Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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 Betreff des Beitrags: Spinnenangst
Ungelesener BeitragVerfasst: 17.08.2009 17:17 
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Ich habe eine fürchterliche Spinnenangst, die mein Leben ziemlich einschränkt und unter der ich sehr leide.
Eigentlich bin ich ein sehr naturverbundener Mensch und Käfer, Ameisen und Co. können mir auch gar nichts anhaben, zimperlich bin ich in der Hinsicht nicht. Doch bei Spinnen rastet mein Verstand aus... Wobei ich sagen muss, dass sie mich draußen nicht so sehr ängstigen wie drinnen (vielleicht weil ich draußen mehr mit ihnen rechne...?)

An die dünnen hab ich mich mittlerweile sogar ein wenig gewöhnt, denn wir haben ziemlich viele davon in unserer Wohnung. Ich mag die zwar auch nicht anfassen, aber wenn sie mir zu nahe kommen, puste ich sie einfach weg und stör mich nicht daran, dass sie immer noch im selben Zimmer sind wie ich.

Aber die Dicken mit den fetten Körpern und den langen behaarten Beinen finde ich ja sowas von schauderhaft!! Allein beim Gedanken daran, wo ich dies hier aufschreibe, schüttelt es mich vor Ekel und es läuft mir kalt den Rücken runter.

Ich will mir von den Biestern aber nicht das Leben einschränken lassen und bestimmen lassen, was ich tu oder wo ich mich aufhalte!

Bald werde ich aufs Land ziehen (momentan lebe ich in der Stadt in der 2. Etage, da bin ich ziemlich gefit vor den dicken Dingern, die kommen meist nicht so hoch), und dann werde ich garantiert wieder wie in meiner Kindheit mit Massen von diesen dicken fetten Viechern konfrontiert werden.

Was kann ich bloß tun, um meine Angst und diesen Ekel zu überwinden????

Hat jemand von euch Erfahrungen damit, womöglich selbst die Angst überwunden? Und wie?


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Ungelesener BeitragVerfasst: 17.08.2009 17:56 
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Wenn es Dir wirklich ernst ist damit: ich habe mal eine NLP-Intervention MITERLEBT, bei der innerhalb einer halben Stunde eine ähnliche Phobie kuriert wurde. Ich war zutiefst beeindruckt. Es gibt garantiert einen NLP-Trainer in der Nähe, vielleicht magst Du einfach mal googeln und nachfragen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 17.08.2009 18:26 
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Hej Nomada,

danke für den Tipp, aber was ist NLP?

Und was kann ich mir unter einer NLP-Intervention vorstellen?


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Ungelesener BeitragVerfasst: 17.08.2009 18:32 
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Oh, 'tschuldigung.
Neurolinguistisches Programmieren: eine Methodensammlung gesprächs-, verhaltens- und körperorientierter Kommunikationsformen.
http://www.zeitzuleben.de/artikel/perso ... nlp-1.html
Etwas arg amerikanisch aufgemacht (nicht abschrecken lassen) aber beispielhaft in einer Show:
http://www.youtube.com/watch?v=Ek0Pb72IPUc

Wie gesagt: funktioniert. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Spinnenangst
Ungelesener BeitragVerfasst: 17.08.2009 20:44 
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Liebe Skogs,

eine Spinnenphobie habe ich nicht.

Aber ... nachdem ich nach dem ersten Überfall im Februar so durch den Wind gewesen bin (ich hatte damals eine Art "flashback" in Bezug auf einen sehr viel älteren "Vorfall", der mir regelrecht den Boden unter den Füßen weggezogen hat), habe ich gute Erfahrungen mit "MET" ("Meridian-Energie-Technik"-- eine Art "Klopfakupressur") gemacht ...
...in meinem Fall durch einen Heilpraktiker...

Ich habe mal kurz im Internet geschaut, welche Informationen es hierzu gibt damit Du Dir ein eigenes Bild machen kannst:

--> (das Folgende bitte nur anklicken, falls Du im Fernsehen gezeigte Spinnen anschauen kannst, gäll?) Klopftherapie (Phobien)

--> (garantiert Spinnen-frei) [URL=http://www.met2.de/wDeutsch/]Klopftherapie - MET nach Franke
[/URL]
Ganz sicher findest Du bei Deinen eigenen Recherchen noch sehr viel mehr dazu im weltweiten Netz.

Mir hat`s damals sehr gut geholfen ... und es ist eines meiner "Werkzeuge", welches in meinem "Methodenkoffer" liegt ...

...auch um wieder in meine Mitte zurück zu kommen bzw. in meiner Mitte zu bleiben.

Ich wünsche Dir aus ganzem Herzen viel Erfolg.

Herzlichst,
Wilson

_________________
Comparison is the thief of joy. (Theodore Roosevelt)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 17.08.2009 21:21 
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Hallo,

ich weiß zwar nicht, wie man die Phobie los wird, aber ich weiß, dass sie angeboren ist... gute Instinkte sichern das Überleben. Das gilt auch für die Schlangenphobie...

Also: schämen ist nicht, du kannst nix dafür.

Aber ich versteh schon, eine gestandene Kollegin von mir hat total die Krise gekriegt, als eine Miniminiminwinzspinne über den Tisch krabbelte. Das ist irgendwie voll doof... aber wenn du nur vor den grroßen Angst hast? Ist doch egal. Finde ich jetzt mal so.

Man befördert Spinnen übrigens gut mit dem Kehrblech und Feger nach draußen: Spinne mit dem Feger (den Borsten) auf dem Kehrblech fest halten und Im Garten mit weit ausgestrecken Armen von sich weg befördern...

LG

Sabine


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Ungelesener BeitragVerfasst: 17.08.2009 21:58 
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Vielleicht probierst Du es auch mal hiermit (am besten lässt Du die Fragen von einem Partner stellen):

Worum geht es?
Um meinen Ekel und meine Angst vor Spinnen.

  1. Kannst Du Deinen Ekel und Deine Angst vor Spinnen in diesem Moment akzeptieren?
  2. Kannst Du diese Gefühle jetzt loslassen, nur für diesen Moment?
  3. Würdest/möchtest Du diese Gefühle loslassen?
  4. Wann?


Und jetzt die Fragen 1.-4. immer wieder im Kreis.

Wichtig ist, dass Du auf jede dieser Fragen antwortest, ohne lange nachzudenken. Es ist nicht wichtig, ob Du "ja" oder "nein" antwortest ... ob Du das lächerlich findest ... ob Du genervt bist ... ob Du Dich am liebsten in Ausflüchte versteigen möchtest ... das dooofe Spiel abbrechen möchtest ... ob Du denkst, dass Dein Gegenüber Dich vielleicht bescheuert findet, weil Du ständig Dein Meinung änderst.

Tu es einfach.

Wenn Du so weit bist, dass Du alle Fragen mit "Ja" beantworten kannst, dann halte inne. Lass Deinen Partner Dir die folgende Frage stellen: Wenn Deine Spinnenangst am Anfang auf Deiner persönlichen Skala auf 10 war ... wo steht sie jetzt? Und: bist Du damit zufrieden, wo sie jetzt ist, oder möchtest Du noch einen Moment weiter machen?

Na ... und dann tu, wonach Dir ist.

Diese Methode nennt sich SEDONA-Methode. Ich habe damit schon ganz wundersame Heilungen großer Ängste und Widerstände erlebt. Wirklich faszinierend und supereinfach. - Du kannst das natürlich auch allein machen, ohne Partner/in. Ich bin jemand, der sich durch solche Prozesse gerne unterstützen und führen lässt, darum würde ich lieber mit einem Gegenüber arbeiten.

Und ... wenn Du es tust und es funktioniert, würde ich mich sehr freuen, wenn Du hier davon berichten würdest.

_________________
Ich bin, wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich. Bild ... (Konrad Adenauer gemopst)


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Ungelesener BeitragVerfasst: 18.08.2009 12:09 
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Hallo Skogsvinna,

ich hab´ einen Link gefunden. Vielleicht findest Du dort ein paar Informationen, die Dir helfen.

Spinnenphobie - Spinnenangst


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Ungelesener BeitragVerfasst: 18.08.2009 14:58 
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Hej ihr Lieben allesamt!

Habt tausend Dank schon mal für die vielen Anregungen und Links!!
Ob man eine Phobie wirklich soo schnell loswerden kann? Das wär echt klasse!!

Ich werd mich da jetzt mal durchklicken und -lesen und dann mal schaun, wie ich da rangehe.

Sabine, das mit dem Kehrblech wär mir im Moment noch zu "nah" am Körper, da hätte ich zuviel Angst, dass sich das Viech irgendwie losmacht und dann auf mich zugekrabbelt kommt .... *schüttel
Aber ich hab mir mal irgendwo so eine Art "Greifer" gekauft, der ist fast einen Meter lang, hat an einem Ende einen Hebel, mit dem man am anderen Ende eine Zange auf und zu machen kann. Bild Bild
Soll extra für Spinnen sein. Ich hab ihn bisher nur einmal an einer Plastikspinne ausprobiert, also wenn sie sich nicht bewegt, könnte es klappen... Wär aber irgendwie nur ´ne Übergangslösung, sozusagen Erste-Hilfe...

Auf jeden Fall ist mir klar, dass nun irgendwas geschehen muss. Dass ich mir von den armen Viechern, die mir doch eigentlich nichts getan haben (und auch gar nichts tun können), nicht das Leben so schwer machen lassen darf. Sie können doch gar nichts dafür ...

Und ich will diese Panickattacken nicht länger haben, sie sind so völlig sinnfrei Bild und machen mich nur fertig.

Ich hab mal gehört, dass Spinnenangst NICHT angeboren sein soll, sondern dass man von dem Verhalten der Eltern "lernt", also abguckt. Wenn meine Eltern (oder auch nur einer von beiden) Angst vor Spinnen und mir früher mitgeteilt hätten: "pfui Spinne, ist die eklig!", dass sich das dem Kleinkind so sehr einprägt, dass man selber dann diese Angst übernimmt. Nur: meine Eltern HABEN keine Angst vor Spinnen. Seit ich mich erinnern kann, habe ICH Angst vor ihnen und meine Eltern versuchten mich immer zu beruhigen und verharmlosten sie. Vielleicht gab es in frühen Jahren noch jemand anderes in meinem Umfeld, der mir die Angst übertragen hat? Oder sie ist wirklich angeboren ... Bild

Danke nochmal für eure Unterstützung, ihr Lieben!


Zuletzt geändert von lindenbaum am 08.11.2009 15:34, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
Ungelesener BeitragVerfasst: 18.08.2009 16:11 
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Hallo Skogskvinna,

eine richtige Phobie mit starken körperlichen Reaktionen hatte ich nie. Allerdings hatte ich schon meine Probleme mit Spinnen früher. Ich bin in einem sehr alten Haus aufgewachsen und es war für mich als Kind normal dass es überall Spinnen gab. Meine Eltern hatten überhaupt kein Verständnis für meine (kleinen) Ängste und ich wurde mit meinen Bitten meistens ignoriert. Ich kann mich daran erinnern dass in meinem Zimmer an der Decke Spinnen "wohnten" die von meiner Mutter eben im Putzturnus (einmal pro Woche) entfernt wurden. Dies hatte aber zur Folge dass ich mir die übrigen Nächte ausmalte sie würden sich im Schlafe auf mich herablassen und auf mir rumkrabbeln.

Als ich dann erwachsen wurde und alleine lebte, hatte ich ein Problem größere Spinnen zu entfernen. Die kleinen packte ich mit einem Papiertaschentuch und brachte sie nach draussen. Ab einer gewissen Größe war mir das nicht möglich. Selbst Töten war schwierig. Die Angst vor der Spinne war zu groß als dass ich mich in ihre Nähe gewagt hätte.

Da ich mich irgendwann auch eingeschränkt fühlte hab ich drüber nachgedacht wie ich es ändern könnte. Ich mag grundsätzlich jegliche Veränderungen lieber langsam in meinem Leben. Und so habe ich angefangen mich mit Spinnen zu beschäftigen. Ich habe darüber gelesen, mir Bilder im Internet angesehen. Und mich zum Beispiel an den schönen Netzen erfreut, an ihrer Symmetrie und an dem Funkeln wenn Tautropfen drin sind und die Sonne drauf scheint. Ich habe mich sozusagen über den "Feind" informiert und versucht die positiven Seiten zu sehen.

Für mich war es ein guter Weg. Ich wohne wieder auf dem Land und Spinnen gehören zum alltäglichen Leben. Auch im Haus. Ich komme gut damit zurecht wenn ich es auch noch nicht schaffe Spinnen jeder Größe lebend aus dem Haus zu befördern, was faktisch bedeutet dass ich sie töte wenn sie zu gross sind, bin ich nicht mehr eingeschränkt durch meine Ängste.


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