Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben gegriffen
Ungelesener BeitragVerfasst: 16.04.2019 01:03 
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Aus dem Leben gegriffen: Es ist erforderlich, die Fehler zu erkennen, die uns nicht gut tuen - oder die gar zum Untergang unserer Familie führen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben gegriffen
Ungelesener BeitragVerfasst: 19.04.2019 13:27 
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Vor einiger Zeit saß ich inmitten einer Gruppe von "Flüchtlingen", "Asylanten", und auch ein paar Deutschen, darunter ein älterer deutscher Herr, und die Ausländer redeten laut in einer für mich fremden Sprache miteinander. Ich fand's interessant, wie oft bei völlig fremden Sprachen, wenn mein Gehirn versucht, den Fluß der Laute zu gliedern und irgendwie doch etwas davon zu verstehen. Der ältere deutsche Mann aber brauste auf, und sprach mit plötzlicher Heftigkeit auf die Fremden ein: "Ihr müßt Deutsch sprechen! Ihr redet da so laut in Eurer Heimatsprache, das nervt! Ihr müßt in Deutschland Deutsch lernen und sprechen!" Ich sagte dazu nichts, sondern fragte einen der Fremden, der in meiner Nähe stand, was er denn da für eine Sprache sprach, und er erwiederte "Kurdisch". Naja, ich mag es auch nicht gerne, wenn Ausländer in meiner Nähe mal sehr, sehr laut sprechen oder miteinander schreien, aber so schlimm fand ich es hier nicht, sondern eben einfach fremd. Die Kurden lächelten etwas, der ältere Herr schwieg ...
Einige Zeit später unterhielt ich mich auf Russisch mit einem Russen aus Moskau, der mir seine Schwierigkeiten beim Erwerb der deutschen Sprache im "kostenlosen" Sprachkurs schilderte. Er lerne andere Sprachen leicht, aber Deutsch ... "sährr schwärr", und eine Arbeitserlaubnis bekomme er in Deutschland auch nicht, obwohl er schon ein paar Monate hier war und in Russland immer im Bereich Innenausbau / Sanitär gearbeitet hatte ... Er war jetzt Anfang 60.
Mit diesem Russen unterhielt ich mich der Tage wieder, und erfuhr, was ich neulich schon zuletzt geahnt hatte: Im Normalfall, so hieß es, und andere Ausländer (Kurden und Vietnamesen) haben es mir bestätigt, sind die Sprachkurse "Deusch als Fremdsprache" besetzt mit Schülerinnen und Schülern aus aller Herren Ländern: Russland-Deutsche, Russen, Kurden, Araber, Iraner, Schwarzafrikaner aus dem Kongo, aus Ghana, aus Mozambique, aus irgendwo im Busch ..., UND: die Lehrerinnen und Lehrer können deren Sprachen überhaupt nicht, nicht mal die großen, weitverbreiteten Sprachen wie Arabisch und Russisch. (und das ist hier eine Universitätsstadt mit zig-zig Ausländern, die gut bis sehr gut Deutsch sprechen und unterrichten könn(t)en ... ) Interessant ist es für Leute, die schon mal recht fremde Fremdsprachen erlernt haben, sich vorzustellen, wie es einem da als Deutschem ergehen würde, wenn man vielleicht Russisch oder Arabisch erlernen wollte, aber die Lehrerin einem leider überhaupt nichts auf Deutsch erklären könnte ... Verrückt, nicht wahr? Das nennt man auch "Sand im Getriebe" ... :10hallo2:

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben gegriffen
Ungelesener BeitragVerfasst: 03.06.2019 11:59 
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Als der alte Nintropan-hauey, der Vater von Nintropan-homosch, ein Häuptling der Tonkawa, vor sehr langer Zeit das erste Mal mit Zeitungen der Weissen in Berührung kam, es muß ungefähr um 1867 gewesen sein, da wußte er zunächst nicht, was er damit anfangen sollte. So viele, viele Leute, die man Indianer nannte, waren von den Weissen erschlagen, erschossen, oder in feuchte Flussniederungen zum Versterben an unangenehmen Krankheiten getrieben worden, daß nur sehr, sehr wenige übriggeblieben waren. Und diese wenigen "Indianer" konnten nun gelegentlich lesen, was in den Zeitungen geschrieben wurde, wenn sie lesen konnten. Nintropan-hauey und Nintropan-homosch lernten also lesen, und der, der es ihnen beigebracht hatte, war kein Geringerer als Winnetou, ein bekannter Häuptling der Apachen gewesen, der selber das Lesen wiederum von Old Shatterhand aus Deutschland gelernt hatte, und darüberhinaus auch noch das Schreiben. Nintropan-hauey las also nun gelegentlich in den Zeitungen der Weissen. Und er fragte sich dabei: "Wer ist dieser Mann, der uns dies schreibt? Was für ein Mensch ist das? Was will er von mir, was will er von uns? Schildert er mir die Wahrheit über diese Dinge dort an entfernten Orten oder auch in der Nähe? Warum will er, daß ich dies lese und weiss? Will er, daß ich ihm glaube? Was hat er davon, wenn ich das glaube? Was für ein Mensch ist das?" Und er erinnerte sich an seine Vorfahren, und an die Leute aus benachbarten Indianer-Stämmen, von denen Erzählungen besagten, daß so manche darunter nicht unbedingt immer die Wahrheit sagten, also gelegentlich "mit gespaltener Zunge" sprachen, was unter den Indianern eigentlich als sehr schändlich galt, weil sogar völliges Schweigen besser als Lügen zu verbreiten angesehen war. Warum hatten diese Menschen mit gespaltener Zunge gesprochen? Was war der Grund dafür gewesen? Oder die Gründe?

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben gegriffen
Ungelesener BeitragVerfasst: 23.06.2019 12:42 
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Deutsche - bitte! - hinten anstellen

Gerade komme ich vom Suuupermarkt zurück, der auch Sonntags bis 12:00 Uhr geöffnet hat. Und lustig: Ich stellte mich hinten an eine der Schlangen an, die zu den zwei offenen Kassen führten, und ich merkte schon, eine üppig gebaute Ausländerin, so um die 45, drängte sanft ... in die Richtung VOR mich ..., aber dann doch lieber in die Gruppe der Wartenden ganz vorn, dort wo die sich in zwei Schlangen teilte. Sie kam dann also ganz nach vorne, an den Kopf einer der sich bildenden zwei Schlangen, und war ruck-zuck an der Kasse, wo ihr scheinbarer Lebensgefährte, ebenso wohlbeleibt wie sie, zu ihr stieß, und ruck-zuck waren die beiden fertig, während die zwei Schlangen noch lang waren ..., und Leute, die eigentlich vor den beiden dran gewesen wären, noch etwas ... zu warten hatten ... Ich schaute mir die Leute an, während ich auf's Kassieren wartete. Kein Anflug von Unmut, keine Unzufriedenheit, kein Zorn, nix. Niemand verzog das Gesicht. Wie leben hier in einer "Universitätsstadt" (deren Universität immer wieder KEINE Exzellenzuniversität wird ..., weil wohl nicht gut genug ... :biggrinn: ... halt vielleicht zu faul ... :girlgruebeln: ), aber niemand möchte hier als "ausländerfeindlich" gelten oder vielleicht eine schlimme Szene mit Ausländern haben ... Das kann man verstehen. Vielleicht müssen sich die Deutschen für die Zukunft grundsätzlich eben daran gewöhnen, sich hinten anzustellen, wo gewisse Ausländer als erste bedient werden wollen. Das ist eben auch 'ne Möglichkeit. Tjä ...
Natürlich: Nicht alle Ausländer machen das so, das ist - bei uns - bisher eine klare Minderheit. Also, mal ein vorsichtiges Lob für die :gi69: Mehrheit! :gi69:

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben gegriffen
Ungelesener BeitragVerfasst: 30.06.2019 16:21 
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Erstaunlich: Soweit ich mich erinnern kann, und so seit ca. 40 Jahren, habe ich Osho / Bhagwan für einen üblen Scharlatan und einen gierigen und knalle-reichen Giftzwerg gehalten, der die Welt mit noch mehr Schwachsinn anreichern wollte, als in ihr eh schon herumschwappt, und der den Leuten gezielt die Köpfe vernebelte; für einen klugen Meister der Seelenmassage, der sich von seinen Schüler'chen und Schäf'chen für ein bißchen die Aura Streicheln, für überkluge Sprüche, für das esoterische Bad in der Menge, für die Vermittlung der berüchtigten sexuellen Paar-Bildungen für eine Nacht in Poona, und für das Gefühl'chen des Besonderen und der Auserwähltheit bei ihnen, göttlich belohnen ließ, samt zig Luxus-Limousinen. In letzter Zeit habe ich nur mal in Vorträge von ihm in deutscher Übersetzung hineingehört. Heute find' ich's interessant. Und irgendwie finde ich's verständlich, daß viele Leute im Westen ihn gehaßt und verachtet haben, und ich auch. Seltsam, nicht wahr?

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben gegriffen
Ungelesener BeitragVerfasst: 03.10.2019 13:55 
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Meine kleine Story zum Tag der deutschen Einheit heute:

Als ich vor über 20 Jahren, noch vor dem Abschluß meines "Studiums" an einer BRD-"Universität", wie gewöhnlich in der Mensa eines Universitätsklinikums, weit weg von der Stadt in der ich eigentlich studierte (ich hatte nur noch meine Diplomarbeit zu schreiben), zu Mittag aß, setzten sich zwei Angehörige der örtlichen Taxifahrerschaft, also Kollegen, zu mir an den Tisch, die dort auch öfter speisten (damals ging das noch für Nicht-Studenten; die Angestellten dort unternahmen nichts dagegen, kontrollierten nicht, guckten weg, zum Glück für viele arme Schlucker, die sich sonst kein warmes Mittagessen hätten leisten können ... Heute funktioniert das dank der Chip-Karten nicht mehr so einfach)
Jedenfall, die zwei Taxifahrerkollegen, beide Orientalen (vermutlich keine Muslime), ich schätze, beide aus dem Libanon, saßen bei mir am Tisch, und wir kamen in's Gespräch. Wie's der Teufel wollte, kamen wir irgendwann auch auf das Thema "Deutschland und der zweite Weltkrieg", und ich bekam unverhofft zu hören, daß wir Deutschen "ja zwei Weltkriege angefangen" hätten. Ich wandte freundlich aber bestimmt ein, daß an der Verursachung dieser beiden Kriege noch ein paar andere Leute als nur die Deutschen Mitverantwortung tragen, und nannte ein paar Details dazu, also Staaten, Völker und einzelne Leute, usw. ... Der forsche Taxikollege ("Ihr Deutschen habt ja zwei Weltkriege angefangen!") schien mir zusehends lustloser und unzufriedener im Gespräch während des Essens, als ich mit noch mehr Details aufwartete, bis er schließlich vor der Zeit aufstand, sein Tablett packte und den Tisch verließ, wobei er sich nochmals mir zuwandte und laut sprach: "Ja, das ist alles richtig, was Du sagst. Aber trotzdem wird Deutschland untergehen!" Für mich klang Letzteres wie ein Wunsch.
Sprachlos blieb ich zurück. Was soll man zu sowas auch sagen? Über zwanzig Jahre her ... Heute wäre ich vermutlich "schlagfertiger" und würde zu bedenken geben: "Na, vielleicht. Aber wenn Du nicht in Deine Heimat zurück kannst, dann gehst in diesem Fall auch Du mit unter. Was meinst Du?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben gegriffen
Ungelesener BeitragVerfasst: 22.04.2020 13:29 
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So oder ähnlich kenne ich das, und das passt hervorragend zum Thema "Corona-Virus" in unserer Zeit:

Der alte Menazbach, Inhaber eines bescheidenen Ladens, liegt im Sterben. Sein Augenlicht ist bereits fast ganz erloschen, die Familie umsteht ehrfürchtig sein Lager. Mit letzter Kraft beginnt Menazbach noch einmal zu sprechen:
"Rifke, mein Weib, bist du da?"
"Ja, Kroinele!"
"Jakob, mein Sohn, bist du da?"
"Ja, Vater!"
"Lea, meine Tochter, bist du da?"
"Ja, Vater!"
"Rahel, meine Tochter, bist du da?"
"Ja, Vater!"
Da richtet sich der Alte mit letzter Kraft zornig auf und schreit:
"Und wer ist im Geschäft?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben gegriffen
Ungelesener BeitragVerfasst: 28.04.2020 21:53 
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Ich tausche oder verschenke viel. Viel. Ohne Geld. Ja, nur ohne Geld. Aus Prinzip. Ich bin kein Fan von Geld, auch wenn ich es im Zweifelsfall hemmungslos und wie ein wildes Raubtier schnappe. Ich tausche und verschenke alles Mögliche, wie z.B. Werkzeug, Sportgeräte, Verbrauchsmaterial, Gartengeräte, Bücher, Software, Hardware, Kleidung, gebraucht und neu, Schuhe, CD- und DVD-Rohlinge, Kerzen und Kerzenwachs, Farben und Lacke, Fahrräder, Hygieneartikel, Stahlschrott, Kupfer, echten und Talmi-Schmuck, etc. ... etc.... 1.000 Dinge. Wohl eher wenige Leute in Deutschland und in unseren Nachbarländern machen das. Ich aber schon. Jedenfalls. Und zwar sehr gewollt und gezielt. Warum? Nun, ich bezahle nicht gern. Und beim Tauschen oder Verschenken bekommt man Sachen einfach so, direkt, oft geradezu gratis. Ohne jeden blöden Umweg. Sogar ohne Second-Hand-Laden. Am geschicktesten finde ich folgendes: Ich erstelle Listen der Dinge, die ich selber brauche, und reiche sie den freundlichen oder knurrig-bissigen Leuten 'rüber, die "ähnliche Neigungen" zum Tauschen oder Verschenken haben. Der einzige Mensch, mit dem das bisher bei mir wirklich gut funktioniert, ist ein Vietnamese über 60. Deutschen und Ausländern lasse ich solche Sachen sonst "gratis" zukommen und schaue, ob sie "darauf anspringen", ob's ihnen gefällt, ob sie auf ähnliche Gedanken kommen, ob sie den Vorteil sehen, der in solcher Vorgehensweise liegt. Natürlich rechne ich deutlich mit wirtschaftlich eher schwierigen Zeiten in "Europa". Klaro. Ein Grund mehr, auf solche Dinge zu schauen. Man erschafft sich freundliche Kontakte (auch mit Leuten aus aller Herren und Damen Länder) und man profitiert davon. Und nicht nur "man selbst". :01 good

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben gegriffen
Ungelesener BeitragVerfasst: 16.05.2020 23:39 
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Ein Kumpel von mir war vor mehr als 3 Jahrzehnten in Vietnam insgesamt 5 Jahre lang in verschiedenen Arbeitslagern (also: "Im Knast"), seit er 15 war, bei ziemlich schmaler Kost und harter Arbeit, also Erd-Arbeiten, Erdreich-Transport mit Lastbooten, dann bei Steinbrucharbeiten mit Hammer und Meissel an mehrere-Kubikmeter großen Felsblöcken (ohne Schutzbrillen gegen Steinsplitter ...), und mit allem was so an Arbeiten anfiel. Zur Nacht wurden alle Häftlinge an Ketten mit Kugeln niedergeschlossen.
Mein Kumpel hatte als Jüngling Probleme mit der kommunistischen Staatsgewalt gehabt, und er hatte sich nicht alles gefallen gelassen ... (Eigentlich soll man sich ja alles gefallen lassen, wie es im neuen Testament steht, siehe Römerbrief 13 ...)
Bei der ersten Gelegenheit in "Freiheit" hatte er sich dann illegal auf einem Schiff nach den Phlippinen eingeschifft, hatte dort ein bescheidenes Zwischenquartier gefunden, und dann - mit Glück - einen Tripp nach "Germany" geschafft: als einer der sogenannten "Boat-People" (Böse Zungen sagen: Ganz überwiegend Chinesen (geschickte und unbeliebte Händler), die man in Vietnam nach 1975 unbedingt loswerden wollte, und die für die Ausreise sogar noch recht ordentlich zahlen mußen, in US-$ oder Gold), die Anfang der 80er-Jahre im Westen Deutschlands auftauchten. Er ist eine Froh-Natur und ein evangelischer Christ. Faszinierend.

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 Betreff des Beitrags: Re: Aus dem Leben gegriffen
Ungelesener BeitragVerfasst: 29.05.2020 00:43 
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Ja, ich erzähle lieber nicht, was ich gerade hier mal langatmig schreiben wollte. Viel-zu-viel eignet sich nicht mal für eine kleine Öffentlichkeit, sondern soll lieber dem Vergessen anheim fallen, denn man kann es nur schwer so verschleiern, daß es nicht "wieder-erkennbar" wäre und niemandem mehr schaden könnte. Vergessen ist oft besser. Ich bin jetzt 54,5 Jahre alt und achte auf solche Dinge. Die üblen Schweinereien, die ich mit eigenen Augen gesehen habe, und diejenigen, die ich von zuverlässigen Gewährsleuten erzählt bekommen habe, taugen oft nicht sehr für andere Augen und Ohren als für meine eigenen.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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