Die Bank unter der Linde!

Eine Bank, keine Wände aber ein grünes Dach über dem Kopf. Hier genießt das Leben freie Sicht. Es ist nicht nur ein Platz für Lebensfreude, hier kann das Leben selbst Platz nehmen, sowohl in der Sonne als auch im Schatten...einer Linde.
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 Betreff des Beitrags: die sache mit der dankbarkeit
Ungelesener BeitragVerfasst: 19.07.2009 16:21 
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hallo ihr lieben,

ist sicher erstmal schräg einen faden zur dankbarkeit unter sorgenschweres zu finden. denn eigentlich sollte sie ja etwas erfreuliches, verbindendes, aus freien stücken gegebenes sein.

ich bin der meinung von mir behaupten zu können, dass ich ein dankbarer mensch bin. alles gute, was mir von meinen mitmenschen gewährt wird, schätze ich wirklich sehr hoch und nehme es nicht als selbstverständlich hin.

meine probleme beginnen da, wo dankbarkeit "gefordert" wird. ist ein anderer mensch in der lage zu entscheiden, wofür ich dankbar sein soll?

wie seht ihr das? ist der dank ein preis, den wir bezahlen müssen?

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winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.07.2009 17:13 
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Ich find das so natürlich sich für seinen Einsatz auch etwas zu Wünschen. Ich selbst spüre das auch, dass ich mich nicht mehr einsetzen mag wo ich ins Leere laufe.
Ich glaube wir Menschen dürfen Dankbarkeit wollen, abher fordern können wir sie von gleichgestellten überhaupt nicht. Schwierig ist es wo der Wunsch zusammen mit Drohungen, emotionaler Erpressung, Kindern gegenüber oder schwächeren ausgesprichen wird.
Das geht zu weit wie ich finde. Ich darf mir etwas wünschen, das äußern, aber doch niemanden dahin gehend drängen es mir gegen seinen Willen zu geben.

Habe ich damit deine Fragen jetzt überhaupt beantwortet? +nochmal nachles*
Ich denke wir können so etwas wie Dank nicht direkt "müssen", so tun als ob, klar das können wir auf Befehl, aber Dankbarkeit ist mehr, es ist eine Haltung und zu der muss man innerlich geschlossen stehen.

Andere Menschen können klar sagen wofür sie sich Anerkennung/Dankbarkeit wünschen, aber mehr auch nicht. Es kann etwas ganz anderes sein das ich von diesem Menschen wirklich schätze und es lohnt sich dafür offen zu sein.

Lieben Gruß,
Teresa

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Leben ist keine exakte Wissenschaft.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.07.2009 17:35 
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Wieviele von uns von Herzen dankbar für das ZzL-Forum waren/sind, wurde doch letztes Jahr am Jubiläumstag klar - das war doch wirklich überwältigend.
Aber Dankbarkeit bedeutet ja nicht, dass man die Person, die einem eine Wohltat erwiesen hat, ab da nie mehr kritisch sehen darf.

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Zuletzt geändert von BlaueVase am 20.07.2009 00:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.07.2009 17:54 
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zumal dieses genaue hingucken, ja eine sache ist, die sich zzl auf die fahnen geschrieben hat.

ja, ich kann von mir aus bestätigen, dass ich sehr danbkar war für das forum, die menschen, die auseinandersetzung, die anstösse, die anderen sichtweisen, die unterstützung und den umstand, dass ich mich bedingslos angenommen fühlte.

troztdem darf und muss der persönlichen auseinandersetzung mit konflikten aller art, genauso raum gelassen werden.

und deine aussage, dass dankbarkeit nicht blindheit bedeutet oder ein freipass, für was auch immer bedeutet, finde ich grad sehr hilfreich.

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 Betreff des Beitrags: Re: die sache mit der dankbarkeit
Ungelesener BeitragVerfasst: 19.07.2009 17:58 
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Heidi hat geschrieben:
hallo ihr lieben,

meine probleme beginnen da, wo dankbarkeit "gefordert" wird. ist ein anderer mensch in der lage zu entscheiden, wofür ich dankbar sein soll?

wie seht ihr das? ist der dank ein preis, den wir bezahlen müssen?


Meiner Meinung nach ein klares NEIN, wäre dem nicht so, so wuerde das ja bedeuten, dass der andere mir meine Entscheidungs-freiheit nimmt.

Ein Danke, also eines das wirklich ausdreucken soll wie ernst ich das nehme (und siehe da, der faden passt unter "Schweres") kann nur freiwillig sein, denn sonst kommt es nicht von Herzen sondern vom Verstand, der Erziehung und der bewusst-losig-keit.

Natuerlich kann ich ein "Danke" erwarten, aber dann hat man ja auch einen "Hintergedanken" dabei gehabt denke ich mal.
Ein Wirkliches Geschenk erwartet kein Danke.

Die Frage stellte mir Pippa, als sie meine Geschichte las und die Frau nur mit einem Kopfnicken sich bei mir verabschiedete.
Da hatte ich nicht geschrieben, dass sie damit Danke sagte und ob ich das vergessen hätte?
Und fuer den, der diese Geschichte liest, so ist die Antwort: Nein, das hatte ich nicht, denn da war ein Dank nicht nötig denn es war alles "gesagt"

Mir hat man gestern hier oft "Danke" gesagt, und ich habe mich da wirklich sehr dreuber gefreut.

Erwartet habe ich das nicht, mir war es schon genug Freude, zu WISSEN, dass ich damit anderen hier eine Wohltat antun konnte.
Das war mit "Genugtuung" genug.

Wenn ich ein Danke fordere, so beschneide ich ja auch meine eigene Freiheit.

Es ist eingenartig und auch neu fuer mich...wenn ich morgen hier alleine auf der Bank sitzen sollte, dann druecke ich auf einen Knopf, die Bank verschwindet schneller als sie aufgebaut war und ich wäre deshalb weder traurig, enttäsucht noch wuerde ich das persönlich nehmen.

Ich erlebe, dass ich in mir selbt ruhe zur Zeit und dazu trägt das Bewusstsein bei, dass ich gelernt habe, auch alleine auf einer Bank im Wald sitzen zu können, selbst fuer eine Reihe von Tagen, ohne dass deshalb die Welt geich untergeht.


Kap Horn
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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.07.2009 18:39 
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Dankbarkeit, die z.B. Kindern in Form von Schuldgefühlen aufgeladen wird, ist ein belastendes negatives Gefühl. Das hat mit echter Dankbarkeit nichts zu tun, die aus freiem Willen gegeben wird.


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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.07.2009 19:05 
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danke für deine ausführungen käppi,

nachdem ich es las, musste ich lächeln, weil du hier ja in eine völlig neue rolle geschlüpft bist.

danke, dass du davor nicht zurückgescheut bist und die ganze arbeit auf dich genommen hast.

sollte ich (in aller bescheidenheit) mal die möglichkeit haben, dich zu unterstützen, sag bitte bescheid!

@aurora,

guter gedanke. dankbarkeit und schuldgefühle werden wohl rasch durcheinandergeschmissen, was alles andere als förderlich ist.

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winston churchill


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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.07.2009 19:34 
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aurora b. hat geschrieben:
Dankbarkeit, die z.B. Kindern in Form von Schuldgefühlen aufgeladen wird, ist ein belastendes negatives Gefühl. Das hat mit echter Dankbarkeit nichts zu tun, die aus freiem Willen gegeben wird.


Da sag ich mal Danke. Ich hab schon gegrübelt, wie ich es formuliere und so kurz und bündig hätte ich das nicht zusammenschreiben können. Bild
Ich brauchte einige Jährchen bis ich den Unterschied merkte zwischen echter Dankbarkeit und Geben aus freiem Herzen und dem was über Schuldgefühle läuft. Ich konnte nix annehmen, weil ich sofort "in der Schuld" stand. - aus meiner Empfindung heraus, auch wenn das vis a vis aus freiem Herzen gegeben hat.
Und- und das war für mich die schrecklichere Seite- ich verband auch das Geben mit "dafür bekomme ich was zurück".
Für mich war Geben und Nehmen lange Zeit verhaftet mit dem Gefühl des "etwas schuldig sein".
Zum Glück lernte ich die wirklich mächtigen Muster kennen und erkennen, die im Zusammenhang mit "Bitte und Danke" manchmal laufen. Und damit konnte ich daraus auch aussteigen.

heute ist mir zwar bewußt, dass es oft auch eine Form des Ausgleichs fordert in zwischenmenschlichen Beziehungen. Dieser Ausgleich läuft aber auf freiwilliger Basis. Und ich kann und darf endlich auch dankbar sein für die schönen Dinge, Begegnungen, etc die das Leben, die Menschen mir schenken. Ich darf endlich auch annehmen was mir gegeben wird und aus freiem Herzen "Danke" sagen und ich kann und darf endlich auch aus freiem Herzen geben.
Es ist wundervoll das gelernt zu haben! Bild


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Ungelesener BeitragVerfasst: 19.07.2009 19:35 
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Zum Thema Dankbarkeit fällt mir ein, dass ich alles - a l l e s - was ich tue (oder nicht tue) FÜR MICH tue. Damit es MIR gut geht. Z.B. beim Schenken oder ältere Menschen betreuen usw.

Dann müsste ich MIR doch Danke sagen. *grübelt*

Meine Mutter meinte mal: das kann ich alles nicht mehr in diesem Leben gut machen ... und das braucht sie auch nicht. Entweder HAT sie alles schon einmal gut gemacht und das ist jetzt der Dank oder ich bekomme es von irgend jemand anderem gut gemacht.

*nachdenklich* Aurelia.


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 Betreff des Beitrags: Re: die sache mit der dankbarkeit
Ungelesener BeitragVerfasst: 19.07.2009 19:42 
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Kap Horn hat geschrieben:
Ein Wirkliches Geschenk erwartet kein Danke.


Das ist eine wunderbare Quintessenz, Kapitän.

Danke Bild

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