Die Bank unter der Linde!
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Gemälde betrachten: was erzählen sie dir, was mir?
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Autor: wilson [ 25.07.2009 11:14 ]
Betreff des Beitrags: Re: Gemälde betrachten: was erzählen sie dir, was mir?

BlaueVase hat geschrieben:
Ich hoffe, dass einige von Euch Lust haben, mitzumachen!
Und ich starte mit einem, das sicher viele von Euch schon gesehen haben, es ist von René Magritte:

http://www.planetperplex.com/img/magrit ... _light.jpg


Hallo Blaue Vase,

hoffentlich ist es in Ordnung, wenn ich zu dem von Dir eingestellten Bild nachträglich auch noch etwas sage:

Ich habe zu allererst nur den Himmel gesehen! Nuuuur, den Himmel! Das hat mich wirklich fasziniert.
Erst als ich "himmelssatt" war, wanderte mein Blick zum Baum, bliebe dort länger hängen ... bis ich dann das gesamte Bild gesehen habe.

WOW, das war jetzt echt beeindruckend. Danke!

...und das Bild als Ganzes gefällt mir sehr, sehr gut ... hat für mich was Warmes und Weiches.

Autor: wilson [ 25.07.2009 11:17 ]
Betreff des Beitrags: 

SunSilk hat geschrieben:
Darf ich das nächste Bild einstellen?
Es ist eines meiner Lieblingsgemälde, ebenfalls sehr bekannt, von Dalì:

http://media.kunst-fuer-alle.de/img/12/g/12_sd100~_salvador-dali_schwaene-spiegeln-elefanten,-1937.jpg


...*über mich selbst lach*

Liebe SunSilk, je länger ich draufgucke, desto mehr habe ich das Gefühl, dass ich meine Augen zum Brillendoktor tragen mussBild;-)
Von der Machart her finde ich es allerdings ebenfalls interessant.

Autor: SunSilk [ 25.07.2009 11:31 ]
Betreff des Beitrags: 

Ja, da stimm ich dir voll und ganz zu! Schön ist es wirklich nicht unbedingt, und es hat zweifelsohne etwas Bedrohliches-Grauenvolles an sich, aber ich finde diese Spiegelung, aus der VERSCHIEDENE Tiere hervorkommen, einfach nur GENIAL!!!!! Bild

Autor: Teresa [ 25.07.2009 12:52 ]
Betreff des Beitrags: 

Für mich hat das Bild ein wiedererkennen. Mich interessiert gar nicht wieviele irgendwasse da eigentlich drauf sind. Ich sehe mein Chaos und mein Leben einfach genauso, mit Chaos, immer wieder auftauchenden bekannten Mustern die dann wiederum anders zusammengefügt etwas neues ergeben. Das hat was faszinierendes für mich und auf eine schräge Art auch etwas von grundsolider Ehrlichkeit, denn das Leben hat für mich meist viel mehr Blickwinkel als mir ein Bild wieder zu geben vermag.
Das beruhigt mich an diesem Bild irgendwie... außerdem bin ich ein Fan von Spiegelungen. Wenn das Wasser der Welt mehr anzusehen gibt. Und hier finde ich Bäume, vor allem den rechten fantastisch.

Autor: BlaueVase [ 25.07.2009 13:25 ]
Betreff des Beitrags: 

Zitat:

Ich sehe mein Chaosund mein Leben einfach genauso, mit Chaos, immer wieder auftauchendenbekannten Mustern die dann wiederum anders zusammengefügt etwas neuesergeben.


Vielleicht ist es das, was mich so hat zurück prallen lassen...danke für den Anstoss, Teresa!
Nichts ist, was es auf den ersten Blick zu sein scheint...und manches wird erst auf den zweiten Blick sichtbar...

Autor: Rübenigel [ 25.07.2009 16:37 ]
Betreff des Beitrags: 

Vor zwei Wochen habe ich direkt vor diesem Bild gestanden und mir liefen die Tränen nur so über das Gesicht ...

Franz Marc - Katze hinter einem Baum


Was hat mich daran so angerührt ... Ich habe schon viele Bilder von Franz Marc live gesehen und einige mit anderen Techniken reproduziert, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was in ihnen steckt. Dieses Bild gehört nicht dazu. In dem Moment, als ich es so nah vor mir sah:

War ich berührt von der Zartheit und fühlte mich ganz behutsam. Pssssst ... nur den Schlaf der Katze nicht stören.

In der Haltung der Katze liegt für mich Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit, Schutz ... aber auch Wachsamkeit und Kraft (sie kann jederzeit, von einem Geräusch geweckt aus dem Bild springen). Sie liegt dort in vollkommener Harmonie. Ein wunderschönes, einzigartiges Wesen ... vollkommen eins mit sich, der Welt und dem Moment.

Eine Qualität, die ich mir für mein Leben wünsche ... ich habe viel gelernt über meine Bedürfnisse beim Betrachten dieses Bildes.

Autor: BlaueVase [ 25.07.2009 17:53 ]
Betreff des Beitrags: 

Es ist typisch für mich, dass ich erst verspätet wahrnehme, dass es keine blauen Bäume gibt (während alle Farben auf dem Bild der Realität entsprechen, der Baumstamm tut es nicht).
Zur Zeit nehme ich weniger die Harmonie und Ruhe der Katze wahr als ihre Durchgeschnittenheit durch den Baumstamm - Kopfteil/Hinterende (Bauch).
Sie ist zweigeteilt wie ich derzeit - darum sehe ich das so, glaube ich.
Sie kommt mir auch durch den Baum nicht geschützt vor - perspektivisch betrachtet liegt sie ja nicht unter dem Baum, sondern ein ganzes Stück von ihm weg im Freien - und ist dennoch innerlich so ruhig, dass sie schlafen kann!
Sie muss aber irgendeine Verbindung zu dem Baum haben, denn ihre rote Farbe wiederholt sich unter ihm, und das Schwanzende geht ein einer geschwungenen Linie in den Baum über wie ein Ast...Orange und Blau sind ja Komplementärfarben, ergänzen sich zu Weiß (in der Optik, auf der Palette zu Braun). Die gehören als Farbpaar zusammen, vielleicht ist der Baum deshalb blau und nicht braun. *grübel*

Ich finde das Bild sehr schön...und im Moment macht es mich darauf aufmerksam, dass bei mir gerade Kopf und Bauch getrennt sind.
Ich sollte häufiger meine eigene Signatur lesen...*seufz*

Autor: Teresa [ 25.07.2009 18:27 ]
Betreff des Beitrags: 

Mir fällt als erstes auf das mir der Baum nicht gefällt. Der hat irgendwie so einen Hüftschwung, so unnatürlich eher wie von einem Menschen. Das finde ich aufdringlich. Die Katze ist das was ich eigentlich sehen möchte und der Baum drängelt sich da etepetete hüftschwingend vor.

Dann stimmen wiederum die Größenverhältnisse nicht, die Katze wirkt da gigantisch, da einerseits im Hintergrund und aber ähnlich groß wie der Baum. Das rot im unteren Bereich wirkt auf mich zu gewaltig, das zieht die Aufmerksamkeit und wirkt unten links auf mich wie Blut etwas weiter oben auf der Rechten Seite allerdings nicht.

Hui, so viel Widerwillen bei einem Bild. Erinnert mich an eine Klausur, da habe ich auch drei Stunden über etwas schwammig dahin gefaselt dass mich ärgerte. Aber kann auch prinzipiell am beschreiben müssen gelegen haben, das war für mich stets das schlimmste.

Autor: wilson [ 25.07.2009 18:38 ]
Betreff des Beitrags: 

Ich kann nachempfinden, was das Bild in Dir auslöst, liebe Rübenigeline.

Täglich habe ich es vor mir, wenn ich meine beiden Mietzis draußen beobachte oder sehe. Du hast es gut beschrieben. Danke.

Mit dem Baum habe ich leichte "Schwierigkeiten": Der Schwung gefällt mir, den er hat/ausstrahlt ... aber ´irgendwie` empfinde ich ihn als nicht verwurzelt genug ... sieht für mich aus als könne er jeden Moment "wegtänzeln"...

Tja, auch das sagt mir was über meine augenblickliche Bedürfnislage...

Autor: Weena [ 25.07.2009 18:52 ]
Betreff des Beitrags: 

Einfach schön und sehr berühigend.

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