Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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 Betreff des Beitrags: Re: Erzählungen am Feuer
Ungelesener BeitragVerfasst: 23.05.2018 19:47 
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Und? Findet Ihr's schlimm? Zu brutal? Welche alternativen Handlungsmöglichkeiten für Sven würdet Ihr bei solchen heiklen Konfrontationen für die Zukunft vorschlagen? Strategisch? Taktisch? Vorschläge für De-Eskalationsmaßnahmen? Meditationen? Mediationen? Was hat Sven hier falsch gemacht?

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 Betreff des Beitrags: Re: Erzählungen am Feuer
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.09.2018 22:34 
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Nur Sven, Nina und Schnuffi war die Flucht gelungen. Frau X. und Frau Y. hatten die Barrieren um das Zeltlager herum nicht überwinden können ..., oder sich die Strapazen nicht getraut, zumal es ja stockdunkel gewesen war. Schnuffi, Nina und Sven hatten das Dach einer direkt am Fluss gelegenen ehemaligen Pumpstation erklettert, und waren von dort aus direkt in den Fluss gesprungen, aneinander angeleint mit einer langen Leine, damit sie einander nicht verloren gingen .... Dort bereitstehendes Personal hatte noch versucht, sie an der Flucht zu hindern, aber wie verabredet tauchten sie sofort im Fluß unter und schwammen so weit wie möglich unter Wasser und in die Flußmitte, bis sie vor Atemnot auftauchen mußten. Gar nicht ungefährlich, denn wenn der Fluß auch um diese Jahreszeit eher ruhig dahinströmte, hatte er doch teilweise gefährliche Strudel, in die man unversehens hineingezogen werden konnte. Für diesen Fall hatten die Drei sich die beste Vorgehensweise zum Entkommen aus so einem Strudel vorgenommen, die bekannt war: Sich widerstandslos hinabziehen lassen, und sobald man sich dem Grund näherte und der Strudel an Kraft verlor, seitlich heraustauchen und möglichst Abstand nach flußabwärts gewinnen. Hier war jedoch der Fluß harmlos gewesen. Jetzt war es Sommer, und daher konnten sie es im Wasser gut aushalten und schwimmen. Aufgetaucht schwammen sie bis ans andere Ufer, während auf der anderen Seite des Flusses noch mit Scheinwerfern nach ihnen gesucht wurde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Erzählungen am Feuer
Ungelesener BeitragVerfasst: 04.09.2018 23:37 
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Tagelang waren sie im Wald herumgelaufen und hatten sich möglichst nicht allzuweit vom Fluß entfernt. Immer auf der Suche nach etwas Essbarem und Schutz vor der Kühle der Nacht. Niemand schien nach ihnen zu suchen. Auf der anderen Seite vom Fluß, im Zeltlager, schien die Lage unverändert zu sein: Das Lager war zum Gefangenenlager umgebaut worden, und zum Fluß hin hatte man nun unüberwindliche Sperren aufgebaut, so daß niemand mehr ins Wasser springen und davonschwimmen konnte. Wie hätten die Drei den Leuten da drüben nur helfen können?
Nachts schliefen sie jetzt in einer baufälligen ehemaligen Jagdhütte, vor der sie nachts sogar ein kleines Feuer zum Garen von Essen machen konnten, das Schnuffi erjagt hatte. Tagsüber erschien ihnen das zu gewagt. Hier waren sie auch nachts sichtgeschützt, und keine Menschensele begegnete ihnen. Bis ... sie in einer weiteren Nacht, als sie noch draussen vor der Hütte waren, Geräusche hörten, die näher kamen und sicher von Menschen stammten. Sie verließen die Hütte und legten sich abseits in Deckung im Laub und Unterholz. Sieben hochgewachsene kräftige Gestalten kamen den zur Hütte führenden Weg heran, und führten einen scheinbar nicht ganz leichten Wagen mit, der einen eigenen Antrieb zu besitzen schien. So gingen sie schweigend in jeweils mehreren Metern Abstand zueinander auf dem Weg und an Sven, Nina und Schnuffi vorbei ... Bis sie sich wieder entfernten und ihre Schritte mitsamt dem Knacken von zertretenen Zweigen wieder verhallten ... Sven folgte ihnen vorsichig, aber konnte feststellen, daß sie sich tatsächlich immer weiter und weiter flussaufwärts entfernten ....
Als Sven wieder zurück bei Nina und Schnuffi war, blieb er schweigsam. Gott-sei-Dank hatten sie so spät kein Feuer mehr brennen gehabt, Gott-sei-Dank hatten diese Leute nicht die Hütte in Augenschein genommen, überhaupt keine Notiz davon genommen ... Wahrscheinlich hätten sie sogar jetzt noch den Geruch der Feuerstelle riechen können ... oder hatten es sogar ...?
Auf Nina's Frage, was denn los sei, und ob die die Leute fort seien, antwortete er nur zögerlich: "Ja, sie sind weg. Scheinbar wollen sie am Fluß talaufwärts gehen...." Und auf Nina's "und?" blieb er stumm. "Da ist doch noch was! Irgendwas stimmt doch nicht ... Oder?", konnte sie sich nicht zurückhalten. Da meinte er nur "Sowas habe ich noch nie gesehen. Ich hätte es gespürt, wenn das Menschen gewesen wären. Ich hätte es auch bei Nacht gesehen."

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 Betreff des Beitrags: Re: Erzählungen am Feuer
Ungelesener BeitragVerfasst: 30.09.2018 10:53 
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Sicher hatten Sven, Nina und Schnuffi die Hütte verlassen, und waren auf Wildwechseln im Wald untergetaucht. Sie konnten ja nicht wissen, ob die seltsamen ... Leute sie vielleicht doch bemerkt hatten und zurückkommen würden. Den nächsten Tag über waren sie besonders vorsichtig und lagen in Deckung tief im Unterholz leicht oberhalb vom Fluß ..., spähten hinüber ins Lager, wo Frau X. und Frau X. auf sie hofften, oder zumindest hofften, daß man die Drei nicht einfangen würde. Nur ab und zu sah man dort ein Fahrzeug ankommen oder abfahren. Wenig Wachpersonal war zu sehen und kümmerte sich darum.
Die Sonne schien hier drüben kräftig auf das Grün und alles duftete nach Pflanzen und Wald ... Jenseits des Flusses konnten sie wahrscheinlich froh sein, wenn sie Wasser hatten, während hier drüben ein klarer Bach zum Fluss hinunter floss. Sven, Nina und Schnuffi überdachten die Lage und dösten vor sich hin, als es hinter ihnen am Hang laut nach Fußtritten und dem Knacken von Zweigen klang. Ein Mann kam direkt auf die beiden zu, obwohl er sie doch kaum im Unterholz sehen konnte, hob beide Hände geöffnet in Kopfhöhe, und sprach sobald er nahe genug war freundlich zu ihnen: "Entschuldigen Sie bitte, daß ich Sie störe. Ich würde gerne mit ihnen sprechen." Minutenlang blieben Sven und Nina reglos, schweigend und mit klopfenden Herzen im Unterholz liegen, bis der Fremde, der einfach stehengeblieben war, sie erneut ansprach: "Bitte hören Sie. Ich gehöre zu der Gruppe, die Sie gestern Abend bei der Hütte gesehen haben. Ich würde gerne mit Ihnen über die Situation hier sprechen, und auch über das Lager auf der anderen Seite vom Fluss."
Daraufhin brachte es Sven über sich, ihn aus der Deckung heraus zu fragen "Wer sind Sie?" Die Antwort war seltsam aber Sven war nicht erstaunt: "Ich und die anderen sind nicht von hier." Und nach einer kurzen Pause "Die Genossin Pei hat uns geschickt. Wir sind aus China." Und auf Sven's erneute Frage, wer denn die Genossin Pei sei: "Die Genossin Pei war an unserer Erzeugung beteiligt. In Guangzhou".

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