Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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Ungelesener BeitragVerfasst: 31.07.2009 22:49 
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Liebe Heidi!

Das ist eine längere Geschichte und ich bin mir nicht sicher, dass sie hier reinpasst.

Um es kurz zu fassen: man kann vor bestimmten Situationen fliehen, soviel man will, sie kehren immer wieder(wenn auch in anderer Form)zurück, bis man bereit ist, sich ihnen zu stellen.
Ich war lange Zeit auf der Flucht, immer wieder mal von Hass, Angst, dem Wunsch nach Liebe und Anerkennung geplagt.
Nach meiner letzten Trennung war ich dann 3 Jahre lang Single und habe die Zeit für mich genutzt.
Habe rausgefunden, wieviel Liebe mir doch eigentlich schon zuteil geworden ist, dass Hass eigentlich nur verletzte Liebe ist, dass ich mir eigentlich Frieden wünsche
Dass es endlich an der Zeit wäre zu mir selber zu stehen und die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.
Dass viele Menschen aus Unwissenheit handeln und überzeugt sind, dass es besser nicht geht

Ich habe in der Zeit gelernt, mich zu schätzen und habe gemerkt, wieviel ich doch trotz Allem geschafft habe. Und ich habe gelernt, zu verzeihen. Mir selbst, meinen Mitmenschen... und das war eine regelrechte Befreiung.

Ich habe gelernt, dass ich lieben darf, auch wenn ich von der geliebten Person nicht "zurückgeliebt" werde; dass es mir freisteht, zu verzeihen, dass ich mich selbst lieben kann
Und so bin ich mir in dieser einsamen Zeit selbst eine gute Freundin geworden.

Und so habe ich zu meiner inneren Harmonie gefunden und mit meiner Vergangenheit Frieden geschlossen.

Alles was ich bisher erlebt habe, hat mich dahin geführt, wo ich heute stehe und heute bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden.
Da kann ich Allen dankbar sein, die mich auf diesem Weg begleitet haben.



P.S. Glücklich ist, wer trotzdem liebt (meine Philosophie des Tages)

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Das Leben ist wie ein Gleichungssystem: Es gibt unendlich viele Lösungen!
When I walk into a room, I know that everyone in it love me. I just don't expect them to realize it yet (Byron Katie)
Mais Où J'ai Mis Les Pieds???----Doulce Compagnie


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Ungelesener BeitragVerfasst: 31.07.2009 23:24 
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liebe gretchen,

und ich denke immer noch, dass sie hier rein passt und sei es auch nur aus dem grund, die richtung des fadens von "aufgezwungener" dankbarkeit in richtung der tief im herzen empfundenen dankbarkeit zu lenken.

als ich dein posting zum 1. mal las, dachte ich spontan, es ist fast nicht möglich, dass einem einzelnen menschen soviel komplikationen im leben wiederfahren sind und das ausgerechnet solch ein (bitte entschuldige den ausdruck) geknickter mensch zu einer so unvergleichlichen verzeihenden haltung gefunden hat.

das mit dem fliehen kann ich nachvollzeihen und wahrscheinlich viele von uns. auch ich habe schon die erfahrung gemacht, dass einem manche lektionen sooft in unterschiedlicher form aufgetischt werden müssen, um endlich den sinn dahinter verstehen zu können. allerdings finde ich deine umkehrungen einfach faszinierend und sie bereichern mich gerade sehr. hab vielen dank dafür.

der aspekt mit dem dir selbst verzeihen und danach deinen mitmenschen interessiert mich sehr und ich frage mich, ob diese reihenfolge die einzig praktizierbare ist. muss ich erst mit mir selbst im reinen sein, bevor ich es mit meinen mitmenschen sein kann?

auch das mit dem sich selbst eine gute freundin sein, ist eine sache, die ich angefangen habe zu üben. das hat ganz viel mit annahme seiner selbst zu tun. ein weiteres geheimnis, dass du gelüftet hast.

und selbstverständlich stehe ich dir keinesfalls im weg, wenn es dich "gelüstet" zu einem der angeführten weiteren sehr wichtigen themen einen eigenen faden aufzumachen. im gegenteil, ich würde es sehr begrüssen.

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winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 31.07.2009 23:46 
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Zitat:
der aspekt mit dem dir selbst verzeihen und danach deinen mitmenschen interessiert mich sehr und ich frage mich, ob diese reihenfolge die einzig praktizierbare ist. muss ich erst mit mir selbst im reinen sein, bevor ich es mit meinen mitmenschen sein kann?


Ich glaube nicht, dass die Reihenfolge hier wirklich wichtig ist. Allerdings ist es wichtig, eine Situation von beiden Seiten zu betrachten. Es ist nicht immer nur der Eine schuld( auch , wenn es einem so erscheint) und den Eigenanteil zu entdecken und sich das verzeihen zu können ( natürlich nur, wenn's was zum verzeihen gibt)Bild das ist wichtig.

Und ganz wichtig ist, wie man sich fühlt. Wie fühlt es sich an und was bringt es mir, wenn......

Zitat:
auch das mit dem sich selbst eine gute freundin sein, ist eine sache, die ich angefangen habe zu üben. das hat ganz viel mit annahme seiner selbst zu tun. ein weiteres geheimnis, dass du gelüftet hast
.

Das resultiert aus der Erkenntnis, dass man sich die grössten Stolpersteine auf seinem Lebensweg oft selber in den Weg stellt.
Wenn man erkennt,wenn man sich selber im Weg steht und daran arbeitet, tut man sich was Gutes. Und je mehr Gutes man sich tut, umso mehr lernt man sich schätzen.

Ich persönlich halte viele Selbstgespräche. Das wirkt auf andere oft sehr befremdlich, aber mir tut es gut, gewisse Dinge einfach auszuprechen und sei es nur zu mir selber.

So, aber jetzt geht es ab in die Heia, morgen ist ja schliesslich auch noch ein Tag.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 01.08.2009 08:24 
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Hab den Faden grad erst entdeckt!

Ich stimme euch zu, Dankbarkeit kann man nicht abfordern, das muss aus freien Stücken kommen!
Ich bedanke mich gerne und oft, weil ich in meinem Leben auch viel Gutes erfahren habe. Und ich bedanke mich gern, weil vieles nicht selbstverständlich ist!
Mein Mann sagt oft, du brauchst dich doch nicht immer bedanken, wenn er für mich was getan hat. Nein, ich muss es nicht, aber ich tu es - und gern!

So ähnlich geht es mir mit Lob, das passt grad. Lob kann man auch nicht abfordern. Erinnere mich an ein Gespräch mit meinem Zwilling, die sagte, ich solle sie doch mal loben! Nein, das konnte ich nicht! Es wäre nicht von Herzen gekommen. Aber das hat sie nicht verstanden! Bild


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Ungelesener BeitragVerfasst: 01.08.2009 11:09 
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Lob kommt ja immer von oben nach unten (seine Chefin kann man nicht loben), darum wird es ja auch gerne als Mittel der Dressur (positive Verstärkung) eingesetzt, und bei Hunden ist das sehr erfolgreich.

Ich würde mich durch Lob degradiert fühlen, denn wer in der Position ist, mich zu loben, hat sich über mich gestellt. Er könnte mich aus dieser angemaßten Machtposition heraus ja auch tadeln.

Was ich mir wünsche, ist Wertschätzung, wenn ich etwas getan habe, das einem andern Menschen gefällt, für ihn gut ist oder ihm gut tut.
Wertschätzung erfolgt auf gleicher Augenhöhe und ohne Bewertung -- denn "Das hast du gut gemacht" enthält, dass der andere bestimmt, was "gut" ist.

Mein Sohn (17), an dem ich derzeit viel rumnöle, beschwerte sich bei mir, dass ich überhaupt nicht bemerke, wieviel Mühe er sich in letzter Zeit gibt, um mir meine kleinen täglichen Ärgernisse zu ersparen. Er meinte, er wolle zwar dafür kein Lob, dass er neuerdings nach dem Duschen das Badezimmer wieder aufräumt und nach dem Broteschmieren alles wieder wegstellt und dergl., denn eigentlich sei das ja ganz selbstverständlich - aber dass ich es noch nicht einmal bemerken und anerkennen würde, das kränke ihn.
Ihm fehlte die Wertschätzung... dass ich also den Wert seiner Bemühungen für mich und den Wert der Tatsache, dass ich mich nicht mehr täglich 5x ärgere, ausdrücke. (Was ich dann in mich gehend nachholte, klar.)

Und das Thema Wertschätzung kommt auch zum Tragen, wenn es um die liebe Dankbarkeit geht.
Ich halte Wertschätzung für wertvoller und nachhaltiger als konventionelle Dankbarkeitsbezeugungen.

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Denken hilft, aber es nützt nichts.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 01.08.2009 13:29 
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liebe gretchen,

ich hätte dich wegen des neuen avatars fast nicht mehr wiedererkannt ;-)

danke für deine erklärung bezüglich der reihenfolge. im nachhinein muss ich sagen, dass ich ziemlich schmunzeln musste, weil es so sehr verdeutlicht, wie verschieden unsere denkweisen funktionieren. aber das was du schreibst, macht auch für mich durchaus grossen sinn. nach den eigenen anteilen zu forschen, die zusammenhänge zu erkennen und damit sowohl sich selbst als auch dem anderen verzeihen können. so sollte es wohl richtig zusammengefasst sein.

[quote]Und ganz wichtig ist, wie man sich fühlt. Wie fühlt es sich an und was bringt es mir, wenn......[quote]

hmmm, magst du das jetzt ausgeschlafen noch etwas näher erläutern?

ja, mit den stolpersteinen, die man sich selber unwissend in den weg legt, das hat sich etwas. ich wünsche mir sehr, diese steine erkennen und aus dem weg räumen zu können.

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winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 01.08.2009 13:57 
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Liebe Heidi,

Zitat:

ich hätte dich wegen des neuen avatars fast nicht mehr wiedererkannt ;-)


Der war einfach ein "muss" (ist eins meiner Lieblingsbildern aus glücklichen Zeiten und da ich hier im Forum nicht die Einzige bin, die ein Faible für Schoki hat...)

Zitat:

Und ganz wichtig ist, wie man sich fühlt. Wie fühlt es sich an und was bringt es mir, wenn....


Richtiger müsste es heissen: was fühlt sich besser an?
Fühlt es sich besser an, wenn ich wütend schmollend vorm Fernseher sitze und mir dabei tonnenweise Frustschoki in mich hineistopfe,
oder fühlt es sich besser an, mir zu sagen, dass das Leben zu kurz ist, um meine Energie mit schmollen zu verplempern, statt den Stier bei den Hörnern zu packen und Reinen Tisch zu machen?
ärgern lohnt sich nicht und macht keinen Spass

Natürlich ist und empfindet jeder anders.
Aber was mich betrifft, bin ich eigentlich ein von Natur aus fröhlicher Mensch und lebe das auch gerne aus.

Ich habe vor einiger Zeit auf Youtube einen Vortrag von Vera F. Birkenbiehl gesehen, der mir sehr gut gefallen hat. Der Vortrag endete sinngemäss (ich hab das nicht mehr so exakt im Kopf) mit dem Satz: überlege bei Allem, was Du tust, ob du es auch tun würdest, wenn du wüsstest, dass es dein letzter Tag ist.
Ich finde, da ist was dran.

So, jetzt als "Zugabe" noch den Link zum 1. Teil: http://www.youtube.com/watch?v=FLNo_bIrYg0

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Ungelesener BeitragVerfasst: 01.08.2009 14:28 
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liebe bv, liebe mandy

vielleicht handelt es sich bei lob und wertschätzung um in worte oder taten "gepackte" dankbarkeit.

was mich ein wenig irritiert hat, ist deine meinung bv, dass lob nur von oben nach unten funktioniert. meiner eigenen erfahrung nach, sind gerade die "chefs" dankbar für positives feedback.

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winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 01.08.2009 14:35 
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liebe gretchen

danke für deine erläuterung. jetzt verstehe ich, was du meinst.

den 1. teil des vortrages habe ich mir angehört, aber ohne irgendein aha-erlebnis.

2 sachen haben mich dabei etwas verwirrt. die birkenbihl UND esoterik. für mich hatte das thema verzeihen viel mit der christlichen vergebung zu tun und ich bin grad etwas ratlos.

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winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 01.08.2009 14:53 
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Liebe Heidi,

Es geht auch in dem Vortrag nicht unbedingt um das Thema verzeihung, sondern eher darum, das Leben aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

Das Thema Verzeihung hat bestimmt auch mit der christlichen Vergebung zu tun, aber ich finde,es sollte sich nicht allein darauf beschränken. (Ich muss dazu sagen, dass ich ein etwas verwirrtes Verhältnis zum christlichen Glauben habe und mit den Jahren meinen ganz persönlichen eigenen Glauben entwickelt habe).

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