was ich leiste. es war am anfang eine bittere pille, auf der ich lange herumgekaut habe, aber seine treue in diesen schwierigen zeiten hat mich erst erkennen lassen, was lebendiger glaube heisst.

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winston churchill


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 Betreff des Beitrags: Re: Seid ihr auch Fundamentalisten ?
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.07.2009 16:26 
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Phil O'Dendron hat geschrieben:
..Nein - ich bin wohl, wenngleich kirchlich organisiert, Agnostiker.

*kicher* Da kann man auch fundamentalistisch werden, denke ich. Auch wenn das Bild vom Häuserfundament nicht mehr so ganz passt. ;)
In der Ecke tummle ich mich auch am ehesten - irgendwie traue ich keinem Fundament so richtig. Wie ich schon mal schrieb: ich arrangiere mich eher mit vielen Fragezeichen als mit nach meinem Gefühl (!) nicht so belastbaren Fundamenten.


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 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.07.2009 17:20 
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Liebe Heidi,

danke für Deinen Ausschnitt aus dem Leben. Ja ... bei mir hat es sich genau anders herum entwickelt.

Mein Leben wurde in den letzten Jahren schwerer und schwerer. Und nach 3-7 absoluten 'Drauflegern' - habe ich mich entschieden. Nein, da KANN es nichts geben. Null. Nichts. Niente.
Es gibt sehr viele (wunderbare) Menschen, die an keinen Gott glauben, dennoch die 'Liebe' leben. Und da gehöre ich dann jetzt dazu.

Ich kann jedem Menschlein seinen Glauben lassen, war ja lange Zeit selbst eine - wenn auch kritische gegenüber der Institution - Gläubige. Doch in meiner Welt ... nein ... da ist nichts mehr ...

Herzlich. Aurelia.


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